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Buchkritik: Am Fuß des Regenbogens

Glaeser - Wie aus der Zahl ein Zebra wird Seite 42

Der Mathematiker (mit Spezialgebiet Computergeometrie) Georg Glaeser, Jahrgang 1955, hat nach Büchern wie Praxis der digitalen Makro- und Naturfotografie (2008), Bilder der Mathematik (2.Aufl. 2010) und Der mathematische Werkzeugkasten (3te Aufl. 2008) ein neues Buch veröffentlicht, Titel: Wie aus der Zahl ein Zebra wird. Untertitel des Buches: Ein mathematisches Fotoshooting.

Das Vorwort deutet an, wohin die Reise geht: „Die Natur war klarerweise vor der Mathematik da. Anderseits spielen sich in der Natur ununterbrochen Prozesse ab, die wir heute als „mathematisch” bezeichnen.“ In 14 Kapiteln geht es vom Schildkröten-Paradoxon und iterativer Formfindung über geodätische Geschenke und den Billiard- als auch den Doppler-Effekt zu fraktalen Pyramiden und Lissajous-Figuren. Nun, alles dies und noch viel, viel mehr wird natürlich hinreichend erklärt. Doch das Buch kommt mit wenigen Worten aus, die dann adäquat durch wirlich faszinierende fotografische Aufnahmen und Computergrafiken illustriert werden. So gewinnt man An- und neue Einsichten. Fragen wie Sehen Fische so wie wir durch ein Fischaugenobjektiv? oder Ab welcher Höhe und wie stark sieht man die Erdkrümmung? werden beantwortet, wobei im gesamten Buch die Themen auf Doppelseiten dargestellt werden, es sich um kleine Wissenseinheiten handelt, die problemlos intellektuell zu akquirieren sind. Die vielen grandiosen Bilder verleiten immer wieder zum blättern, wie völlig zutreffend im Vorwort zu lesen: „Heute kann man Dinge visualisieren, die früher als unerreichbar galten.“


Das Buch gehört zu den 1000+ deutschsprachigen Springer-Büchern, die die ZB Med und die ULB bereitstellen. Alle 1000+ medizinischen Springer e-Books von 2005 bis 2011 finden Sie unter dieser Adresse. Im OPAC, dem Buchkatalog der Universitätsbibliothek, kann man gezielt nach Online-Büchern suchen. Die Bibliothek hat die Lehrbücher unter den obigen Titeln der Liste aller Online-Lehrbücher hinzugefügt. Zugänglich sind diese Bücher nur im Hochschulnetz der Universität.

Foto: Aus dem besprochenen Buch (S.42) © Springer-Verlag