Europa-Kolleg

Die Ukraine und die Herausforderung Europa

Diskursgeschichtliche und kultursemiotische Studien zu Europa-Konstrukten einer Randregion
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Intellektuelle zwischen Prag und Tallin haben die politische Erneuerung ihrer Länder bereits lange vor 1989 als „Heimkehr nach Europa“ erörtert. In der Ukraine hielt diese Losung mit der „Revolution in Orange“ Einzug. Den EU-Beitritt der Nachbarn in Ostmitteleuropa vor Augen, erlebten die Ukrainer zugleich die Umtriebe der ‚russischen Partei’ im Lande und die neuerwachten Imperial-Ambitionen der Putin-Ära. Die Europa-Hoffnungen der Ukrainer im Winter 2004/05 wurden durch die Entwicklung seitdem vielfach Lügen gestraft. Allerdings kann die Frage, ob die Europa-Projektionen langfristig fruchten können, nicht durch bloße Gegenwartsanalysen entschieden werden: Was der Europa-Bezug in der Ukraine bewirken kann, wurde in geschichtlichen Zyklen immer wieder zur Frage. Deren Verlauf seit 1850, von 1917-1934 und seit der Wende 1991 sind Gegenstand des slavistischen Projekts im Rahmen des literaturwissenschaftlichen Europa-Kollegs der WWU Münster gewesen.

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