• Vita

    Beruflicher Werdegang

    seit 12/2016
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungskolleg 'Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region' (REPLIR) am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität Bochum

    10/2015 - 11/2016
    Wissenschaftliche Hilfskraft und Koordinierung und Betreuung des ‚Refugee Projects‘ am Institut für Ethnologie/WWU Münster

    10/2015 - 03/2016
    Mentorin für indische Austauschstudierende und -doktoranden am Institut für Ethnologie/WWU Münster

    10/2014 - 03/2015
    Mentorin für indische Austauschstudierende und -doktoranden am Institut für Ethnologie/WWU Münster

    04/2014 - 09/2015
    Studentische Hilfskraft am Institut für Ethnologie/WWU Münster

    Akademische Ausbildung

    seit 12/2016
    Doktorandin bei PD Dr. Levent Tezcan am Forschungskolleg 'Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region' (REPLIR) am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität Bochum

    10/2015 - 11/2016
    Doktorandin bei Prof. Dr. Helene Basu am Institut für Ethnologie der Wilhelms-Universität Münster

    09/2015
    M.A. im Fach Social Anthropology sowie Study India-Zertifikat an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
    Thema der Abschlussarbeit: 'Madness and Mental Health in South Asian Settings'

    09/2013
    B.A. in den Fächern Religionswissenschaft und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
    Thema der Abschlussarbeit: 'Mudras im modernen westlichen Heilkontext'

  • Projekt

    Regulierung von Religion und Flucht auf kommunaler Ebene. Eine qualitative Analyse religiöser Pluralität und ihrer Herausforderungen in den institutionellen Kontexten kommunaler Flüchtlingsunterbringungen und Schule

    Es sind mehr als 4000 Geflüchtete, die aktuell in der Stadt Münster leben und häufig als homogene Gruppe im Rahmen der sozialen Kategorie ‚Flüchtling‘ wahrgenommen werden, obgleich ihre Werdegänge, bis auf das verbindende biografische Element der Flucht, vielfältiger kaum sein könnten. Die bloße Existenz der Neu-Münsteraner lässt sich anhand unterschiedlicher gesellschaftlicher Dynamiken ablesen. So werden insbesondere ‚Religion‘ und ‚Religiosität‘ im Kontext von Flucht und Migration stark diskutiert. In diesem Zusammenhang ist das Konzept der religiösen Pluralität wegweisend, um diese gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse nachvollziehen zu können. Hierbei bietet sich die kommunale Ebene als regionaler Maßstab an, um Konfliktfelder, die mit religiöser Pluralität einhergehen, zu identifizieren und zu untersuchen. Religiöse Pluralität aufgrund unterschiedlicher Biografien, Sozialisationen, Traditionen, Annahmen und Erwartungen stellt die sich begegnenden Menschen in den institutionellen Kontexten der kommunalen Flüchtlingsunterbringung sowie der Schule vor konkrete Problemlagen und spiegelt gleichsam gesamtgesellschaftliche Herausforderungen.

    Welche konkreten Herausforderungen ergeben sich durch die strukturellen Bedingungen für die Geflüchteten und ihre Mitmenschen hinsichtlich der religiösen Pluralität der Zugewanderten untereinander als auch mit der Stadtgesellschaft Münsters im Allgemeinen?
    Eine solche qualitative Erhebung bedarf eines multiperspektivischen Verständnisses, einer intensiven Auseinandersetzung mit Narrativen und den Menschen, die hinter diesen stehen, konkreter Fallanalysen sowie einer ausführlichen, dichten Beschreibung, um Problemlagen konkret darstellen und nachvollziehbar machen zu können. In der Arbeit werden konkrete Probleme in Form von Konfliktfeldern deskriptiv und fallanalytisch erfasst, um in Hinblick auf praxisrelevante Anwendungsmöglichkeiten, wie dem gerade entstehenden Flüchtlingskonzept der Stadt Münster, Handlungsstrategien für die jeweiligen Felder zu entwerfen.

    Das Projekt zehrt insbesondere von interdisziplinärem Austausch, um Phänomene um Religion und Flucht, mit denen viele münstersche SozialarbeiterInnen und LehrerInnen im Jahr 2015 erstmalig konfrontiert waren, aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven betrachten und verstehen zu lernen. Ein Wissenstransfer innerhalb der Disziplinen, als auch in Form von Schnittstellenarbeit im Austausch mit der Kommunalpolitik und Verwaltungsebene der Stadt Münster ist daher notwendig, um die Regulierung von Religion und Flucht auf kommunaler Ebene erfolgreich untersuchen zu können. Die qualitative Studie soll einen nachhaltigen Beitrag für die Stadt Münster und deren Flüchtlingskonzept sowie für die kommunalen Flüchtlingseinrichtungen und Schulkonzepte der Internationalen Klassen leisten, um den Ansprüchen des Fortschrittskollegs gerecht zu werden und nicht nur die konkreten Herausforderungen, sondern vor allem die beteiligten Menschen in ihrer Vielschichtigkeit und Multirelationalität zu verstehen. Allein im Dialog miteinander, durch subjektive Erfahrungen und persönlichen Kontakt, kann auch einem Verständnis von Geflüchteten als homogener Gruppe entgegengewirkt werden.

  • Forschung

    Arbeitsschwerpunkte

    • religious diversity
    • community participation
    • integration
    • group dynamics and power relations
    • social vulnerability
    • refugee educational studies
    • third spaces

    Mitgliedschaften

    • AGEM - Arbeitsgemeinschaft für Ethnomedizin
    • AG Medical Anthropology der DGV( Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde)
    • DGV - Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde
    • EASA - European Association of Social Anthropologists
    • MAYS - Medical Anthropology Young Scholars der EASA (European Association of Social Anthropologists)
    • Netzwerk Flüchtlingsforschung
    • REMID – Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst
  • Publikationen

    Aufsätze und Berichte

    (mit Helene Basu) "Ethnologische Aspekte der Migration", in: Wieland Machleidt/Andreas Heinz/Ulrike Kluge/ Marcel Sieberer (Hg.), Praxis der interkulturellen Psychiatrie und Psychotherapie, München: Elsevier, 2017. (i.E.).

    Projektbericht des Refugee Projects des Instituts für Ethnologie der WWU Münster - Interkultureller Austausch zwischen Bewohnern der ehemaligen York-Kaserne und Mitarbeitern und Studierenden des Instituts für Ethnologie, WWU Münster, 2017. (i.E.).

    "Madness and Mental Health in South Asian Settings", in: Working Papers-Reihe des Instituts für Ethnologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (3) 2016.

    Vorträge

    05/2017
    ‚Maßnahmen zur ‚Integration‘ von Geflüchteten auf kommunaler Ebene‘ – Tagung der Sektion Migration und Ethnische Minderheiten der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel.

    05/2017
    ‘„[...] because I will stay here. There is no place else for me to go.“ Eigenwahrnehmungen und Reflexionen ihrer Situation von Geflüchteten aus den Settings einer kommunalen Flüchtlingseinrichtung sowie einer städtischen Hauptschule‘. Workshop ‚Social Anthropology of ‚Well-Being‘. Prekäres Leben: Krieg, Flucht, Migration.’ Der Arbeitsgemeinschaft Medical Anthropology (DGV), Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

    05/2017
    Posterpräsentation mit Anna Klie und André Kastilan ‚ ‚Religion „unterbringen“: Drei interdisziplinäre Studien zum Thema Kommunen und religiöse Pluralität‘. Praxisworkshop "Religion unterbringen. Regulierung kultureller und religiöser Vielfalt in Flüchtlingsheimen". Ruhr-Universität Bochum.

    04/2017
    ‘‘Integrating’ refugees into the community: On local challenges, diverging expectations, and everyday struggles’ Institutscolloquium. Institut für Ethnologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

    03/2017
    Podiumsgast: ‚Ich erzähle Dir meine Geschichte – eine Gesprächsreihe mit geflüchteten Menschen‘. Themenwoche ‚Münster l(i)ebt Vielfalt. ESG Münster.

    01/2017
    Reflexionen über das 'Refugee Project': von Herausforderungen, Grenzen und Potenzialen eines interkulturellen Austauschprojekts. ESE-Vortragsabend, Institut für Ethnologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

    09/2016
    Doing Engaged Anthropology - Erfahrungen im Kontext eines Studierendenprojekts in einer Münsteraner Flüchtlingsunterkunft (mit Annika Strauss). Interims-Tagung der AG Ethnologische Bildung (Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde), Eberhard Karls Universität Tübingen

    06/2016
    "Und wie geht’s jetzt weiter?" - Narrative Geflüchteter im Kontext von well being- Konzepten, psychischer Gesundheit und persönlichen Perspektiven – AGEM Jahrestagung, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

    10/2013
    'Mudras im modernen westlichen Heilkontext' - REMID Vortragsabend, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

  • Lehre

    Seminare

    Wintersemester 2017/2018
    Fachhochschule Münster: Projektseminar ‚Integration und Flucht auf kommunaler Ebene‘ (BA-Seminar)
    Institut für Ethnologie/WWU Münster: Einführung in die Kultur- und Sozialanthropologie (BA-Seminar)
    Institut für Ethnologie/WWU Münster: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (BA-Seminar)

    Sommersemester 2017
    Institut für Ethnologie/WWU Münster: "Empirische Verfahren" (BA-Seminar)

    WInter 2016/2017
    Institut für Ethnologie/WWU Münster: "Reading Ethnography and Doing Autobiography" (mit Annika Strauss) (MA-Seminar)

    Sommersemester 2016
    Institut für Ethnologie/WWU Münster: "Field Research" (mit Dr. Joy Owen) (MA-Seminar)

    Wintersemester 2015/2016
    Institut für Ethnologie/WWU Münster: "Trans/Kulturelle Psychiatrie" (mit José-Marie Koussemou)( BA-Seminar)

    Wissenschaftliche Workshops und Konferenzen

    05/2017
    Workshop-Organisation 'Social Anthropology of 'Well-Being' - Prekäres Leben: Krieg, Flucht, Migration' der AG Medical Anthropology der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde. Westfälische Wilhelms-Universität Münster

    05/2017
    Workshop-Organisation: 'Religion unterbringen - Regulierung kultureller und religiöser Vielfalt in den Flüchtlingsheimen' des Centrum für Religionswissenschaftliche Studien. Ruhr-Universität Bochum