Archiv des Autors: Oliver Obst

30 Jahre, 9.226 Dissertationen … und es werden täglich mehr

Die Dissertationen der Medizinischen Fakultät der Universität sind eine wichtige Informationsquelle sowohl für die Einrichtungen als auch für die Doktoranden. Da man in unserem Buchkatalog jedoch nur nach dem Autor oder dem Titel suchen kann, hat die ZB Med in Eigenregie eine spezielle Datenbank der Münsteraner Medizindissertationen der letzten 30 Jahre aufgesetzt, die es ermöglicht auch nach dem Referenten (Doktorvater, Koreferent) und dem Institut/der Klinik zu suchen. Diese Datenbank enthält nun genau 9.226 Doktorarbeiten. Bei der Zahl der Dissertationen pro Jahr ist ein Rückgang deutlich zu erkennen: Während 1996 noch 400 Dissertationen angefertigt wurden, ist die Anzahl in den vergangenen Jahren immer unter 300 geblieben.

Wenn Sie sich darüber informieren wollen, welche Dissertationen überhaupt in den letzten Jahren an der Medizinischen Fakultät geschrieben wurden, können Sie das Suchformular benutzen. Die Dissertationen, die nicht online über MIAMI zugänglich sind (‚rot‘ hervorgehobener Autor), können (mit Angabe der Signatur) per Buchausleihformular zur Abholung in der ZB Med bestellt werden.

In unserem Wissenswiki finden Sie weitere Informationen zum Thema, u.a. wie Sie alle deutschen Dissertationen seit 1913 finden können.

Foto: krockenmitte at photocase.de

Neuerungen bei Impact Faktor: „publish ahead of print“ wird mitgezählt

In 2021 gibt es folgende Änderung beim Impact Faktor

Der IF wird ja berechnet als Bruch mit dem Zähler Zitierungen in 2020 auf Artikel in 2018+2019 und dem Nenner Artikel in 2018+2019. Ab dem IF 2020 (veröffentlicht im Juni 2021) ändert sich nun die Berechnung des Zählers. Als „Zitierungen in 2020“ werden nun auch Artikel gezählt, die zwar erst in 2021 (gedruckt) erschienen sind aber bereits in 2020 vorab online veröffentlicht wurden (early access).


Aus der Originalnachricht:

2020 JIF numerator

Starting with content indexed in 2020, we will include items in the JCR according to the earliest availability of the Version of Record. This means that the 2020 JIF numerator will include citations from:

  • Early Access items with an early access year of 2020
  • Early Access items with a final publication year of 2020 and an Early Access year of 2019 or earlier*
  • Non-Early Access items with a final publication year of 2020

* This is a transitional step for the 2021 JCR release (2020 data) only.

2020 JIF denominator

There will be no Early Access contribution to the 2020 JIF denominator; the denominator will only include citable items with a final publication date of 2018 and 2019.

Foto: mastersteve at photocase

Aktualisiert: 11 Wege an Zeitschriften-Artikel zu kommen, die in Münster nicht verfügbar sind

## jetzt mit dem Kopernio-Nachfolger EndNote Click ##

Der folgende Artikel beantwortet die Frage, wie man an Artikel von Zeitschriften kommt, die nicht vor Ort verfügbar sind.

1. Website des Verlags
Auf der Website des Verlags könnte der Artikel als „Hybrid-Open-Access“ immer noch zugänglich sein. Und auch wenn die Bibliothek das Abo gekündigt hat: manchmal vergessen Verlage schlicht und einfach, den Zugang abzuschalten.

2. Google Scholar
Eine Google– oder noch besser Google-Scholar-Suche fördert Artikel zur Oberfläche, die von Drittanbietern (oft den Autoren selber) ins Internet gestellt wurden.

3. PubMedCentral
In PubMed werden verschiedene Artikelversionen verlinkt, darunter der PubMedCentral-Version. PMC bietet 2.000 Zeitschriften nach einer Embargoperiode frei verfügbar an.

4. DOAI / oaDOI
Sie können die digitale Objektkennung (DOI) eines Artikels in den DOAI– und oaDOI-Dienst eingeben, um frei verfügbare Artikel zu lokalisieren. Dabei werden Preprint-Archive, Researchgate und institutionelle Repositorien durchsucht.

5. #icanhazpdf
Twitter-Nutzer können mit dem Hashtag #icanhazpdf und einem Link auf den Artikel anderen Nutzern Ihr Interesse für diesen Artikel anzeigen. Wenn jemand Zugriff hat, kann er Ihnen den Artikel zukommen lassen.

6. Reprint Requests / Open Access Button
Eine weitere Option ist (wenn auch manchmal etwas zeitaufwendiger), den entsprechenden Autor zu kontaktieren und ihn um eine Kopie des Artikels zu bitten. Diese Praxis wird von allen großen Verlagen gebilligt. Ein eleganter Weg, an Reprints zu kommen, ist der preisgekrönte Open Access Button.

7. Kollegen fragen, die einen Zugang haben
In der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek finden Sie Institutionen, die auf eine bestimmte Zeitschrift noch Zugriff haben. Dann kann man einen Kollegen fragen, der dort arbeitet. Diese Praxis ist rechtlich im Graubereich, nicht alle Verlage unterstützen dies.

8. Rapidoc
Über die Zweigbibliothek Medizin können Sie den Artikel via Fernleihexpressdienst Rapidoc erhalten. Die Qualität ist manchmal bescheiden, da die Verlage uns zwingen, den Artikel einzuscannen. Wenn Sie eine bessere Abbildungsqualität benötigen, geben Sie dies bitte bei der Bestellung im Kommentarfeld an!

9. Artikel oder Zeitschrift privat kaufen
Für einen schnellen (aber nicht kostenlosen!) Zugang zu einem Artikel, beißen Sie die Zähne aufeinander und zahlen für den Artikel. Einige Institutionen erstatten Ihnen diese Kosten. Zeitschriften-Artikel kosten typischerweise zwischen 25 und 35 Euro, aber es gibt auch Sparpreise, wie z.B. Lancet Choice ($49 für 5 Artikel) oder Cell Press (read-only ab $3,99). Man kann die Zeitschrift auch privat abonnieren, was meist einen Bruchteil der Bibliothekslizenzen kostet.

10. Browser-Plugins
Wenn Sie vor einer Paywall stehen: Der Browser-Plugin von EndNote Click (früher Kopernio) sucht nach lizenzierten aber auch frei verfügbaren PDFs. Gehen Sie zum Artikel und klicken Sie auf das EndNote Click-Symbol in der Browserleiste. Unterstützt werden u.a. PubMed, ScienceDirect, Web of Science und Google Scholar. Registrierung erforderlich (u.a. auch wegen der Zuordnung der richtigen Zeitschriftenlizenzen und Library Credentials: Benutzen Sie „University of Munster“). Eine Alternative ist unpaywall.

11. Eigene Artikel ins Netz stellen
Zugegebenermassen hilft Ihnen das nicht (zumindest nicht kurzfristig), aber Ihren Kollegen. Mittel- und langfristig könnte durch dieses Green Open Access die Abhängigkeit von Zeitschriftenmonopolen verringert werden. So erlaubt Cell Press z.B. die Veröffentlichung von pre-refereeing Manuskripten, Elsevier sogar die von pre-print and post-print or publisher’s version/PDF.


Modifiziert nach Björn Brembs und Guus van den Brekel.

Foto: (c) Adobe Illustrator Clipart

Support für easystudium

Die Bibliothek hat am Mittwoch, den 20. Januar, eine Support- und Schulungssitzung per Zoom durchgeführt, auf der bis zu 60 Erstsemester teilgenommen haben. Es wurden Fragen zu allen Ressourcen, die im Rahmen von easystudium bereit gestellt werden, beantwortet. Insbesondere der Zugang zu via medici und Amboss stieß auf großes Interesse und entsprechend viele Fragen. Die Folien zu der Sitzung finden Sie hier (PDF, 2MB).

Solidarität und Dankbarkeit für die Intensivpflege des UKM


Dr. Obst überreicht Essensgutscheine an Herbert Strotmann, PDL Station 10A+B

Die Mitarbeiter*innen der Zweigbibliothek verfolgen seit langem den unermüdlichen Einsatz des Intensivpflegepersonals für die in dieser Zeit besonders hart getroffenen Menschen. Schnell reifte der Gedanke in der Bibliothek, den Stationen etwas Gutes zu tun. Dr. Obst, der Leiter der Bibliothek, wollte auch ein kleines Zeichen setzen: „Wir haben höchsten Respekt vor dem Engagement und der Leistung der Pfleger*innen und sind sehr dankbar dafür. Uns ist bewusst geworden, wie wichtig doch gerade jetzt im Moment gelebte Solidarität ist.“ Durch eine Sammlung unter den Mitarbeiter*innen der Bibliothek kamen 500 Euro zusammen, die nun von Obst den Pflegedienstleitungen der vier Intensivstationen in Form von Essensgutscheinen überreicht wurde. Die Freude auf den Stationen war groß – nicht nur über die Gutscheine sondern auch über die große Wertschätzung.

Foto: © privat

Die Grundlagen der Intensivmedizin – Lektüre für Neueinsteiger

## Jetzt mit „Mein erster Dienst – Intensivmedizin“ und alle Chirurgie/Rettungsdienst-Büchern von Thieme ##

Einige Pflegekräfte und Ärzte müssen sich ja jetzt neu oder mal wieder in die Intensivmedizin einlesen, weil sie dort aushelfen sollen. Deshalb habe ich im Folgenden einige elektronische Quellen zusammengestellt, die das – garantiert ansteckungsfrei – ermöglichen.

Anästhesie und Intensivmedizin für die Fachpflege
Als professionell Pflegende finden Sie im „Larsen“ die wesentlichen Themen der Anästhesie wie der Intensivmedizin systematisch dargestellt, verständlich geschrieben und praxisnah ausgerichtet.

Atmen – Atemhilfen Dieses Buch bietet einen verständlichen und didaktisch klar strukturierten Überblick über alle Themenfelder der Beatmungstechnik und ihrer Grundlagen. Konkrete Therapievorschläge und Rechenbeispiele erleichtern die tägliche Arbeit im klinischen Alltag.
Checkliste Intensivmedizin (2017; 5., überarbeitete Auflage)

BASICS Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Die Grundlagen der Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie für Einsteiger. Umfassender Einblick – die Grundlagen der Physiologie und Pharmakologie und die wichtigsten Themen aus der Allgemeinanästhesie und Regionalanästhesie. Ausführliche Darstellung von Komplikationen und Notfällen bis hin zu aktuellen Erkenntnissen aus der Intensivmedizin und Schmerztherapie. (Anmeldung erforderlich)

Checkliste Intensivmedizin
Der graue Teil zeigt Ihnen Schritt für Schritt alle intensivmedizinisch wichtigen Arbeitstechniken, Wege der Diagnostik und des Monitorings. Der grüne Teil dient Ihnen als Nachschlagewerk für intensivmedizinische Therapien, z. B. Analogsedierung, Antibiotikatherapie, Beatmung, Nierenersatztherapie. Der blaue Teil bietet Ihnen alle notwendigen Informationen zu den intensivmedizinischen Krankheitsbildern. Der rote Teil führt Sie mit ca. 190 Wirkstoffprofilen durch die intensivmedizinische Pharmakotherapie.

Intensivbuch Lunge und Beatmung – von der Pathophysiologie zur Strategie der Intensivtherapie
3. Auflage 2016. Praxisbuch, das die klinische Pathophysiologie der gestörten Lungenfunktion direkt mit den erforderlichen Interventionen verknüpft. Der Leser lernt, die gestörte Lungenfunktion zu verstehen und daraus unmittelbar die richtigen Therapie- und Lösungsansätze abzuleiten. Der problemorientierte Zugang holt den Leser im klinischen Alltag ab: bei der Diskussion von Befunden und Monitoring, direkt am Intensivbett des kritisch kranken Patienten.

Intensivmedizin
Autor: Prof. Van Aken, 3. Auflage 2014. Aktuelles, umfassendes Standardwerk mit übersichtlicher Gliederung. Sämtliche Standardmethoden der Intensivmedizin und die speziellen intensivmedizinischen Besonderheiten bei intensivpflichtigen Erkrankungen und Verletzungen der einzelnen Organsysteme.

Kurzlehrbuch Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie
Extrem praxisnah. Nirgendwo sonst findet man den prüfungsrelevanten Stoff so gleichberechtigt und gut dargestellt.

Mein erster Dienst – Intensivmedizin
1. Auflage 2020. Präzise beantwortet dieser Leitfaden alle wichtigen Fragen zu Diagnostik und Therapie häufiger intensivmedizinischer Krankheitsbilder. Für jeden Arzt, der seine ersten Dienste auf der Intensivstation und alle weiteren souverän bewältigen möchte.

MEX Das Mündliche Examen – AINS
Mündliche Prüfung: Fakten und Tipps. Diagnostik, Methoden und Verfahren in der Anästhesiologie. Die wichtigsten Leitsymptome. Die wichtigsten Fälle der AINS. Die wichtigsten Fragen der AINS. Dosierungen. (Anmeldung erforderlich)

Zusatzweiterbildung Intensivmedizin
Autor: Prof. Van Aken, 4. Auflage 2019. Schnell und sicher entscheiden. Antwort auf alle Fragen in der Praxis. Welcher Patient wird aufgenommen, welcher entlassen? Was tun, wenn vitale Funktionen gefährdet sind? Was ist die adäquate krankheitsbezogene Therapie? Welche Probleme und Komplikationen können auftreten? Leicht verständliche Einführung in das Basiswissen. Tipps für die Diagnose spezieller Erkrankungen. Bildreich dargestellte Untersuchungsmethoden. Vorbereitung für den Ernstfall

Alle Bücher und Zeitschriften vom Thieme-Verlag Stuttgart:

Fachliteratur und Ressourcen zum Coronavirus

Bücher sind nur zugänglich im Hochschulnetz der Universität Münster.

Foto: (c) Springer

Zweigbibliothek weiter geöffnet!


Word Cloud zur Coronaschutzverordnung 2.11.2020

Nach der gerade veröffentlichten Coronaschutzverordnung des Landes NRW (PDF) dürfen Hochschulbibliotheken weiter geöffnet bleiben.

Sie finden uns von Mo-Fr 8:30-21:30 und Sa-So: 10:00-19:00 in der Domagkstraße 9, Lernarbeitsplätze müssen vorab reserviert und Monographien vorab bestellt werden.

Bitte beachten Sie, dass Sie ab Montag, 2. November 2020 während des gesamten Aufenthalts in der Zweigbibliothek Medizin, also auch an den vorab reservierten  Lern- und Arbeitsplätzen, eine Alltagsmaske tragen.

ZB Medizin: Lüften will gelernt sein


CO2-Konzentration und Temperatur in der Zweigbibliothek

Die TU Berlin wies kürzlich auf die Notwendigkeit des „richtigen“ Lüftens zur Vermeidung von Ansteckung durch Sars-2-Aerosole hin. Die Zweigbibliothek lüftet nicht nur richtig, sondern setzt seit Anfang September CO2-Messgeräte ein, um dies zu überprüfen. Durch das CO2 haben wir die Luftqualität in den risikobehafteten Lernbereichen ständig im Auge. In dem obigen Diagramm wurde die CO2-Konzentration (als Maß der Luftqualität) und die Temperatur im Wintergarten-Lesesaal der Zweigbibliothek über 12 Tage dargestellt. Die gute Nachricht: Zu keinem Moment überstieg die CO2-Konzentration (untere, orange Linie) einen Wert von 800ppm, der als Hinweis für eine Verschlechterung der Luftqualität angesehen wird. Grund dafür ist die gute Durchlüftung der Bibliothek, die zum einen auf der Stoßlüftung bei Öffnung der Eingangstüre zu den Lernslots beruht, zum anderen auf der durch die offenen Oberlichter in Verbindung mit der Klimaanlage hervorgerufenen Konvektionsströmung, die Frischluft ansaugt, durch den ganzen Raum läuft und so Aerosole kontinuierlich verdünnt. Dies gilt ebenso für die beiden Lesesäle in den Seitenflügeln der Bibliothek, die auch mit CO2-Messgeräten engmaschig überwacht werden.

Die schlechte Nachricht: Die Temperaturen (rote Linie) sinken durch die gute Lüftung zu Beginn eines Slots auf bis unter 18 Grad ab. Erst zu Ende des Slots werden wieder „kommode“ Werte von 20-21 Grad erreicht. Doch nicht nur die Temperaturen, auch die ständige Zugluft nervt. Deshalb meine Bitte an dieser Stelle: Denken Sie daran, dass es genau diese Konvektion ist, die die bösen Aerosole von Ihnen fern hält! Auch können Sie sich einen Platz in einer „ruhigen“ Ecke buchen oder nutzen Sie doch die Einzelarbeitskabinen im Lesesaal 2. Wir danken Ihnen an dieser Stelle für Ihr Verständnis und Ihre Geduld! Es dauert ja nicht ewig – spätestens im Frühjahr wird es wieder wärmer…

Bitte denken Sie daran, sich mit Schals und warmer Kleidung auszustatten.

Wenn man genau hinguckt, sieht man, dass innerhalb eines Lern-Slots (blaue Kästen) die CO2-Konzentration stetig ansteigt, um danach wieder schnell auf den Ausgangswert abzufallen. (Zur besseren Darstellung wurden zwei eng aufeinanderfolgende Slots als ein Kasten angegeben: Werktags 8:30-15:00, Wochenende 10:00-18:30.) Nur in wenigen Fällen überschritt die CO2-Konzentration die Marke von 500ppm. Am letzten Freitag hatten wir aber einen eklatanten Anstieg auf knapp über 650ppm zu verzeichnen, dessen Ursache wir nur in einer Inversionswetterlage bzw. geschlossenen Fenstern oder Ausfall der Klimaanlage vermuten können – denn alle übrigen Bedingungen (Zahl der Nutzer, Aufstellung des Messgeräts, Zeitslots etc pp waren identisch zu den Vortagen). Bei genauerer Betrachtung können Sie aber sehen, dass der Wechsel des Slots (und die damit verbundene Stoßlüftung, s.o.) zwischen 11:30 und 12:00 die CO2-Werte wieder auf Werte unter 450ppm absinken ließ.

Wir bleiben aber am Ball und messen weiter kontinuierlich die CO2-Werte und werden bei Überschreitung des Grenzwertes von 800ppm auch zu weiteren Maßnahmen wie z.B. einer Stoßlüftung mitten in einem Zeit-Slot zurückgreifen, damit Sie sicher sein können, dass die Luftqualität und damit die Aerosolbelastung in der Bibliothek zu jedem Zeitpunkt unbedenklich ist.

TU Berlin: Lüften will erlernt sein


Word Cloud der Arbeitsstättenrichtlinie ASR. Anklicken zum Vergrößern

Die Technische Universität Berlin hat auf die Bedeutung der Belüftung von Innenräumen bei der Verbreitung der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht. Der richtigen Lüftung kommt dabei vor allem jetzt, im Winter, eine entscheidende Rolle zu, wie Prof. Dr. Martin Kriegel, Leiter des Hermann-Rietschel-Instituts der TU Berlin, der bereits seit Jahren an der Ausbreitung von Aerosolen forscht, in einer Pressemeldung mitteilt:

Sobald sich ein Mensch in einem geschlossenen Raum aufhält, belastet er die Luftqualität. Neben der Tatsache, dass er oder sie konsequent Kohlendioxid (CO2), ein giftiges Gas, produziert und Sauerstoff verbraucht, atmet man – je nach Belastung – auch eine unterschiedlich große Menge an Aerosolen aus, die potenziell mit Krankheitserregern belastet sein können, die dann von anderen Personen eingeatmet werden. Seit 130 Jahren gibt es für die Einschätzung der Luftqualität die sogenannte Pettenkofer-Zahl. Sie gibt den Grenzwert für eine gute Luftqualität in Innenräumen mit 1000 ppm CO2 an. „Zahlreiche Studien zeigen, dass die meisten Menschen kein Gefühl dafür haben, wann und wie oft gelüftet werden muss, um die CO2-Konzentration unterhalb des Grenzwertes zu halten. Vom Gefühl her wird Fensterlüftung den Lüftungsanlagen häufig vorgezogen. Aber: In der Regel ist bei Fensterlüftung die Luftqualität deutlich schlechter. Wir verbinden oft die Temperatur im Raum mit der Luftqualität. Das ist aber völlig falsch“, weiß Martin Kriegel. Da lange nicht alle Arbeitsstätten, Büros oder Schulen über Lüftungsanlagen verfügen, empfiehlt der Wissenschaftler dringend, die Leitfäden zur Fensterlüftung zu beachten – zum Beispiel vom Umweltbundesamt und die Arbeitsstättenrichtlinie ASR 3.6.

Im Weiteren wird die Wichtigkeit von CO2-Messungen hervorgehoben, da CO2 ein „guter Indikator für die richtige Frischluftzufuhr ist.“ Vom prophylaktischen Einsatz von Luftreinigungsgeräten hält Kriegel allerdings nicht so viel:

Erst wenn nachgewiesen werden kann, dass es trotz guter Luftqualität zu einem gesteigerten Infektionsgeschehen über Aerosole kommt, könnten wir zusätzliche Maßnahmen wie den Einbau von Luftreinigungsgeräten oder Ähnliches ergreifen. Als nachhaltiges Konzept sollte am Anfang das Einhalten der Luftqualitätsregeln stehen, was mit Lüftungsanlagen automatisch realisiert wird und im Fall der Fensterlüftung erlernt werden muss.“

Wie berichtet setzt die Zweigbibliothek seit Anfang September CO2-Messgeräte ein, um die Luftqualität in den risikobehafteten Lernbereichen ständig zu überprüfen.

324 neue Springer-Bücher im Juni-Oktober 2020

Die Zweigbibliothek Münster / Universitäts- und Landesbibliothek erwirbt dauerhafte Nutzungsrechte für alle beim Springer-Verlag erscheinenden deutschsprachigen Bücher aus der Medizin, der Psychologie und den Life Sciences sowie temporäre Nutzungsrechte* für die englischsprachigen des Fachgebiets Medicine. Im Folgenden finden Sie die 77 deutschsprachigen und 247 englischsprachigen Neuzugänge der letzten Monate alphabetisch aufgelistet.

DEUTSCH

ENGLISCH

Foto: Springer


Alle in der Universität Münster zugänglichen Springer e-Books finden Sie hier: Medizin, Naturwissenschaften und Psychologie. Im Buchkatalog der Universitätsbibliothek, kann man gezielt nach Online-Büchern suchen. Die Bibliothek wird die Lehrbücher unter den obigen Titeln der Liste aller Online-Lehrbücher hinzufügen. Zugänglich sind diese Bücher nur im Hochschulnetz der Universität.

* Alle englischsprachigen Bücher des Springer-Verlags des Erscheinungsjahres 2020 aus dem Fachgebiet Medicine stehen Ihnen nur bis zum 31.12.2020 zur Verfügung, danach nur die am häufigsten benutzten Titel (hier die des Jahres 2019).

Öffnungszeiten und Nutzungsmöglichkeiten ab dem 14.12.2020


So eng kommen sich Studierende zur Zeit in der Bibliothek nicht.

Ausleihe und Rückgabe

Mo-Fr 8.30 – 17.00
Am Wochenende bis auf Weiteres geschlossen

Formular zur Buchausleihe

Ab dem 11.01.21 ist die Lehrbuchsammlung bis auf Weiteres geschlossen

Benutzung des Lesesaals

Die Lesesäle sind bis auf Weiteres geschlossen

Ab Montag wieder möglich: Ausleihe von Büchern aus der Lehrbuchsammlung ohne Vorbestellung

Ab Montag, den 28. September 2020 wird die Ausleihe von Büchern aus der Lehrbuchsammlung ohne Vorbestellung wieder möglich sein. Sie können sich die Bücher also wieder selber aus den Regalen holen. (Wenn Sie doch Bücher vorbestellen wollen, nutzen Sie bitte dieses Formular.)

Bitte beachten Sie:

  • Die Lehrbuchsammlung darf nur von maximal 5 Personen gleichzeitig aufgesucht werden.
  • Mundnasenschutz, Abstand und Handdesinfektion sind verpflichtend.
  • Es können keine Bücher aus dem Monographienbestand und der Gesundheitssammlung ausgeliehen werden. Diese bitte bestellen (s.u.)
  • Die Lehrbuchsammlung ist während unserer gesamten Öffnungszeit zugänglich (bis eine Viertelstunde vor Schließung).
  • Die Ausleihe aller unserer Bücher ist weiterhin per Bestellung möglich. Die Bücher werden für Sie heraus gesucht, bereit gelegt und können unkompliziert abgeholt werden – das geht ganz fix.
  • Die Rückgabe von Büchern ist während der Öffnungszeiten ebenfalls möglich.

Foto: (c) Luxuz at photocase.de