Journal Citation Score

Der Journal Citation Score (JCS) ist die Zitierungsrate der Artikel einer Zeitschrift und ist eine Art Impact Faktor. Im Gegensatz zum Impact Faktor (Zitierungsrate eines Jahres auf Artikel zweier Jahre) wird für den JCS meist ein längerer Zitierungszeitraum berücksichtigt. Bei der NRW-Evaluation LOM werden die Zitierungen der Artikels eines Jahres fünf Jahre lang gezählt.

Gearbeitet wird meist mit dem mean Journal Citation Score (JCSm): Hier wird der JCS für eine Gruppe von Zeitschriften ermittelt: Meist sind dies diejenigen Titel, in denen auch die Universität, das Institut oder die Forschungsgruppe publiziert haben. Der mean Journal Citation Score wird auch als „durchschnittliche Zitierungsrate der Artikel einer Gruppe von Zeitschriften“ oder „Journal-basierter, weltweiter durchschnittlicher Impact Faktor“ bezeichnet. Er stellt einen Referenzwert – den erwarteten Zitations-Output – einer Arbeitsgruppe dar anhand der Zeitschriften, in denen diese publiziert. Durch diese Normierung werden auch Fachgebiete mit sehr unterschiedlichen Publikations- und Zitiergewohnhheiten vergleichbar.

Die Performance eines Instituts bzw. einer Forschungsgruppe wird dann durch Gegenüberstellung der durchschnittlichen Zitierhäufigkeit ihrer Publikationen (CPP = citations per publication) mit dem mean Journal Citation Score bestimmt:

CPP/JCSm (Relative Citation Rate)

So bedeutet beispielsweise ein Wert unter 0.8 bzw. über 1.2, dass die Wirkung der Publikationen eines Instituts oder einer Forschungsgruppe unter bzw. über dem internationalen Erwartungswert liegt.

Mit den Datenbanken Web of Science bzw. Scopus kann man selber JCS oder JCSm (aufwendig!) berechnen.

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