Dynamik der Form. Literarische Modellierung zwischen Formgebung und Formverlust

Nachwuchstagung des Graduiertenkollegs "Literarische Form"

Literarische Formen werden immer wieder transformiert, subvertiert und zum Gegenstand von ironischem wie parodistischem Kommentar. Die Weiterentwicklung und der spielerische Umgang mit dem Begriff der Form haben ihn weit aufgefächert. Zugleich ist er auch "blinde[r] Fleck der Ästhetik" (Adorno, Ästhetische Theorie, 1970) geblieben. Wenn ihm auch kaum mit einer Definition beizukommen ist, rückt im Zuge jüngerer, etwa modelltheoretischer Ansätze das dynamische Potenzial der Form in den Vordergrund. Das Forschungsinteresse liegt dabei auf der Frage, inwieweit Formen als modellhafte Ab- und Vorbilder fungieren und sich als mobile Elemente, zum Beispiel im Gattungsdiskurs, ausweisen.
Die Nachwuchstagung "Dynamik der Form" des DFG-Graduiertenkollegs "Literarische Form. Geschichte und Kultur ästhetischer Modellbildung" möchte das Spannungsfeld zwischen Formgebung und Formverlust interphilologisch diskutieren.

Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Dirk Oschmann von der Universität Leipzig. Sein Vortrag "Äußere Bestimmtheit - Innere Unendlichkeit. Zur Paradoxie der 'Form' um 1800" beginnt am Donnerstag, 12. Oktober, um 14 Uhr im Festsaal der WWU, Schlossplatz 5. Interessierte sind zu diesem und allen weiteren Vorträgen herzlich willkommen.

Tagungsprogramm

Weitere Infos zur Veranstaltung

Rubrik
Tagungen und Kongresse
Zeitraum
12.-14.10.2017
Reihe
Ort
Festsaal der Universität, Schlossplatz 5, 48149 Münster
Eintritt
frei
Anmeldung
nicht erforderlich