Nachhaltigkeit als Utopie - Bedingungen und Pfade sozial-ökologischer Transformationen

6. Vortrag des 3. ZIN-Brotzeitkolloquiums im Sommersemester 2018

Mit Björn Wendt, M.A. (WWU Münster)

Häufig wird konstatiert und infolgedessen auch beklagt, dass der Gegenwartsgesellschaft die großen verbindenden Erzählungen abhandengekommen seien. Statt visionärem Überschwang und weitreichenden Träumen von einer besseren Welt – so die Diagnose – verliert sich das Politische in einer kleinschrittigen Behandlung von Krisensymptomen, die nicht über die nächste Woche hinausreichen. Weitreichende Gesellschaftskritiken und Alternativentwürfe, die an den Wurzeln der allgegenwärtigen Krisen ansetzen, scheinen einer vergangenen Zeit anzugehören; das Ende der Utopien spätestens seit dem Zusammenbruchs des Sozialismus Anfang der 1990er Jahren eine soziale Tatsache. Zeitdiagnostische Befunde wie diese verkennen, dass sich rund um die sozial-ökologische Krise spätestens seit den 1970er Jahren eine ganze Reihe an weitreichenden Gesellschaftskritiken und alternativen Gesellschaftsentwürfen produziert wurden, die auf eine ganz andere, eine nachhaltige Entwicklung abzielen. Im Vortrag werden ausgehend von einer Bestimmung des Utopiebegriffs unterschiedliche Konzepte und Pfade einer sozial-ökologischen Transformation vorgestellt und es wird nach den Bedingungen für eine Realisierung einer nachhaltigen Gesellschaft gefragt. Im Zentrum steht dabei die Frage: Können Utopien einen Beitrag zu einer sozial-ökologischen Transformation leisten?

Weitere Infos zur Veranstaltung

Rubrik
Vorträge, Vorlesungen
Zeitraum
Do 05.07.2018, 12:15 Uhr - 13:45 Uhr
Reihe
Ort
JO 101, Johannisstraße 4, Münster
Eintritt
Anmeldung
Veranstalter/
Kontakt