Die Attraktivität der negativen Theologie

Philosoph über den Einfluss des Platonismus auf abrahamitische Religionen

Prof. Dr. Jens Halfwassen

Über den Einfluss von Platons Lehre auf Judentum, Christentum und Islam spricht der Philosoph Prof. Dr. Jens Halfwassen aus Heidelberg am Dienstag, 23. Juni, in der öffentlichen Ringvorlesung „Transfer zwischen Religionen“ des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ und des Centrums für religionsbezogene Studien (CRS). Der Vortrag „Warum ist die negative Theologie für monotheistische Religionen attraktiv? Überlegungen zur Platonismusrezeption in den abrahamitischen Religionen“ mit anschließender Diskussion ist ab 18.15 Uhr in Hörsaal F2, Domplatz 20-22, zu hören. Der Referent ist Ordinarius für Philosophie an der Universität Heidelberg. Zu seinen Forschungsinteressen zählen die Philosophie der Antike, der Deutsche Idealismus und Religionsphilosophie.

Die Vortragsreihe untersucht, wie es zwischen Religionen in verschiedenen Kulturräumen und Epochen zu vielfältigen Formen des Austauschs religiöser und kultureller Traditionen kam. Die Themen der Ringvorlesung reichen vom Transfer in der regulierten Religionsvielfalt Chinas bis zum christlich-muslimischen Dialog im Nahen Osten. Auf dem Programm stehen auch der Kulturaustausch zwischen Juden, Christen und Muslimen durch Buch und Bild im Mittelalter, der Reliquientransfer zwischen dem östlichen und dem westlichen Christentum sowie die christliche Kabbala. Vertreten sind die Fächer Religionswissenschaft, Byzantinistik, Indologie, Islamwissenschaft, Judaistik, Sinologie, Theologie und Philosophie. Am Exzellenzcluster werden Transfer-Phänomene seit 2012 im Forschungsfeld „Integration“ untersucht. (ska)