Über das Projekt

„Lesen(d) lernen“ ist ein von Prof. Dr. Marion Bönnighausen entwickeltes Trainingsprogramm zur Förderung des Textverständnisses. Im Mittelpunkt stehen die Vermittlung und das Einüben und Anwenden von Lesestrategien, darüber hinaus wird die Leseflüssigkeit gefördert.

Das Programm wird seit 2006 in Haupt- und Gesamtschulen in Oberhausen erprobt, fortlaufend evaluiert und weiterentwickelt. Lehramtsstudierende der Universität Duisburg-Essen führen die wöchentlichen Lesetrainingskurse in den Schulen durch. Die Organisation des Projekts, die Qualifizierung der Studierenden in Form von vorbereitenden Wochenendseminaren und regelmäßigen Fortbildungen sowie die projektbegleitende Unterstützung durch Unterrichtshospitationen und Supervisionssitzungen unterliegt dem Schreib-Lese-Zentrum Münster. Finanziert wird das Oberhausener Projekt von der Stiftung „Kinder- und Jugendförderung“ der Stiftungsinitiative Stadtsparkasse Oberhausen.

Pro Schuljahr nehmen im Durchschnitt 100 Schülerinnen und Schüler am Lesetraining teil, so dass bisher etwa 900 Oberhausener Schulkinder das Programm durchlaufen haben. Die Ergebnisse der Evaluation belegen, dass sich die Leseflüssigkeit und das Textverständnis der geförderten Gruppen im Vergleich zu den Kontrollgruppen signifikant verbessert haben und sich gleichzeitig das Lesestrategiewissen erhöht hat. Die Wirksamkeit des Trainingsprogramms und der entwickelten Unterrichtsmaterialien ist somit bestätigt.
Mit dem Band „Lesen(d) lernen! Texte besser verstehen. Ein Trainingsprogramm“ von Marion Bönnighausen und Katja Winter erschien im Jahr 2012 eine Zusammenstellung erprobter Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblätter für die Klassenstufen 4-6, die sowohl im Förderunterricht als auch im regulären Deutschunterricht eingesetzt werden können und Materialien zum Textverständnis in den Fächern Mathematik und Biologie einbezieht. 

Seit 2010 wird das „Lesen(d) lernen“-Programm auch an Grundschulen in Münster und Warendorf, seit September 2013 in einem Coesfelder Gymnasium und seit dem Schuljahr 2014/2015, finanziert vom Rotary Club Telgte, an den Grundschulen in Telgte erfolgreich durchgeführt. Nähere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie hier:

  • Oberhausen

    Seit 2006 wird das Projekt „Lesen(d) lernen“, geleitet von Prof. Dr. Marion Bönnighausen und finanziert von der Stiftungsinitiative der Stadtsparkasse Oberhausen an Oberhausener Haupt- und Gesamtschulen durchgeführt.

    Projektziel: Durch ein gezieltes Lesetraining, das die Förderung der Leseflüssigkeit und die Vermittlung und das Training von Lesestrategien umfasst, soll nicht nur die basale Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler verbessert, sondern vor allem eine strategische Herangehensweise an Texte eingeübt werden. Sie lernen, ihre Lesetätigkeit zu überwachen, die Anforderungen des jeweiligen Textes richtig zu beurteilen, bewusst geeignete Lesestrategien aus ihrem Repertoire auszuwählen und diese zielführend einzusetzen. Darüber hinaus entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein positives lesebezogenes Selbstkonzept und realistische Selbstwirksamkeitserwartungen, haben also Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und sind überzeugt davon, alle erforderlichen Handlungen ausführen zu können, um Texte zu verstehen.

    Zielgruppe: Gefördert werden leseschwache Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufen der Oberhausener Haupt- und Gesamtschulen, die von den jeweiligen Klassenlehrerinnen und -lehrer für die einjährige Teilnahme am Projekt ausgewählt.  Zum Abschluss des Programms erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Zertifizierung, die im Zeugnis vermerkt wird.

    Durchführung: Das Lesetraining, das mit zwei wöchentlichen Unterrichtsstunden fest im Stundenplan der Schülerinnen und Schüler verankert ist, wird von Lehramtsstudierenden der Universität Duisburg-Essen durchgeführt. Dabei arbeiten sie in Tandems, das heißt sie leiten zu zweit  jeweils einen Kurs von zehn Schülerinnen und Schülern über ein Schuljahr. Vor Beginn der Kurse werden die Studierenden in Wochenendseminaren qualifiziert. Während des Projekts werden sie hospitiert und durch regelmäßige Supervisionssitzungen und Fortbildungen unterstützt und begleitet. Die Leitung der Lesetrainingskurse wird den Studierenden als Praktikum anerkannt.

    Evaluation: Um die individuellen Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler zu erfassen und das Programm kontinuierlich zu regulieren und weiterzuentwickeln, wird das Projekt fortlaufend quantitativ und qualitativ evaluiert.

    Leitung und Organisation:
    Prof. Dr. Marion Bönnighausen (Leiterin des Schreib-Lese-Zentrums, WWU Münster)
    Heidi Bruks
    Katja Winter (Wiss. Mitarbeiterin, WWU Münster)

    Beteiligte Schulen:
    Gesamtschule Weierheide (seit 2010)
    Gesamtschule Osterfeld (seit 2012)
    Albert-Schweitzer-Hauptschule (2006-2012)
    Hauptschule Eisenheim (2006-2012)
    Hauptschule St. Michael (2006-2011)
    Hauptschule Alstaden (2006-2011)
    Hauptschule Lirich (2006-2010)
    Hauptschule Alsfeld (2006-2008)
    Hauptschule Bermensfeld (2006-2008)

    Kooperationen:
    Stiftungsinitiative „Kinder- und Jugendförderung“ der Sparkasse Oberhausen
    Universität Duisburg-Essen
    Stadtbibliothek Oberhausen
    Schulamt der Stadt Oberhausen

  • Münster / Warendorf

    Seit dem Jahr 2010 wird das Projekt „Lesen(d) lernen“, geleitet vom Schreib-Lese-Zentrum Münster an Grundschulen und weiterführenden Schulen in Münster und Warendorf durchgeführt.

    Projektziel: Durch ein gezieltes Lesetraining, das die Förderung der Leseflüssigkeit und die Vermittlung und das Training von Lesestrategien umfasst, soll nicht nur die basale Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler verbessert, sondern vor allem eine strategische Herangehensweise an Texte eingeübt werden. Sie lernen, ihre Lesetätigkeit zu überwachen, die Anforderungen des jeweiligen Textes richtig zu beurteilen, bewusst geeignete Lesestrategien aus ihrem Repertoire auszuwählen und diese zielführend einzusetzen. Darüber hinaus entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein positives lesebezogenes Selbstkonzept und realistische Selbstwirksamkeitserwartungen, haben also Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und sind überzeugt davon, alle erforderlichen Handlungen ausführen zu können, um Texte zu verstehen.

    Zielgruppe: Gefördert werden leseschwache Schülerinnen und Schüler der dritten bis sechsten Jahrgangsstufen der teilnehmenden Schulen in Münster und Warendorf, die von den jeweiligen Klassenlehrerinnen und -lehrer für die einjährige Teilnahme am Projekt ausgewählt.  Zum Abschluss des Programms erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Zertifizierung, die im Zeugnis vermerkt wird.

    Durchführung: Das Lesetraining, das mit zwei wöchentlichen Unterrichtsstunden fest im Stundenplan der Schülerinnen und Schüler verankert ist, wird von Lehramtsstudierenden der Westfälischen Wilhelms-Universität durchgeführt. Dabei arbeiten sie in Tandems, das heißt sie leiten zu zweit  jeweils einen Kurs von zehn Schülerinnen und Schülern über ein Schuljahr. Vor Beginn der Kurse werden die Studierenden in Wochenendseminaren qualifiziert. Während des Projekts werden sie hospitiert und durch regelmäßige Supervisionssitzungen und Fortbildungen unterstützt und begleitet. Die Leitung der Lesetrainingskurse wird den Studierenden als Praktikum anerkannt.

    Evaluation: Um die individuellen Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler zu erfassen und das Programm kontinuierlich zu regulieren und weiterzuentwickeln, wird das Projekt fortlaufend quantitativ und qualitativ evaluiert.

    Leitung und Organisation:
    Prof. Dr. Marion Bönnighausen (Leiterin des Schreib-Lese-Zentrums, WWU Münster)
    Katharina Franck (abgeordnete Lehrerin, WWU Münster)

    Beteiligte Schulen:
    Grundschulen:
    Josefschule Warendorf (seit 2010)
    Matthias-Claudius-Schule Münster (seit 2010)
    Norbert-Grundschule Münster (seit 2010)
    Melanchthonschule Münster (2013-2014)

    Weiterführende Schulen:
    Sekundarschule Telgte (seit 2014)
    Hauptschule Wolbeck (seit 2013)
    Gesamtschule Münster-Mitte (seit 2013)
    Geistschule Münster (2010-2014)
    Fürstenbergschule Münster (2010-2013)
    Paul-Gerhardt-Realschule Münster (2010-2013)
    Hauptschule Hinter den drei Brücken Warendorf (2010-2013)

    Kooperationen:
    Sparkasse Münsterland-Ost (2011-2012)

  • Coesfeld

    Seit dem Schuljahr 2013/2014 wird das Programm „Lesen(d) lernen“ am Gymnasium Nepomucenum in Coesfeld durchgeführt. Unterstützt und begleitet vom Schreib-Lese-Zentrum der Universität Münster implementieren die Lehrerinnen und Lehrer das Programm zur Förderung des Textverständnisses in alle Unterrichtsfächer und das Schulprogramm.

    Projektziel: Das Ziel des Coesfelder Projekts ist, das systematische Lesetraining, durch das die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre basale Lesekompetenz verbessern, sondern vor allem eine strategische Herangehensweise an Texte aller Unterrichtsfächer erlernen, fest im Schulprogramm zu verankern. In einem mehrschrittigen Prozess wird das Programm an die bestehenden Schulstrukturen angepasst und ein schulinternes Lesecurriculum entwickelt, an dem alle Jahrgangsstufen und Fächer beteiligt sind.

    Durchführung: Im September 2013 startete das Programm „Lesen(d) lernen“ am Gymnasium Nepomucenum in Coesfeld mit einer Fortbildung des gesamten Lehrerkollegiums. Inhalte der Fortbildung waren eine Einführung in die Diagnostik und Förderung von Lesekompetenz, die Vorstellung des Programms „Lesen(d) lernen“ und fächerdifferenzierte Workshops zu Materialbewertung und -erstellung. Anschließend führten Studierende der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen in achtwöchigen Intensivkursen in die Lesestrategien ein. Die Lehrerinnen und Lehrer des Nepomucenums führen das Training seitdem weiter fort und implementieren das Programm zur Förderung des Textverständnisses in alle Fächer und Jahrgangsstufen.

    Evaluation: Um die individuellen Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler zu erfassen und das Programm anzupassen und zu regulieren, wird das Projekt fortlaufend evaluiert. Im Sinne einer Bestandsaufnahme wurde daher vor Projektstart die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen erhoben. Unmittelbar nach Abschluss der Intensivphase im November 2013 wurde ein Posttest und am Ende des Schuljahrs 2013/ 2014 ein Follow-up-Test durchgeführt. Zurzeit, also 18 Monate nach Projektstart, wird mit einem zweiten Follow-up der gegenwärtige Lernstand der Schülerinnen und Schüler und der Stand des Implementierungsprozesses überprüft.

    Leitung und Organisation:
    Prof. Dr. Marion Bönnighausen (Leiterin des Schreib-Lese-Zentrums, WWU Münster)
    Philipp Mussinghoff (Lehrer am Nepomucenum und Mitarbeiter am Schreib-Lese-Zentrum Münster)
    Dirk Reimann (Lehrer am Nepomucenum und Mitarbeiter am Schreib-Lese-Zentrum Münster)
    Katharina Franck (abgeordnete Lehrerin, WWU Münster)
    Katja Winter (Wiss. Mitarbeiterin, WWU Münster)

  • Telgte

    Seit 2014 wird das Projekt „Lesen(d) lernen“, verantwortet von Prof. Dr. Marion Bönnighausen, geleitet von Katharina Franck und finanziert vom Rotary Club Telgte an Grundschulen in Telgte durchgeführt.

    Projektziel: Durch ein gezieltes Lesetraining, das die Förderung der Leseflüssigkeit und die Vermittlung und das Training von Lesestrategien umfasst, soll nicht nur die basale Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler verbessert, sondern vor allem eine strategische Herangehensweise an Texte eingeübt werden. Sie lernen, ihre Lesetätigkeit zu überwachen, die Anforderungen des jeweiligen Textes richtig zu beurteilen, bewusst geeignete Lesestrategien aus ihrem Repertoire auszuwählen und diese zielführend einzusetzen. Darüber hinaus entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein positives lesebezogenes Selbstkonzept und realistische Selbstwirksamkeitserwartungen, haben also Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und sind überzeugt davon, alle erforderlichen Handlungen ausführen zu können, um Texte zu verstehen.

    Zielgruppe: Gefördert werden leseschwache Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen der teilnehmenden Schulen in Telgte, die von den jeweiligen Klassenlehrerinnen und -lehrer für die einjährige Teilnahme am Projekt ausgewählt.  Zum Abschluss des Programms erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Zertifizierung, die im Zeugnis vermerkt wird.

    Durchführung: Das Lesetraining, das mit zwei wöchentlichen Unterrichtsstunden fest im Stundenplan der Schülerinnen und Schüler verankert ist, wird von Lehramtsstudierenden der Westfälischen Wilhelms-Universität durchgeführt. Dabei arbeiten sie in Tandems, das heißt sie leiten zu zweit  jeweils einen Kurs von zehn Schülerinnen und Schülern über ein Schuljahr. Vor Beginn der Kurse werden die Studierenden in Wochenendseminaren qualifiziert. Während des Projekts werden sie hospitiert und durch regelmäßige Supervisionssitzungen und Fortbildungen unterstützt und begleitet. Die Leitung der Lesetrainingskurse wird den Studierenden als Praktikum anerkannt.

    Evaluation: Um die individuellen Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler zu erfassen und das Programm zu regulieren und weiterzuentwickeln, wird das Projekt quantitativ und qualitativ evaluiert.

    Leitung und Organisation:
    Prof. Dr. Marion Bönnighausen (Leiterin des Schreib-Lese-Zentrums, WWU Münster)
    Katharina Franck (abgeordnete Lehrerin, WWU Münster)

    Beteiligte Schulen:
    Don-Bosco-Schule
    Marienschule
    Brüder-Grimm Schule
    St.-Christopherus-Schule

    Kooperationen:
    Rotary Club Telgte