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Berufsorientierung

Der Arbeitsmarkt für Absolventinnen und Absolventen der Chinastudien und Sinologie kann bisweilen unübersichtlich erscheinen. Ein fest abgegrenztes Berufsfeld gibt es schlichtweg nicht, was auch als Chance zu begreifen ist. Hier befinden sich Überblicke zu den verschiedenen Berufsfeldern mit Chinabezug sowie zu den Praktikumsmöglichkeiten in Deutschland und Asien. Aktuelle Informationen zu Bewerbungen, Stipendien, Arbeitsmarktrecherche etc. geben die regelmäßigen Veranstaltungen im Institut. Interessante Erfahrungsberichte werden u. a. im Newsletter veröffentlicht.

 

  • Ziele des Zwei-Fach-Bachelor-Studiengangs Chinastudien

    Der Teilstudiengang Chinastudien vermittelt den Studierenden nicht nur ausgeprägte Sprachkenntnisse in modernem und klassischem Chinesisch, sondern auch fachliche und überfachliche Kompetenzen, die einen direkten Berufseinstieg ebenso möglich machen wie den Anschluss des Masterstudiums im Fach Sinologie. Das Institut möchte bei den Studierenden somit eine möglichst umfassende Bildungsbasis schaffen und sie zusätzlich unterstützen, sich durch das Studium ein individuelles berufliches Profil zu erarbeiten. Vorkenntnisse sprachlicher oder sonstiger Art werden nicht vorausgesetzt.

  • Individuelle Profilierungsmöglichkeiten und Perspektiven

     

    Heutzutage ist es notwendig, nicht nur die im Studium erworbenen Kompetenzen in die Berufsorientierung mit einzubeziehen, sondern auch weitere individuelle Möglichkeiten der Profilierung zu nutzen. Nur so lässt sich ein passendes Berufsbild konzipieren, in dem sich Person und Profession sinnvoll miteinander verbinden.

    Bereits während des Bachelorstudiums bieten sich den Studierenden zahlreiche Möglichkeiten, das eigene Profil zu schärfen. Durch die Fächerkombination im Zwei-Fach-Bachelor und wechselnde Kursangebote lassen sich bereits früh im Studium Schwerpunkte setzen. Darüber hinaus genießen die Studierenden große Freiheiten bei der Wahl der Thematiken und Fragestellungen, mit denen sie sich in Referaten, Haus- und Abschlussarbeiten befassen. Zudem eröffnet die erwünschte Interdisziplinarität wertvolle Perspektiven auf die künftige Berufswahl. Auch die Angebote der Allgemeinen Studien vergrößern den Facettenreichtum der möglichen Themenfelder und Arbeitsbereiche. Nicht zuletzt finden die Studierenden beim Career Service der WWU individuelle Beratungs- sowie Kursangebote zur Berufsorientierung und Profilbildung.

    Zwar ist die Absolvierung von Auslandsaufenthalten und (Auslands-)Praktika im Bachelor nicht verpflichtend, doch wird den Studierenden geraten, diese Wege der fachlichen und beruflichen Weiterqualifizierung unbedingt zu nutzen – gerne helfen die Mitarbeiter*innen des Instituts auch bei der Bewerbung auf Stipendien. Auslandsaufenthalte und Praktika bieten zudem die Chance, Zukunftspläne zu visualisieren bzw. zu konkretisieren. Möglichkeiten der Anrechnung sind curricular verankert und können beim Studienfachberater erfragt werden.

    Weitere Informationen zum Institut international

    Überdies schärft auch außeruniversitäres – beispielsweise ehrenamtliches oder politisches – Engagement das eigene Profil und wird vom Institut für Sinologie und Ostasienkunde ausdrücklich unterstützt.

    Nach dem Bachelorstudium haben Absolvent*innen die Wahl, direkt in die Berufswelt einzusteigen oder sich durch diverse Arten der Weiterbildung neue Perspektiven zu eröffnen. So bietet sich den Absolvent*innen des ZFB Chinastudien beispielsweise die Möglichkeit, sich durch den forschungsorientierten Masterstudiengang Sinologie für eine wissenschaftliche Laufbahn ebenso wie für den beruflichen Einstieg in gehobene Positionen diverser Berufsfelder zu qualifizieren.

    Absolvent*innen des ZFB Chinastudien eröffnet sich eine Vielzahl an Möglichkeiten der Weiterqualifizierung sowie ein breit gefächertes Berufsspektrum. Bisherige Absolvent*innen dieses Studiengangs sind – nach entsprechender Weiterqualifizierung – unter anderem in den Bereichen Forschung, Kultur, Ausstellungskonzeption, Diplomatie, Wirtschaft, Verlagswesen, Sprachvermittlung, Touristik, Logistik, Medien sowie in öffentlichen Ämtern und Behörden beschäftigt.

  • Kompetenzen

    Fachliche Kompetenzen

    Sprachliche Kompetenz

    Im ZFB Chinastudien erwerben die Studierenden umfassende Kenntnisse der modernen chinesischen Sprache. Sie eignen sich die Fähigkeit an, grundlegende Alltagskonversation und einfache Fachgespräche zu führen sowie sprachlich korrekte Texte zu produzieren. Nach vier Semestern wissen sie dafür bereits ein etwa 2.500 Wörter und Redewendungen umfassendes Vokabular einzusetzen. In den Veranstaltungen des fünften und sechsten Semesters stärken die Studierenden zudem ihr Vermögen, sich in modernem und vormodernem Chinesisch verfasste Texte durch "Close-Reading" zu erschließen. Interessierte Studierende können ihre Sprachkenntnisse zusätzlich durch Aufenthalte an Partnerinstituten im chinesischsprachigen Ausland weiter verfeinern oder im Fachsprachkurs "Geschäftschinesisch" die korrekte Verwendung wirtschaftsspezifischer Fachtermini erlernen.

    Die erworbenen Sprachkenntnisse ermöglichen den Studierenden sowohl im chinesischsprachigen Ausland als auch im Inland eine breitgefächerte Berufswahl. Die Absolvent*innen haben gelernt, ihre Sprachkenntnisse im beruflichen Kontext flexibel und reflektiert einzusetzen. Nicht zuletzt beweisen Studierende durch das Erlernen der chinesischen Sprache auch ihre Fähigkeiten zur systematischen und größtenteils autodidaktischen Bildungsaneignung.

    Methodische Kompetenz

    Das Studium am Institut für Sinologie und Ostasienkunde zeichnet sich durch eine große Methoden- und Themenvielfalt aus. Die Studierenden erlernen fachspezifische Methoden und Recherchetechniken, welche sie z.B. auf den Gebieten der Geschichte, Literatur, Politik, Religion und Kunst anwenden können. Dabei werden sie besonders dazu angeregt, auch die von ihnen in Zweitfächern erworbenen Methoden reflektiert auf Themenbereiche der Sinologie anzuwenden und ggf. anzupassen. Die hierbei erlangten adaptiven Kompetenzen ermöglichen es ihnen, sich am fachübergreifenden Dialog kompetent und informiert zu beteiligen.

    Des Weiteren erlernen die Studierenden den Umgang mit sinologischen und überfachlichen digitalen Tools wie Datenbanken, Katalogen und Portalen – ein in Zeiten von Digital Humanities wichtiger Bestandteil philologischer Arbeit.

    Die methodischen Kompetenzen befähigen Absolvent*innen dazu, analytisch und kritisch zu denken und zu handeln; d.h. Probleme im Arbeitsalltag multiperspektivisch zu betrachten und passgenaue Lösungen zu erarbeiten. Recherchegestützte Stellungnahmen vorzubereiten und besonnene Entscheidungen zu fällen ist eine wertvolle Kompetenz, ob in einem Unternehmen, einer Behörde oder einer Nichtregierungsorganisation. Auch für Tätigkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit und in Medienunternehmen sind diese Kompetenzen essentiell.

    Überfachliche Kompetenzen

    Interkulturelle Kompetenz

    Die Studierenden erlangen im Laufe des Studiums ein umfangreiches historisches und landeskundliches Verständnis vom chinesischen Kulturraum. Dieses Verständnis ist entscheidend, um den kontinuierlichen Wandel Chinas in Zeiten der Globalisierung wahrnehmen und gegenwärtige regionale Entwicklungen vor dem zeitlichen Hintergrund nachvollziehen zu können. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem Perspektivwechsel: Die Studierenden machen sich den eigenen kulturellen Hintergrund bewusst und lernen so, kulturspezifische Denkweisen zu verstehen und sich abgewogene Urteile zu bilden.

    Um ihre interkulturellen ebenso wie ihre sprachlichen Kompetenzen weiter zu vertiefen und zu festigen, suchen sich Studierende im Regelfall aus dem chinesischsprachigen Ausland stammende Tandempartner*innen oder verbringen selbst eine längere Zeit in Asien. Andere Aspekte der materiellen und immateriellen Kultur Chinas begegnen den Studierenden beispielsweise auf Exkursionen oder im regelmäßig angebotenen und für die Allgemeinen Studien anrechenbaren Kalligraphie-Kurs.

    Interkulturalität ist ein zunehmend essenzieller Bestandteil jeder Gesellschaft, ihrer Kultur und Wirtschaft. Studierende am Institut für Sinologie und Ostasienkunde sensibilisieren sich insbesondere für die im chinesischen Sprachraum vorherrschende kulturelle Vielfalt. Als sprachlich versierte Vermittler zwischen Gesellschaften und Kulturen sind Absolvent*innen in der Lage, auch über nationale Grenzen hinaus Dialoge anzuregen und Netzwerke zu schaffen.

    Kommunikative und prozessuale Kompetenz im wissenschaftlichen Kontext

    Die Studierenden lernen u.a. bei der Erstellung von Referaten, Fragestellungen gemeinsam oder alleine zu bearbeiten und ihre Ergebnisse zielgruppengerecht und souverän zu präsentieren. In Diskussionen vermögen sie, Kritik konstruktiv zu äußern, und entwickeln auch selbst Offenheit und Toleranz gegenüber Verbesserungsvorschlägen sowie Denkanstößen.

    Den Forschungsprozess erproben Studierende mehrfach bei der Erstellung von Seminararbeiten. Sie erfahren, wie stark Forschung von Kommunikation und gegenseitiger Beratung profitiert, und lernen, Arbeitsschritte strukturiert zu skizzieren und auszuführen. Nicht zuletzt stärken sie so ihr Zeitmanagement.

    Nicht nur die Kritikfähigkeit, Teamfähigkeit und Kontaktfreudigkeit nützen den Absolvent*innen im Arbeitsleben, wo über fachliche und kulturelle Grenzen hinaus zusammengearbeitet wird. Hohe Eigenständigkeit und Organisationsvermögen sind ebenfalls Eigenschaften, die in allen Branchen und Organisationen gerade von Universitätsabsolvent*innen verlangt werden.

Zentrale Angebote der WWU