Die Pluralisierung religiöser Identität

Soziologin Christel Gärtner über Vielfalt religiöser Landschaften in Europa

dienstags 18.15 bis 19.45 Uhr, Hörsaal F2 Fürstenberghaus am Domplatz 20-22

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Dr. habil. Christel Gärtner

© Julia Holtkötter

Über die Pluralisierung religiöser Identitäten in der Gegenwartsgesellschaft spricht die Soziologin Dr. habil. Christel Gärtner vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ am Dienstag, 18. Dezember. „Seit dem Säkularisierungsschub der 1960er Jahre hat die konfessionelle Identität in westeuropäischen Ländern eine Schwächung erfahren und gehört nicht mehr zum Kern der Identitätsstruktur.“ Seither habe sich das religiöse Feld stark verändert, so die Wissenschaftlerin. „Die kirchliche Religiosität ist rückläufig und die religiöse Landschaft in Europa ist vielfältiger und bunter geworden.“ Inwiefern diese Entwicklungen zur Pluralisierung religiöser Identitäten beigetragen hat, will Gärtner in ihrem Vortrag in der Ringvorlesung des Exzellenzclusters darlegen.

Dr. habil. Christel Gärtner ist Mentorin der Graduiertenschule des Forschungsverbunds und leitet das Projekt A2-22 „Islam und Gender in Deutschland. Zur (De-)Konstruktion säkular und religiös legitimierter Geschlechterordnungen“.

Die Ringvorlesung „Religiöse Vielfalt“ des Exzellenzclusters und des „Centrums für Religion und Moderne“ (CRM) analysiert Beispiele religiöser Pluralität von der Antike über das Mittelalter und die Frühneuzeit bis zu Deutschland, England, China und den USA heute. Zu Wort kommen unterschiedliche Disziplinen: Religions-, Geschichts-, Islam- und Rechtswissenschaft genauso wie Theologie, Sinologie, Soziologie und Politikwissenschaft. Die Vorträge mit anschließender Diskussion sind dienstags ab 18.15 Uhr im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses am Domplatz 20-22 in Münster zu hören. (han)


Ringvorlesung „Religiöse Vielfalt. Eine Herausforderung für Politik, Religion und Gesellschaft“

Wintersemester 2012/2013
dienstags 18.15 bis 19.45 Uhr
Hörsaal F2 im Fürstenberghaus
Domplatz 20-22
48143 Münster