Kannten Sie die Antwort?

Die Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 und der Tod Lady Dianas am 31. August 1997 sind nur zwei Beispiele für dramatische Geschehnisse, die eine breite Masse an Menschen emotional bewegt haben. Wer an diese Ereignisse zurück denkt, kann sich oft auch noch an die Umstände erinnern, unter denen man von ihnen erfahren hat. In diesem Zusammenhang sprechen Psychologen von "Flashbulb Memories", also Blitzlichterinnerungen. Damit wird ein Mechanismus beschrieben, durch den sich die Umstände wie von einem Blitzlicht erleuchtet im Gedächtnis einprägen. Doch ist auf diese Momentaufnahmen des Gedächtnisses eigentlich Verlass? Forscher haben da begründete Zweifel, denn genau wie andere autobiografische Erinnerungen werden Blitzlichterinnerungen mit der Zeit verzerrt. Psychologinnen der dänischen Universität Åarhus fanden in einer Studie zu Erinnerungen an den Fall der Berliner Mauer heraus, dass Deutsche, die das Ereignis positiv aufnahmen, zwar mehr darüber redeten und sich lebhafter erinnerten; ihre Erinnerungen waren jedoch weniger faktentreu als die Erinnerungen von Deutschen, die den Mauerfall als negativ erlebten. Das liegt möglicherweise daran, dass es in der menschlichen Entwicklungsgeschichte wichtig war, sich an negative Situationen korrekt zu erinnern.

Prof. Gerald Echterhoff, Institut für Psychologie

Und hier noch einmal die Frage:

Was meinen Psychologen, wenn sie von Flashbulb Memories, also Blitzlichterinnerungen, sprechen?

Foto: manun / photocase.com
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Foto: WWU Münster - Dada Petrole