Alternativen zu Tierversuchen


Es wurden viele finanzielle Fördermöglichkeiten für Wissenschaftler geschaffen, die nach Alternativmethoden für Tierversuche forschen. Die hierzu von einer großen Breite von Förderern bereitgestellten Mittel bleiben mangels Bekanntheit oftmals ungenutzt.

Die deutsche wie auch die europäische Gesetzgebung ziehen alternative, nicht an Tieren durchgeführte Testmethoden ausdrücklich dem Tierversuch vor und sehen es als oberste Prämisse an, Schmerzen, Leiden oder Schäden an den Versuchstieren möglichst gering zu halten.

Das deutsche Tierschutzgesetz lässt Tierversuche nur dann zu, wenn sie "unerlässlich" sind. Forscher sind verpflichtet, vor jedem Versuchsvorhaben zu prüfen und im Rahmen der Genehmigungsbeantragung darzulegen, ob der verfolgte Zweck nicht durch andere Methoden oder Verfahren erreicht werden kann (§ 7 Abs. 2 TierschG). Das sogenannte 3R-Konzept (Replacement, Reduction, Refinement) liegt sowohl dem deutschen Tierschutzgesetz als auch der von der EU erlassenen Tierschutzrichtlinie (210/63/EU) zugrunde.


In "Alternativen zu Tierversuchen" können Wissenschaftler, die Tierversuche durchführen und daher einen Antrag auf Genehmigung nach § 8 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes stellen wollen, in ausgewählten Datenbanken/Informationsdiensten geeignete Alternativen zu diesen Tierversuchen finden. Zudem können Sie bereits erfasste Daten aus Tierversuchen nutzen und sich über finanzielle Förderungen informieren. "Über den Tierschutzaspekt hinaus sind die neuen Versuchssysteme teilweise kostengünstiger, schneller, empfindlicher und leistungsfähiger als Tierversuche." (Quelle: BMBF 2001: "Hightech statt Tiere")

Alternativen zu Eingriffen an Tieren und Tötungen
Forschungsdatenbanken
Projektförderung
Preise und Stipendien


Beauftragter für Biologische Sicherheit und Tierschutz an der WWU ist Herr PD Dr. Joachim Kremerskothen, mit dem eine gute Zusammenarbeit erfolgt.   

"Alternativen zu Tierversuchen" wurde redaktionell entwickelt und aktualisiert von SAFIR.

Anschubfinanzierung


Rektorat

Das Rektorat der WWU hat die Mittel für eine Anschubfinanzierung für Projektanträge bei Forschungsförderern an die Fachbereiche gegeben. Antragsteller sollten sich daher möglichst früh mit den jeweiligen Dekanen in Verbindung setzen.

DFG 

Bei koordinierten Programmen der DFG gibt es die Möglichkeit, eine Anschubfinanzierung zu beantragen. Das  gilt für die folgenden Programme:

  • Forschergruppen
  • Schwerpunktprogramme
  • Graduiertenkollegs
  • Sonderforschungsbereich

Modul Anschubfinanzierung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Es stehen Mittel für den Ausbau von internationalen Kontakten und Netzwerken deutscher Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zur Verfügung.
Zum internationalen Büro des BMBF

Druckkosten

In den Datenbanken, die Sie unter Fördersuchdienste bei SAFIR finden, können Sie Ihre Suche eingrenzen und dadurch speziell nach Druckkostenzuschüssen suchen. Bei ELFI, der umfangreichsten Suchmaschine, aktivieren Sie dazu neben der Eingrenzung Ihres Fachgebietes zudem unter der Rubrik "Förderprogramme nach Förderarten" die Punkte "Beihilfe" und "Druckkostenzuschuss".

ULB Münster

Wir empfehlen eine Recherche in den Datenbanken unserer Rubrik "Fördersuchdienste" und die ULB Münster, die für allgemeine Publikationen der WWU, insbesondere auch in OpenAccess-Zeitschriften, kostengünstige Alternativen anbietet.

Dissertationen

Für Publikationen der WWU, insbesondere auch für den Druck von Dissertationen, bietet die ULB Münster kostengünstige Alternativen: „Ein Beispiel: Ein Buchprojekt mit 250 Seiten kostet in der kleinsten Auflage insgesamt rund 300 €. Im Buchhandel kostet ein Exemplar etwa 18 €, als Autor erhalten Sie einen vergünstigten Einkaufspreis.“
Informationen dazu finden Sie hier.

VG Wort

Die VG Wort fördert den Druck von Publikationen; ausgenommen davon sind Sammelbände.
Auch der Druck von Dissertationen kann gefördert werden. Voraussetzung für eine Förderung ist die Verleihung des höchsten Prädikates.
Zur VG Wort

Stiftungen

Speziell für den Bereich der Geisteswissenschaften empfehlen wir die Geschwister Boehringer Ingelheim Stiftung, Oestreich Stiftung und das Deutsches Informationszentrum Kulturförderung (DIZK). 

Gleichstellung


Gleichstellungsbüro der WWU

Neben zahlreichen Informationen finden Sie dort Angebote für Wissenschaftlerinnen, Mitarbeiterinnen und Studierende. Unterschiedliche Fördermöglichkeiten und Fördersuchdienste stehen dort zur Verfügung, um speziell nach Fördermöglichkeiten für Frauen zu recherchieren.
Zu den Fördermöglichkeiten

Promotionsförderung

SAFIR-Promotionsleitfaden

Informiert über Finanzierungmöglichkeiten durch Stipendien und weitere externe Finanzierungsmöglichkeiten.
Zum Leitfaden

Weitere Informationen und Beratungsangebote finden Sie hier.

Zentrale Studienberatung (ZSB)

Zahlreiche Beratungsangebote zur externen Promotionsförderung. Bitte kontaktieren Sie Frau Andrea Kronisch, Tel.: 83-2 23 44.
Zur ZSB

Planung einer Promotion

Der Qualitätszirkels Promotion (Kontakt: gradus@uni-saarland.de) hat allgemeine Hinweise zur Planung einer Promotion zusammengestellt.
"Gemeinsam die Promotion gestalten"

Reisen

FuF: Forsch und Fahr

Die Reisekostensuchmaschine ist ein Service von SAFIR, der es promovierten Wissenschaftlern ermöglicht, nach Fördergeldern für ihre wissenschaftlichen Reisevorhaben zu suchen. Sie wird regelmäßig aktualisiert. Bitte wenden Sie sich bei Fragen gern an das SAFIR-Team.
Zur Suchmaschine

Heinrich-Hertz-Stiftung
Die Heinrich Hertz-Stiftung fördert die Wissenschaft durch den internationalen Austausch von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, sonstigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, von wissenschaftlichen Nachwuchskräften und besonders qualifizierten Studierenden mittels Gewährung von Stipendien. Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Nordrhein-Westfalen können ein Stipendium für einen Forschungsaufenthalt im Ausland erhalten, ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für einen Forschungsaufenthalt in Nordrhein-Westfalen.
Zur Stiftung und den Antragsmodalitäten
Zum Flyer der Stiftung

EURAXESS Deutschland
Eine Informations- und Beratungsstelle für international mobile Forscherinnen und Forscher, die für eine wissenschaftliche Tätigkeit nach Deutschland kommen oder in ein anderes Land gehen möchten. Auf dieser Website finden Sie Informationen zu Fördermöglichkeiten, Stellenangeboten, Sozialversicherungs- und Steuerfragen und weiteren Themen rund um die Mobilität von Forschern. Die Mitarbeiterinnen von EURAXESS Deutschland können über ein Helpdesk angesprochen werden. Darüber hinaus finden Sie mit Hilfe der EURAXESS-Deutschlandkarte Ansprechpartner an den EURAXESS-Servicezentren der Universitäten und Forschungseinrichtungen.
Zu EURAXESS Deutschland

EU-Mittel

Zu Mobilitätsprogrammen der EU (Marie Curie Maßnahmen) berät Sie die Servicestelle ProEU.

Wirtschaftliche Drittmittelprojekte

Im Gegensatz zu den Zuwendungen, bei denen die Hochschule in der Regel Fördermöglichkeiten für die Durchführung von Forschungsvorhaben sucht, sind es bei den wirtschaftlichen Projekten (sog. „Auftragsforschung“) häufig die Mittelgeber (insbesondere aus der Privatwirtschaft, aber auch aus dem öffentlichen Dienst wie Bund, Land, Städte/Gemeinden etc.), die zwecks Durchführung von speziellen Forschungsaufträgen zur Wissenschaftsförderung an die Hochschule herantreten. Es findet hier ein Leistungsaustausch statt.

Eine Kalkulation, in der i.d.R. Personal- und Sachkosten, individuelle Gemeinkostenzuschläge (GKZ), der Gewinnzuschlag und die anfallenden Kosten für die Mehrwertsteuer ausgewiesen sein sollten,  können Sie mithilfe einer Tabelle erstellen.

Gemeinkostenzuschläge für 2016:
- für den nicht-experimentellen Bereich: 33%
- für den semi-experimentellen Bereich: 40%
- für den experimentellen Bereich: 61%

Gemeinkostenzuschläge für 2017:
- für den nicht-experimentellen Bereich: 35%
- für den semi-experimentellen Bereich: 40%
- für den experimentellen Bereich: 75%

Bitte beachten Sie: Die GKZ können schwanken, dies sollte durch einen Risiko-/
Gemeinzuschlag von 5 % (zusätzlich zu den GKZ auf die Personalkosten) in der Kalkulation aufgefangen werden.

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Für weitere Fragen können Sie sich auch an folgende Ansprechpartner wenden:

  • Rechtliche Fragen: Abt. 6.2 Rechtsfragen der Forschungsförderung - André Moor, Tel.: +49 251 83-21530
  • Fragen zur Abwicklung und Durchführung: Abt. 6.3 Drittmittelangelegenheiten- Susanne Zurstegge, Tel.: +49 251 83-22160

WWU-interne Förderung: Forschungsprojekte Studierender

Das Rektorat vergibt jährlich 50.000 Euro für die Förderung von Forschungsprojekten Studierender. Das geschieht auf der Grundlage einer Begutachtung durch die Rektoratskommission für Forschungsangelegenheiten (RKF). Eine Förderung bis zu einem Betrag von 5.000 Euro ist möglich. Die Laufzeit der Projekte darf 12 Monate nicht übersteigen.

Weitere Informationen zur Förderungsfähigkeit eines Projektes sowie der Antragstellung finden Sie hier.

Kontakt

Linda Dieks
Geschäftsstelle Forschungsprojekte Studierender
Hüfferstraße 27
48149 Münster
Tel.: +49 (0) 251 83-21083
E-Mail: linda.dieks@uni-muenster.de