„Versöhnte Verschiedenheit“

Evangelischer Theologe Prof. Dr. Hans-Peter Großhans zum Stand der Ökumene

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans

© Julia Holtkötter

Wie eine sichtbare Einheit der Kirchen und Christen gelingen und aussehen könnte, darüber schreibt der evangelische Theologe Prof. Dr. Hans-Peter Großhans in einem Beitrag für die Webseite www.religion-und-politik.de des Exzellenzclusters „Religion und Politik“.

Der Beitrag

Anfuehrungszeichen

Seit der Reformation im 16. Jahrhundert – 2017 gedenken wir des Beginns der Reformation vor 500 Jahren – tritt die Theologie an deutschen Universitäten als katholische und als evangelische Theologie auf. Darin drückt sich die mit der Reformation entstandene Pluralität von konfessionell unterschiedenen Kirchen in Nord- und Süd-, West- und Mitteleuropa aus. Die ökumenische Theologie ist als theologisches Fach erst im 20. Jahrhundert entstanden. Sie befasst sich mit der konfessionellen beziehungsweise kirchlichen Pluralität. Sie möchte unter anderem die Differenzierungsprozesse verstehen, die sich immer wieder in der Christenheit vollzogen haben und vollziehen. Die Reformation im 16. Jahrhundert ist dafür ein für uns in Deutschland besonders naheliegendes Beispiel. Zugleich möchte die ökumenische Theologie jedoch auch zu einer Entdifferenzierung beitragen und das Gemeinsame zwischen den christlichen Konfessionen und Kirchen herausarbeiten, um deren Einigkeit und Einheit zu stärken.

In meinem Beitrag über das Verhältnis der einen Kirche und der vielen Kirchen werde ich einige mir wichtig erscheinende Punkte ansprechen. Damit kann und soll keineswegs alles gesagt sein, was zu diesem Thema zu sagen ist. In meinen Überlegungen werde ich von einer immer schon vorhandenen Pluralität christlicher Gemeinschaften beziehungsweise Kirchen und Konfessionen ausgehen.

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