Wie können Orte Christen heilig sein?

Althistoriker Prof. Dr. Johannes Hahn über Konstantins „Entdeckung“ des Heiligen Landes

dienstags 18.15 bis 19.45 Uhr, Hörsaal F1 Fürstenberghaus am Domplatz 20-22

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Prof. Dr. Johannes Hahn

Über die Anfänge einer christlichen Sakraltopographie in der Spätantike spricht Althistoriker Prof. Dr. Johannes Hahn am Dienstag, dem 17. Dezember, in der öffentlichen Ringvorlesung „Heilige Orte“ des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ und des Centrums für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM). Der Vortrag mit dem Titel „Wie können Orte Christen heilig sein? – Konstantins ‚Entdeckung‘ des Heiligen Landes und die Anfänge einer christlichen Sakraltopographie in der Spätantike“ ist von 18.15 bis 19.45 Uhr im Hörsaal F1 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, zu hören.

Prof. Hahn ist Hauptantragsteller des Exzellenzclusters und leitet das Forschungsprojekt D2-4 Martyrium und Martyriumsdiskurse im 4. Jahrhundert nach Christus. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Kultur-, Religions- und Sozialgeschichte der römischen Kaiserzeit und der Spätantike sowie die Kulturgeschichte des frühen Hellenismus.

Plakat der Ringvorlesung

Plakat der Ringvorlesung

© Klearchos Kapoutsis

In der Ringvorlesung „Heilige Orte“ untersuchen namhafte Forscher im Wintersemester die historischen Ursprünge und Wandlungen religiöser Stätten wie Delphi, Jerusalem, Medina, Rom und Byzanz. Die Reihe geht auch den politischen und wirtschaftlichen Interessen sowie den Erinnerungskulturen nach, die sich mit den antiken Orten bis heute verbinden.

Heilige Stätten entstanden oft an markanten Stellen in der Natur, an Quellen, auf Bergen oder in der Wüste. Religiöse Gemeinschaften verknüpften damit mythische Erzählungen und magische Rituale. Die Vorträge, die auch den Totenkult der Pharaonen, entlegene Orten von Mönchen und Einsiedlern und die ältesten Heiligtümer der Menschheit wie das Bergheiligtum Göbekli Tepe behandeln, eröffnen verschiedene Perspektiven auf die Religionsgeschichte der Menschheit. Zu Wort kommen Vertreter unterschiedlicher Fächer wie der Altorientalistik, Ur- und Frühgeschichte, Ägyptologie, Alten Geschichte, Klassischen Archäologie und Philologie, Bibelwissenschaften und Byzantinistik sowie Religions- und Islamwissenschaften. (bhe)


Heilige Orte. Ursprünge und Wandlungen - Politische Interessen - Erinnerungskulturen

Wintersemester 2013/2014
dienstags 18.15 bis 19.45 Uhr
Hörsaal F1 im Fürstenberghaus
Domplatz 20-22
48143 Münster