Kannten Sie die Antwort?

Aleksandr Kogan. Er war Assistant Professor of Psychology an der Universität Cambridge, bevor er 2014 das Unternehmen Global Science Research gründete. Mittels verschiedener "Teste deine Persönlichkeit"-Apps sammelte der Verhaltensforscher Daten von mehr als 320.000 Teilnehmern. Da die App allerdings auch die verfügbaren Informationen von Freunden der Teilnehmer sammelte, wuchs die Sammlung auf über 50 Millionen Datensätze an.

Bis jetzt blieb unklar, was genau das Unternehmen mit den Daten anfing. Kogan selbst ließ sich bei seiner App von einer wissenschaftlichen Studie eines Cambridge Kollegen inspirieren. Michal Kosinski hatte 2013 in einer in den Proceedings of the National Academy of Science veröffentlichten Studie gezeigt, dass er anhand eines Sets von Likes von Facebookseiten individuelle Eigenschaften wie unter anderem Geschlecht, sexuelle Orientierung, Religion, Drogenmissbrauch oder ethnische Zugehörigkeit vorhersagen kann. Die Studie zeigt eindrücklich, wie schnell und einfach das Zusammenführen von verschiedenen Datenquellen zu großzahligen Datensätzen dazu führen kann, dass vermeintlich private und geschützte Informationen der Öffentlichkeit zugänglich werden. Kosinski selbst setzt sich stark für Datensicherheit und Datenschutz ein und warnt, dass BigData neben seinen grossen Chancen auch Gefahren birgt.

Prof. Dr. Raoul V. Kübler, Marketing Center Münster

Und hier noch einmal die Frage:

Wie hieß der Psychologie-Professor der Universität Cambridge, der mit Hilfe einer Persönlichkeitstest-App die Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern für Cambridge Analytica besorgte?

Foto: manun / photocase.com
Foto: manun / photocase.com
Foto: WWU Münster - Dada Petrole