Eine Kirche – viele Kirchen

Theologen diskutieren in der Reihe „Streitgespräche“ über die Ökumene

dienstags 18.15 bis 19.45 Uhr, Hörsaal F1, Fürstenberghaus am Domplatz 20-22

News-eine-kirche-viele-kirchen

Prof. Dr. Dorothea Sattler und Prof. Dr. Hans-Peter Großhans

© WWU/ Julia Holtkötter

Über den Stand der Ökumene diskutieren die katholische Theologin Prof. Dr. Dorothea Sattler von der Uni Münster und der evangelische Theologe Prof. Dr. Hans-Peter Großhans vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ am Dienstag, 15. April, in der Reihe „Streitgespräche über Gott und die Welt“. Unter dem Titel „Eine Kirche – viele Kirchen“ wollen sie debattieren, wo die Ökumene heute steht, wie die evangelischen Kirchen und die römisch-katholische Kirche sich gegenseitig wahrnehmen und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen evangelischen und katholischen Christen bestehen. Prof. Sattler spricht in Vertretung der katholischen Theologin Prof. Dr. Johanna Rahner aus Tübingen, die ursprünglich als Referentin angekündigt war.

„Das 20. Jahrhundert gilt als Jahrhundert der Ökumene“, erläutert Prof. Großhans. „Nach Jahrhunderten der Abgrenzung, der Profilierung gegeneinander und der Absolutsetzung der jeweils eigenen Kirche entdeckten im 20. Jahrhundert die christlichen Kirchen und Konfessionen einander als Kooperationspartner.“ Dies gelte auch für das Verhältnis von evangelischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche. Zu der öffentlichen Veranstaltung laden der Exzellenzcluster und die Evangelisch-Theologische Fakultät gemeinsam ein. Die Moderation übernimmt der katholische Theologe Prof. Dr. Jürgen Werbick vom Exzellenzcluster.

Die Streitgespräche sind dienstags von 18.15 bis 19.45 Uhr in Hörsaal F1 im Fürstenberghaus am Domplatz 20-22 in Münster zu hören, am Platz der regelmäßigen Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“. In der Reihe „Streitgespräche“ diskutieren Theologen und Nicht-Theologen aktuelle Themen wie Hirnforschung, Kosmologie, Wirtschaftsethik, Friedenspolitik oder das Miteinander der Religionen und ihr Verhältnis zum Atheismus. Das neue Format trägt den Untertitel „Disputationen zwischen Theologie, Natur- und Gesellschaftswissenschaften“. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät der WWU zu deren 100-jährigem Bestehen. (ska)