Pressestimmen

CenterTV berichtet über das Projekt:

https://www.uni-muenster.de/videoportal/video/mord.html

Beitrag bei Radio Q

Viele Schreiber verfeinern den Krimi

Di, 17.10.2013

Münster - Nein, das ist nicht schön – zumindest nicht für Dr. Große-Everkamp. Der gerät nämlich im Zeitungsmagazin seiner Bibliothek zwischen zwei mächtige Regalwände und wird elend zu Tode gequetscht. Dass sich der raffinierte Regalmechanismus von allein in Bewegung setzte, glaubt niemand. Auch keiner der vielen Zuhörer, die der Premierenlesung aus dem neuen Münster-Krimi „Lass ruhn den Stein“ beiwohnten. Ein Mord war geschehen, mitten in Münster, im Herzen der Uni.
Von Michael Schardt

Ausgedacht hat sich das Szenario nicht ein Profischriftsteller, sondern ein ganzes Kollektiv von annähernd vierzig Jungautoren – Germanistikstudenten und Schüler einer elften Jahrgangsstufe. Vor gut einem Jahr wurde am Schreib- und Lesezentrum der Uni ein Literaturprojekt mit Vorbildcharakter initiiert. Man wollte einen Krimi schreiben und alles, was mit der Realisierung zu tun hatte, selber machen. Von der Idee bis zum fertigen Buch und seiner Vermarktung sollte alles in der Hand der Teilnehmer liegen. Mit aufgenommen in das zunächst rein studentische Projekt wurde der Literaturkurs des Stein-Gymnasiums mit Lehrerin Sarah Wassermann. Für die Uni übernahmen Dr. Michael Paaß und Dr. Ilonka Zimmer die Leitung, während Krimiautorin Sandra Lüpkes als Ratgeberin fungierte.

Man kann sich bei der großen Zahl von Autoren vorstellen, wie viele Recherchen, Besprechungen, Verwerfungen und Überarbeitungen notwendig waren, um am Ende einen lesbaren, unter dem Pseudonym Kim Schreyber veröffentlichten Roman vorzulegen. Projektleiterin Prof. Marion Bönnighausen sprach in ihrer Einführung zwar nur von „einzelnen Klippchen“, die zuweilen hätten umschifft werden müssen, aber es dürften auch größere gewesen sein. „Wir haben alles alleine gemacht und Gruppen gebildet, je nach Zuständigkeit“, berichtete Miriam Butt (18), die zum Lektorenteam gehörte. Und: „Studenten und Schüler waren vollkommen gleichberechtigt.“

Nun also der spannende Moment: Nach zwölfmonatiger Arbeit konnte der neue Münster-Krimi, erschienen im Aschendorff-Verlag, vorgestellt werden. Die Thalia-Buchhandlung war Gastgeberin und hatte alle Mühe, den Ansturm des Publikums zu bewältigen.

Häppchenweise lasen immer drei Jungautoren aus dem Krimi vor, ohne zu viel zu verraten. Im Zentrum steht ein „unfreiwilliges Ermittlerduo“, bestehend aus dem verbummelten Student Conny und der strebsamen Schülerin Frida, die dessen Leben einigermaßen aufmischt.

Zwischendrin lockerte die Formation Lucid die „kriminelle Lesespannung“ mit rockigen Klängen auf. Nachdem eine Dia-Show an die Arbeit am Buch erinnert hatte, nahmen die Jungautoren endlich ihre druckfrischen Belegstücke in Empfang. Danach setzte der Run auf die Verkaufsexemplare ein.

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40 Autoren schreiben einen Krimi
Di, 21.05.2013

Normalerweise haben Geschichten einen Autor. Manchmal auch zwei, ganz selten vielleicht drei. Dass wie derzeit am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium gleich 40 Leute hinter einem einzigen Pseudonym stecken, dürfte eher die Ausnahme sein.
Von Bernd Schäfer

Entstanden ist das Krimi-Projekt durch die Kooperation des Gymnasiums mit dem Schreib-Lese-Zentrum des Germanistischen Instituts der Uni Münster. Und so verbergen sich hinter dem Autorennamen Kim Schreyber nun 21 Schüler des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 11 und 17 Studenten der Germanistik.

"Wir sind aber alle auf die gleiche Weise in den Prozess eingebunden", betont Bastian Bloch, dass es keinesfalls so aussehe, dass die Studenten den Schülern zeigen, wo es lang geht. Seit sieben Monaten wird nun Seite um Seite gefüllt, damit das Buch spätestens im Herbst erscheinen kann.

Schluffiger Student

Im Vorfeld hatten sich Schüler und Studenten in vier Gruppen aufgeteilt: Plot, Autoren, Lektorat und Marketing. In der Plot-Gruppe wird die Handlung skizziert, die sich an dem Gedicht „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff orientiert. "Klar war von Anfang an, dass die Protagonisten eine Schülerin und ein Student sein sollten", erklärt Sebastian Krüger aus der Plot-"Abteilung". "Die Schülerin ist strebsam, der Student eher schluffig – so wie man sich so einen münsterischen Studenten halt vorstellt."

Ebenso schnell waren sich alle einig, dass der Fall in Münster spielen und viel Lokalkolorit einfließen sollte. "Es wird nicht wahnsinnig blutig – aber es gibt einen Mord und es gibt Entführungen", verrät Sebastian Krüger.

Die Kapitel-Skizzen werden von den Autoren in ganze Sätze und eine lebendige Sprache gefasst.
Falls dabei einmal Fragen auftauchten, konnte auf kompetente Unterstützung zurückgegriffen werden: Die Schriftstellerin Sandra Lüpkes stellt ihre Erfahrung zur Verfügung.

"Der Plot ist fertig und die Autoren sind auch schon recht weit, es fehlen nur noch ein paar Kapitel", freut sich Bastian Bloch, bald loslegen zu können. "Dann müssen nur noch die Lektoren ran."

"Irgendwas mit Stein"

Er gehört nämlich zur Marketing-Gruppe, die den Krimi unters Leservolk bringen soll. Ein Verlag ist schon gefunden, eine eigene Internetseite in Arbeit – bis auf die letzten paar der rund 30 Kapitel fehlt nur noch der Titel des Erstlingswerks von "Kim Schreyber". "Irgendwas mit Stein" stehe ganz oben auf der Wunschliste – etwa "Steinschlag" oder "Der Steinheilige".


Mordfall mit „Steinschlag“?
Do., 07.03.2013

Schüler und Studenten schreiben Krimi mit Sandra Lüpkes

Münster-Gievenbeck - Der erste Tote steht schon lange fest, die Handlung nimmt immer weiter Gestalt an, aber über den Titel besteht noch keine Einigkeit. 21 Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums schreiben zurzeit mit Germanistik-Studenten und Unterstützung der Autorin Sandra Lüpkes gemeinsam einen Krimi. Im Oktober startete das Projekt unter dem Titel „Mord im Steinhaus!?“. In diesem Sommer soll das Buch fertig sein. Im Herbst wird der Krimi im Aschendorff-Verlag erscheinen.
Von Marion Fenner

„Sandra Lüpkes begleitet das Projekt mit großem Engagement“, heißt es in einem Zwischenbericht der Schule. „Alle bei der Entstehung dieses Krimis anfallenden Aufgaben werden dabei von den Schülern und Studierenden in enger Zusammenarbeit angegangen.“ Die Gruppe habe sich dabei den verschiedenen Aufgaben entsprechend in Schreiber, Lektorat und Marketing aufgeteilt.

Das Kooperationsprojekt ermögliche den Studierenden und den Schülern der elften Jahrgangsstufe neue Erfahrungen im eigenen und gemeinsamen Schreibprozess und darüber hinaus auch Einblicke in die Arbeitsbereiche des Lektorats und Marketings. Ihre Arbeitsschritte koordinieren die Projektbeteiligten online über eine Inter netplattform und bei regelmäßig stattfindenden Gruppentreffen und Blockterminen.

Das Projekt zeichne sich zum jetzigen Zeitpunkt durch die wachsende Begeisterung aller Beteiligten aus. Alle bringen eine große Bereitschaft viel Zeit und Herzblut für das Projekt auf. Die Vielzahl kreativer Ideen haben den Projektverlauf stark vorangebracht.

In Sachen Krimi-Titel gibt es zurzeit vier Vorschläge, die dem Aschendorff-Verlag vorgelegt werden sollen: „Steinschlag“, „Der Steinheilige“, „Kopf.Stein.Pflaster“ oder „Jenseits der Kopfsteinpflaster“. Die Autorengruppe selbst favorisiert den Namen „Steinschlag“. Zur authentischeren Darstellung der einzelnen Charaktere sind fiktive Facebook-Profile erstellt worden. Außerdem sind in jüngster Vergangenheit noch einige Nebendarsteller hinzugekommen.


Das erste Opfer steht fest
Di., 20.11.2012

Stein-Gymnasiasten und Studenten schreiben mit Unterstützung der Autorin Sandra Lüpkes einen Krimi

Münster-Gievenbeck - Wilsberg und Co. bekommen Konkurrenz. Ein neuer Münster-Krimi soll im kommenden Jahr erscheinen. Und das wird eine ganz besondere Kriminalgeschichte sein. Das Schreib-Lese-Zentrum des Germanistischen Instituts der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) startete in Kooperation mit dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ein Krimi-Projekt.
Von Kerstin Sander

Gemeinsam werden 21 Schüler des Literaturkurses des Gymnasiums und elf Studierende der WWU einen eigenen Münster-Krimi schreiben, der bereits im Herbst 2013 im Aschendorff-Verlag veröffentlicht werden soll. Die Nachwuchsautoren erhalten Unterstützung von einem Profi auf dem Gebiet: Die Autorin Sandra Lüpkes steht den Schülern und Studierenden zur Seite und gibt Hilfestellung. „Ich bin ganz begeistert von den bisherigen Ergebnissen. Wir sind schon in der glücklichen Lage, unser erstes Opfer zu beschreiben“, schwärmte die Krimiautorin von ihrem motivierten Schülern. In einem zweitägigen Workshop sollten die ersten Ideen für die Geschichte gesammelt werden. Je nach Interessen können sich die Beteiligten für ganz unterschiedliche Bereiche, wie Schreiben oder auch die spätere Vermarktung entscheiden. Insgesamt gibt es sieben Gruppen, die nach den jeweiligen Aufgabenschwerpunkten eingeteilt sind. „Die Schreibgruppen sind untergliedert nach Perspektiven aus denen die einzelnen Szenen im späteren Buch beschrieben werden“, erklärte Dr. Michael Paaß vom Germanistischen Institut. Gemeinsam mit Dr. Ilonka Zimmer leitet er das Krimi-Seminar an der WWU, das alle zwei Wochen stattfindet. Der Literaturkursus unter der Leitung der Lehrerin Sarah Wassermann trifft sich jeweils wöchentlich. In beiden Kursen wird die Geschichte weiterentwickelt. Über eine Online-Plattform tauschen sich die Teilnehmer untereinander über ihre Fortschritte aus. Während des Workshops stand auch die Titelauswahl auf dem Programm. Fleißig wurden Ideen für den Krimi gesammelt. Am Ende des Prozesses stehen nun vier mögliche Titel zur Auswahl: „Lass ruhen den Stein“, „Kopfsteinpflaster“, „Blutstein“ oder „Die Steinigung“. Diese Titel werden nun erst einmal daraufhin überprüft, ob unter ihnen schon Bücher veröffentlicht wurden.