Der Sozialstaat und die Konfessionen

Prof. Dr. Philip Manow untersucht die Wurzeln der sozialen Marktwirtschaft

News Ankuendingung Gastvortrag Manow

Die soziale Marktwirtschaft als „interkonfessioneller Kompromiss“ (Symbolbild, Ausschnitt aus dem Flyer)

© wikipedia

Die Ursprünge des deutschen Sozialstaats in Protestantismus und Katholizismus behandelt der Heidelberger Politikwissenschaftler Prof. Dr. Philip Manow bei einem öffentlichen Gastvortrag am Exzellenzcluster „Religion und Politik“. Im Liudgerhaus (Überwasserkirchplatz 3, Seminarraum F2 im 2. Obergeschoss) spricht er am Freitag, 15. Januar, um 11.00 Uhr zum Thema „Die soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik als ,interkonfessioneller Kompromiss‘“.

Laut Manow musste das „Modell Deutschland“ der Nachkriegszeit zwischen einem protestantisch gefärbten Wirtschaftsliberalismus und einem katholisch geprägten Wohlfahrtskorporatismus vermitteln. Deswegen untersucht der Wissenschaftler die intellektuellen Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft auch als „ökonomische Ordnungstheologie“.

Manow hat im Herbst 2009 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Moderne politische Theorie mit dem Schwerpunkt Institutionen- und Steuerungstheorie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg angenommen. Zuvor war er Professor an der Universität Konstanz, wo er im Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ mitarbeitete. Er ist außerdem Sprecher der Sektion „Politik und Ökonomie“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). (arn)


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Andreas Kurschat M. A.
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