© Anja Grecko Lorenz

Cities & Climate: neue Kooperationsthemen zwischen WWU und USP

"Cities & Climate" lautete das Thema des interdisziplinären Workshops, den das Brasilien-Zentrum der Universität Münster gemeinsam mit dem "Institute for Advanced Studies" (IEA) der Universität von São Paulo (USP) am 26. und 27. März 2018 an der USP veranstaltete.

Der Workshop schließt an die vielfältigen Kooperationsaktivitäten an, die im Rahmen des Projektes "wwu.usp" auf die Etablierung einer strategischen Partnerschaft zwischen der WWU und der USP abzielen und seit 2015 bis Ende 2018 vom DAAD gefördert werden. Ziel der Veranstaltung in São Paulo war die Entwicklung von Ideen für eine Erweiterung des Kooperationsprojektes auf das neue Themenfeld „Cities & Climate“, das sich in der ersten Förderphase als ein neues besonders vielversprechendes Arbeitsfeld zeigte. Kurz vor dem Workshop genehmigte der DAAD die Verlängerung des Projektes zu dem neuen Oberthema um zwei weitere Jahre, so dass die Teilnehmer/innen bei dem Workshop bereits konkrete Aktivitäten für 2019 planen konnten.

Insgesamt sechzehn Forscher/innen der USP und der WWU nahmen an der Veranstaltung teil. Von Seiten der WWU waren Prof. Dr. Sabine Schlacke (Rechtswissenschaften), Prof. Dr.-Ing. Bernd Hellingrath (Wirtschaftsinformatik) und Matthias Pfeil (Geoinformatik) vor Ort beteiligt, Prof. Dr. Ursula Frohne (Kunstgeschichte) und Prof. Dr. Monika Stoll (Medizin) waren per Videokonferenz zugeschaltet. Die Forscherinnen und Forscher aus der USP vertraten neben den genannten Disziplinen auch weitere verwandte Fächer wie Stadtplanung, Biowissenschaften und Klimatologie.

Am ersten Workshoptag stellten die Teilnehmer/innen aller Fachrichtungen ihre Forschungsaktivitäten im Plenum vor. Am zweiten Tag tauschten sie sich mit Fachkollegen über gemeinsame Forschungsinteressen aus und besprachen konkrete Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Städte & Klima. Anschließend wurden auch über Fachgrenzen hinweg Anknüpfungspunkte besprochen und gemeinsame, inter- und transdisziplinäre Projektansätze im Plenum diskutiert.

Governance, soziale Gerechtigkeit, Bildung und Digitalisierung zeigten sich in der Diskussion als übergreifende Leitthemen. Um Städte auf den Klimawandel vorzubereiten bedarf es nach Ansicht der Teilnehmer/innen nicht nur Ansätze der Transformation und der Resilienz, sondern vor allem auch personenzentrierte Ansätze, welche auch Menschenrechte (right to justice), Zugangsfragen (access to justice), soziale Interessen und die Bildung in den Blick nehmen und die Bevölkerung von Städten in neuer Form einbinden, z.B. durch Mobilisierung, partizipative Prozesse oder bei der Erhebung von Daten (etwa durch „crowd sensing“ oder „collaborative mapping“).