Kannten Sie die Antwort?

Die "Rasselbande" erschien mit großem Erfolg ab 1953 bei Heinrich Bauer. In dieser Zeitschrift geht es noch viel um Dinge-selbst-Machen (Basteln, Theaterspielen, gute Taten tun, sich eine Schwimminsel bauen, Radtouren planen etc.). Bei Preisausschreiben gibt es Fahrräder, Akkordeons und Laubsäge-Garnituren zu gewinnen. Aufgepeppt wird die Sache mit Cartoons und Abenteuergeschichten wie "Ein Wildschwein namens Hopplahopp. Unser aufregender Kriminalroman für junge Leute von 8 bis 80 Jahren". Dabei ist jederzeit ein pädagogischer top-down Ansatz spürbar - wichtig ist, "daß auch alles spurt", denn "Ordnung muß sein"! Sprich: von allem, was man als Pop bezeichnen könnte, ist man hier noch weit entfernt. Ab August 1956 beginnt dann die BRAVO als Konkurrenzprodukt im selben Verlag, mit ihren Beiträgen zu Stars aus Schlager, Film, Fernsehen, an der Entwicklung einer völlig anderen Jugendkultur zu arbeiten und erfindet dabei den deutschen Teenager - idealtypisch verkörpert in Peter Kraus und Conny Froboess.

Prof. Dr. Moritz Baßler, Germanistisches Institut - Neuere deutsche Literatur

Und hier noch einmal die Frage:

Wie hieß die große und populäre Jugendzeitschrift, bevor die "Bravo" auf den Markt kam?

Foto: manun / photocase.com
Foto: manun / photocase.com
Foto: WWU Münster - Dada Petrole