Aktuelles Workshopprogramm: Sommersemester 2019 (2. Schulhalbjahr 2018/19)

Termine
Thema (Workshopleiter/in)

03.04.2019 (16-19 Uhr)
Wie funktionieren die kleinen Dinge des Alltags? – Eine Unterrichtsreihe zum technischen Lernen unter Berücksichtigung des Einsatzes von iPads (Birgit Eikmeyer, Sabine Oeltjebruns)

10.04.2019 (16-19 Uhr)
Stabile Murmelbahnen aus Papier aus Papier erfinden – technisches Lernen mit jahrgangsgemischten sowie sprachsensiblen Schwerpunkten (Ute Erlen, Daniela Füllgraf)

08.05.2019 (16-19 Uhr)
Werbung und Konsum (Jutta Siemen, Stefanie von der Lahr)

15.05.2019 (16-19 Uhr)
Was sprudelt in der Brause? Ein Beispiel für das Erforschen chemischer Reaktionen im Sachunterricht  (Daniela Füllgraf, Karoline Wilpert)

03.07.2019 (16-19 Uhr)
Sprachbarrieren erfolgreich bewältigen – Sprachsensibilität im Sachunterricht am Beispiel des Magnetismus  (Ute Erlen, Oliver Grewe)

Kommentare zu den Workshopangeboten

Mi 03.04.19 | Wie funktionieren die kleinen Dinge des Alltags? - Eine Unterrichtsreihe zum technischen Lernen unter Berücksichtigung des Einsatzes von iPads

Wie wir alle leben auch Kinder von Beginn an in einer von Technik geprägten Welt. Im Alltag nutzen wir ständig und selbstverständlich eine große Anzahl von Maschinen, über deren Gebrauch wir jedoch meist erst dann nachdenken, wenn diese aus irgendeinem Grund nicht mehr funktionieren. Im Workshop wollen wir daher den Blick auf kleine technische Alltagsgegenstände lenken. Wie funktioniert eigentlich ein Reißverschluss? Wie knackt der Nussknacker die Nüsse? Warum ist es sinnvoll, für einen großen Stapel Papier einen Bürolocher mit einem langen Arm zu benutzen? Die Teilnehmer/innen sollen zunächst selber versuchen, die Funktionsweise einiger „kleinen Dinge des Alltags“ zu ergründen. Anschließend werden Hilfen angeboten und die gemachten Erfahrungen auf die schulische Situation übertragen. Mögliche Unterrichtsreihen in verschiedenen Jahrgangsstufen werden vorgestellt und diskutiert. Dabei werden auch mit Blick auf die digitale Bildung Einsatzmöglichkeiten von Tablets thematisiert. Der Unterricht zum Thema „Kleine Dinge des Alltags untersuchen“ ist dem Schwerpunkt „Technik und Arbeitswelt“ zu zuordnen.
Birgit Eikmeyer/Sabine Oeltjebruns

Mi 10.04.19 | Stabile Murmelbahnen aus Papier aus Papier erfinden – technisches Lernen mit jahrgangsgemischten sowie sprachsensiblen Schwerpunkten

Murmelbahnen, besonders selbstgebaute, faszinieren Kinder auch heute noch – trotz der technisierten und digitalen Welt. Außerdem können die Kinder bei der Konstruktion auf Alltagserfahrungen (Brückenkonstruktionen, Rutschen etc.) zurückgreifen. Der Themenbereich deckt viele Bereiche des technischen und sozialen Lernens ab.
In diesem Workshop wird das Projekt „Murmelbahnen bauen“ mit geringem Materialaufwand vorgestellt. Die Teilnehmer/innen erhalten die Möglichkeit, eigene Konstruktionserfahrungen zu sammeln und zu reflektieren. Darüber hinaus werden Praxiserfahrungen und unterrichtsmethodische Tipps vorgestellt und diskutiert. Dabei werden Erfahrungen aus jahrgangsübergreifenden Klassen sowie aus dem sprach- und kultursensiblen Unterricht eingebracht.
Ute Erlen/Daniela Füllgraf

Mi 08.05.19 | Werbung und Konsum

In unserer Welt sind wir umgeben von verschiedenen Arten der Werbung, die unsere Entscheidungen beeinflussen. Besonders Kinder sind eine wichtige Zielgruppe und aktive Konsumenten. Der Sachunterricht, der sich mit lebensweltlichen Inhalten beschäftigt, ist ein idealer Ort, um das Thema Werbung im Zuge der Medienerziehung für Kinder begreifbar zu machen. Dabei gehen wir von den Medienerlebnissen heutiger Kinder aus und erarbeiten gemeinsam im Unterricht und auch im Workshop wesentliche Kenntnisse über Werbungstrategien und Wirkungsmechanismen der Werbung. Anschließend stellen wir eine mögliche Unterrichtsreihe vor, in der die Kinder sich intensiv mit Werbung auseinandersetzen, diese reflektieren, um eine kritisch-reflexive Werbekompetenz langsam anzubahnen. Dieses erworbene Wissen nutzen sie, um selbstständig Werbung zu gestalten. Dabei führen sie eine eigene Werbeaktion durch und reflektieren diese.
Jutta Siemen/Stefanie von der Lahr

Mi 15.05.19 | Was sprudelt in der Brause? Ein Beispiel für das Erforschen chemischer Reaktionen im Sachunterricht

Seit Generationen ist das prickelnd zischende Brausepulver bei Kindern beliebt. Es prickelt, es schäumt, es erfrischt! Aber, was prickelt eigentlich in der Brause? Wir untersuchen gemeinsam das geheimnisvolle Pulver und bauen eine Brauserakete. Ein möglicher Ablauf einer Unterrichtsreihe für den Sachunterricht im zweiten, dritten und vierten Schuljahr (mit Arbeits- und Unterrichtmaterialien) wird vorgestellt und diskutiert. Der Unterricht zum Thema „Was sprudelt in der Brause?“ fördert das forschend-entdeckende Lernen und vermittelt erste chemiebezogene Kenntnisse. Er ist dem Schwerpunkt „Natur und Leben – Stoffe und ihre Umwandlung“ im Lehrplan Nordrhein-Westfalen zuzuordnen.
Daniela Füllgraf/Karoline Wilpert

Mi 03.07.19 | Sprachbarrieren erfolgreich bewältigen – Sprachsensibilität im Sachunterricht am Beispiel des Magnetismus

Der Workshop stellt Unterricht zum Thema Magnetismus für die Klassen 1 und 2 vor (Themen: 1. Welche Gegenstände zieht ein Magnet an? 2. Welche Materialien zieht ein Magnet an? 3. Zieht ein Magnet überall gleich stark an? 4. Wie reagieren Magneten aufeinander?); dabei werden sowohl fachliche Grundlagen thematisiert als auch Schülerversuche selbst durchgeführt. Das Spiralcurriculum Magnetismus dient hierbei als Grundlage. Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf der Anpassung eines solchen Unterrichts an sprachheterogene Gruppen. Dazu wurden die vorliegenden Materialien durch sprachsensible Maßnahmen ergänzt, die im Workshop vorgestellt werden. Konkret wird gezeigt, wie die Kommunikation im Unterricht erleichtert bzw. forciert werden kann, wie die Lehrkraft oder kompetente Schüler im Unterricht als Vorbilder für Sprachproduktionen gewinnbringend eingesetzt werden können und wie und in welcher Art Mündlichkeit, Schriftlichkeit und Handeln in einem sprachsensiblen Sachunterricht eingesetzt bzw. kombiniert werden können. Die Teilnehmer/innen des Workshops werden anhand konkreter Videos aus der Praxis sprachfördernde Maßnahmen kennenlernen und deren Einsatz diskutieren. Erfahrungen aus mehreren unterrichtspraktischen Erprobungen werden ebenfalls vorgestellt.
Ute Erlen/Oliver Grewe