Archiv für den Monat: April 2012

Phantom Vibration Syndrome

Dr. Marina Cheng und Dr. Christopher Hogan, Ärzte in Ausbildung an der Georgia Health Sciences University, haben oft das Gefühl, ihr Handy oder Pager würde vibrieren – und dies manchmal ohne einen Anruf oder eine Nachricht. „An meinem linken Bein spüre ich eine Vibration, auch wenn ich nicht mein Handy oder meinen Pager dabei habe“, sagte Hogan. „Und ich würde für mein Handy suchen gehen und es würde neben mir, anstatt wirklich sitzen auf meinem Oberschenkel.“

Cheng sagte, sie fühlt sich immer den Buzzer an dergleichen Stelle, wo sie auch ihren Pager trägt. „Es passiert meist, wenn ich am Computer sitze. Ich spüre etwas, so als ob der Pager vibriert, aber er hat es nicht. Es fühlte sich an wie vielleicht eine Muskelzuckung oder so etwas.“

Es gibt einen medizinischen Fachterminus dafür: Phantom Vibration Syndrom, und es ist häufiger als man denkt.

Nach einer Studie im British Medical Journal gaben 68 Prozent des befragten medizinischen Personals an, sie hätten schon einmal Phantomvibrationen gespürt – und immerhin 13 Prozent haben sie täglich.

„Es ist wahrscheinlich eine echte Sinneswahrnehmung, die das Gehirn nur in den falschen Hals bekommt“, sagt der Autor der Studie, Dr. Michael B. Rothberg, Director of Scholarly Activities for the Residency Program, Baystate Medical Center, Tufts University Boston. „Wenn Sie darüber nachdenken, können Sie spüren, wie Ihre Kleider Sie berühren“, sagte er. „Aber man möchte nicht die ganze Zeit darüber nachdenken, weil man dann keine Kapazität hätte, um all die anderen Sinneswahrnehmungen zu verarbeiten. Also filtert Ihr Gehirn diese Informationen, und meistens sagt es dann: „Es ist nicht wichtig. Mach dir keine Sorgen darüber. Aber wenn Sie etwas erwarten – einen Anruf, ein Baby, das weint, einen Pager, der vibriert – dann interpretieren Sie diese Dinge falsch und denken, dass sei das Signal, wenn es eigentlich etwas ganz anderes ist.“

Interessanterweise haben PJler und Ärzte in Ausbildung häufiger Phantomvibrationen als erfahrene Ärzte, vermutlich weil sie glauben, keinen Anruf verpassen zu dürfen. Erfahrene Ärzte können dagegen das Handy oder den Pager ruhig mal ausschalten, es passiert ihnen nichts.

(übersetzt aus dem Augusta Chronicle)

Foto: Derrick S. by Flickr

Neues Onlinebuch: Ergotherapie bei Demenzerkrankungen

Ergotherapie bei Demenzerkrankungen

Gudrun Schaade
5., aktualisierte u. überarb. Aufl.,
2012, ISBN 978-3-642-24782-8

Die 5. Auflage ist die Fortsetzung des praxiserprobten Förderkonzepts für die Arbeit mit an Demenz erkrankten Patienten. Das stark an der Praxis orientierte Buch zeigt, wie bekannte rehabilitative Behandlungsansätze mit anderen Methoden, die speziell auf die Möglichkeiten dieser Patienten abgestimmt sind, verbunden werden können. Konkrete Handlungsanleitungen und ein umfangreicher Fundus an Übungsvorschlägen geben Anregungen für den direkten Einstieg in die praktische Arbeit. Hinzu gekommen sind neue aktuelle Grundlagen und Praxisinformationen:


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Wie zitiere ich Internetquellen richtig?

apa

Immer öfter wird die Frage gestellt, wie man Internetquellen richtig zitiert. Insbesondere Doktoranden interessieren sich dafür, da einige Referenzen nicht mehr in Büchern oder Zeitschriften erscheinen, sondern nur noch im Internet. (Das Rechercheverhalten der Google-Generation fördert natürlich das Finden und Nutzen digitaler Texte immens.) Die beiden häufigsten Fragen liegen auf der Hand: Darf ich so etwas überhaupt zitieren? Und wenn ja, wie?

1. Darf ich Internetquellen zitieren?
Die Promotionsordnung bzw. deren Ausführungsbestimmungen der Medizinischen Fakultät Münster enthält leider nichts zu dieser Fragestellung. Dafür hat sich die Medizinische Fakultät der Uni Heidelberg intensiv dazu ausgelassen. Sie schreibt:


(klicken zum Vergößern)

2. Wenn ja, wie muß ich Internetquellen zitieren?

Chelsea Lee hat jetzt im Blog der American Psychological Association dazu Stellung bezogen. Im Beitrag How to Cite Something You Found on a Website in APA Style führt Sie folgende Grundstruktur auf:

Author, A. (date). Title of document [Format description]. Retrieved from http://URL

Die Uni Heidelberg gibt in dem Dokument Quellennachweise aus dem Internet zahlreiche weitere Beispiele an.

[Aus dem Blog der Medizinbibliothek Mannheim]

Foto: APA Blog

Neues Online-Buch: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin

Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin

Ernst Schrott, Hermann Philipp Theodor Ammon
2012, XVIII, 518 S. 355 Abb. in Farbe.
Geb., ISBN 978-3-642-13124-0

Pflanzliche Arzneimittel bilden heute noch das Rückgrat der traditionellen indischen Medizin, der Ayurveda. Hier wurden die verwendeten Pflanzen ursprünglich nach philosophischen Gesichtspunkten und nach der Erfahrung des behandelnden Arztes eingesetzt. Im Zuge der Globalisierung finden viele dieser Arzneimittel ihren Weg auch nach Europa.

Mit der zunehmenden Entwicklung synthetischer Arzneimittel und der stetigen naturwissenschaftlichen Entwicklung der Medizin erschienen die pflanzlichen Präparate in der westlichen Welt zunächst als überflüssig. Mittlerweile findet ein Umdenken statt: Die westliche Welt hat das pharmakologische Potenzial vieler Pflanzeninhaltsstoffe erkannt und sucht gezielt nach neuen Wirkstoffen. Viele Pflanzen der traditionellen Medizin erwiesen sich hier als äußerst wirksam.

Das Werk stellt die Heilpflanzen der Ayurveda nach ihrer Philosophie und den sich daraus ergebenden Anwendungsgebieten dar. Gleichzeitig werden diese Pflanzen aber auch nach westlichen Kriterien unter den Gesichtspunkten der Pharmakologie, der charakterisierten Inhaltsstoffe und der sich daraus ergebenden Anwendungsgebiete vorgestellt.


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Benutzung am Wochenende und in den Abendstunden steigt überproportional

Während im letzten Jahr die Besucherzahlen der ZB Med durchschnittlich um 5% zugelegt haben, stieg die Nutzung der Bibliothek am Wochenende sowie zwischen 22 und 24 Uhr mit 11-12% doppelt so stark an. Im Jahr 2011 haben so über 36.000 Studierende die Bibliothek am Wochenende aufgesucht und 7.000 in den späten Abendstunden. Damit zeigt sich, dass es eine beträchtliche Gruppe von Studierenden gibt, die diese Zeiten gerne zum Lernen in Anspruch nimmt – insbesondere in Prüfungsphasen, wie die Verdreifachung der Besucherzahlen kurz vor dem Staatsexamen eindrucksvoll zeigte.

Wartung: Thieme examen online am 2. Mai offline

Thieme meldet:

Bitte beachten Sie, dass wir nach Ablauf der Prüfungen einen
Systemwechsel durchführen, der die Zuverlässigkeit und Sicherheit von
examen online für Ihre Nutzer erhöht. Hierfür müssen wir am 23.04.2012
von 8 Uhr bis 12 Uhr sowie am 02.05.2012 von 8 Uhr bis 16 Uhr ein
Wartungsfenster einblenden. Die Nutzer werden innerhalb des
Wartungsfensters über die Unterbrechung informiert. Wir bitten für
diese einmalige Unterbrechung um Ihr Verständnis.