Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster

Musikwissenschaften (Reihe XVIII)

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Edelbrock, Rainer: Königskinder
Musiktherapie mit Vorschulkindern aus bedrohten Verhältnissen

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 18
2021, Paperback, 440, [XII] Seiten, ISBN: 978-3-8405-0253-8, Preis: 34,00 €

Beschrieben wird die Musiktherapie mit Kindern aus „bedrohten“ Verhältnissen (z.B. Migrations- bzw. Flüchtlingserfahrungen, Leben in Armut, Erfahrungen von Gewalt). Zentrale These ist, dass durch diese Verhältnisse das Selbst als Ort der Heimat in der Entwicklung der Kinder bedroht ist. Anhand von Analysen der Gruppendynamik und individueller Prozesse wird aufgezeigt, wie sich die Bedrohung abbildete, welche Faktoren sich als förderlich für die Entwicklung der Kinder herausgestellt haben und welche Bedürfnisse diesen zugrunde lagen. Das Zentrum der Untersuchung bildet die Metapher eines Königreichs, die sich innerhalb des Übertragungsgeschehens konstituiert hat. Dort finden sich archetypische Orte und Personen wieder, die entwicklungspsychologische Themenfelder der Kinder repräsentieren: der König und die Königin, die Königskinder, der Hofnarr, das Gebirge, der Wald, u.a.m. Im Königreich zeigt sich zudem, dass es sich bei der therapeutischen Arbeit mit diesen Kindern um eine tiefenpsychologische Form von Kulturerwerb handelte.

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Hüppe, Eberhard:  Leidenschaft und Ethos
Zwei Studien zu Ludwig van Beethoven und Georg Simmel

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 17
2021, Paperback, 97 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0247-7, Preis: 16,00 €

Beethovens Musik zeichnet sich durch eine Vielfalt von Affektkonstruktionen aus, von denen die in c-Moll die wohl bekannteste sein dürfte. Dass auch Tonartendispositionen affektprägend sein könnten - hier Molldominanten als (wie wir versuchen zu zeigen) Dominanten der Leidenschaft -, dem widmet sich die erste der beiden in diesem Buch vorgelegten Studien. Bei der Spurensuche nach der Musik im Werk des Soziologen und Lebensphilosophen Georg Simmel begegnen wir neben Michelangelo und Rembrandt Beethoven als Verkörperung eines leidenschaftlichen Künstlers, dessen Normüberschreitungen unter dem Aspekt seines Arbeitsethos zu sehen sind.

Prof. Dr. habil. Eberhard Hüppe lehrt Musikgeschichte und Analyse am FB 15 (Musikhochschule) und Kultursoziologie am FB 6 (Institut für Soziologie) der Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, Musik und Gesellschaft, Wissenschaftsgeschichte der musikalischen Analyse, Wissenssoziologie musikalischen Handelns, Soziale Atmosphären.

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Gutjahr, Marco; Jewanski, Jörg; Tibbe, Rebekka R. (Hrsg.): Gemalte Musik
Rudolf Gahlbecks Schriften zur Farbe-Ton-Forschung

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 16
2020, Paperback, XIV, 165 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0232-3, Preis: 20,50 €

Das künstlerische und theoretische Werk des Males, Musikers und Kunstpädagogen Rudolf Gahlbeck (1895–1972) ist historisch wie systematisch von beispielhaftem Interesse. Aufgewachsen im Deutschen Kaiserreich, Freiwilliger im Ersten Weltkrieg, gelebt in den Wirren der Weimarer Republik, erlebte er das Desaster nach 1933 und bis zu seinem Tode 1972 die politischen Verhältnisse der DDR. Sein künstlerisches Werk weiß sich weitgehend den Prinzipien der gegenständlichen Kunst verpflichtet und doch unternimmt Gahlbeck überraschende Ausflüge in die Welt der synästhetischen Malerei. Der hier vorgelegte mit zahlreichen Abbildungen versehene Band versammelt erstmals sämtliche Texte Rudolf Gahlbecks zur Farbe-Ton-Forschung sowie eine Reihe von Texten zur zeitgenössischen Kunst und Kunstpädagogik. Er ermöglicht einen umfassenden Einblick in die Kunstauffassung Gahlbecks und macht sichtbar, wie sehr Leben und Werk darauf ausgerichtet waren, »in das Herz der Dinge«, wie er es selbst nannte, vorzustoßen.

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Nikolaeva, Nina; Konanchuk, Svetlana; Jewanski, Jörg (Eds.): Synesthesia: The Synthesis of Arts in World Art Culture
Abstracts from a Conference held in Saint Petersburg, March 4–5, 2019

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 15
2020, Paperback, 200 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0230-9, Preis: 20,80 €

This book provides abstracts of papers of the 2nd International Conference Polylogue and Synthesis of Arts: History and Modernity, Theory and Practice; Epochs – Styles – Genres, which took place on March 4–5, 2019, at the Rimsky-Korsakov Saint Petersburg State Conservatory. The conference was dedicated to Music and its relationship to Philosophy, Literature, and the Visual Arts. While papers were presented predominantly by Russian academicians, a range of authors participated from Western European, United States and Far East academies, including from China and Mongolia. In this way, the conference’s agenda was expanded to worldwide cultures. The original conference proceeding was published in Russian in 2019; it was subsequently translated into English and revised for this present edition. The limited availability of Russian academic publications in the West, combined with a language barrier, create considerable constraints in the way of wider recognition. We aim to address this gap by offering readers this English edition as a source for a broader appreciation in the West of contemporary Russian research.

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Jewanski, Jörg; Day, Sean A.; Siddiq, Saleh; Haverkamp, Michael; Reuter, Christoph (Eds.): Music and Synesthesia
Abstracts from a Conference in Vienna, scheduled for July 3–5, 2020

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 14
2020, Paperback, VII, 199 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0227-9, Preis: 22,20 €

Synesthesia is a remarkable phenomenon: it unites scientists and artists, scholars and laymen, as well as different disciplines such as neuroscience, psychology, musicology, art history, philosophy, and linguistics. It is ‘the’ interdisciplinary issue par excellence. This book provides the abstracts of a scientific-artistical conference “Music and Synesthesia” in Vienna, scheduled for July 3–5, 2020, with participants from different countries inside of Europe, from North, Central, and South America, and even from Australia.

Synästhesie ist ein bemerkenswertes Phänomen: Es vereint Wissenschaftler, Künstler, Fachleute und Laien sowie verschiedene Forschungsfelder wie Neurowissenschaften, Psychologie, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Philosophie und Sprachwissenschaften. Es ist ‚das‘ interdisziplinäre Thema schlechthin. Diese Buch sammelt die Abstracts einer wissenschaftlich-künstlerischen Tagung zu Musik und Synästhesie in Wien, geplant vom 3. bis 5. Juli 2020, mit Beiträgen aus verschiedenen Ländern Europas, Nord-, Mittel- und Südamerikas, und sogar aus Australien.

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Krause, André: Eindhovens Occult Rock-Phänomen The Devil's Blood
Eine Analyse von niederländischen und deutschen Presseartikeln und Reviews sowie Expertengesprächen

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 13
2020, Paperback, 254 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0223-1, Preis: 24,10 €

The Devil’s Blood aus Eindhoven: Ein Occult Rock-Phänomen. Wegen des kompromisslosen Kunstverständnisses ihres Masterminds Selim Lemouchi (1980-2014) gelang es den Niederländern, allen voran die deutsche Metalszene nachhaltig zu beeinflussen. Ein Magazin wie das Deaf Forever, derzeit das wichtigste Underground-Sprachrohr für härtere Stromgitarrenmusik, wäre ohne The Devil’s Blood wohl niemals entstanden. Dabei polarisierte die Band wie kaum eine andere seit der Jahrtausendwende, auf und neben der Bühne. Dazu trug nicht zuletzt Selim Lemouchis antikosmische Weltanschauung bei. Diese Publikation geht der Frage nach, welche Bilder in den Niederlanden und in Deutschland zwischen 2008 und 2019 von dieser in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Formation aus Noord-Brabant gezeichnet worden sind: Analysiert werden Presseartikel und Reviews aus den beiden genannten Ländern. Darüber hinaus kommen insgesamt 52 Experten zu Wort, in erster Linie Journalisten, Plattenkritiker und Musikwissenschaftler.

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Terbuyken-Röhm, Eva: Narzissmus in der Musiktherapie
Der narzisstische Musikgenuss in der Musiktherapie auf geschlossen psychiatrischen Stationen

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 12
2019, Paperback, 620 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0214-9, Preis: 36,70 €

In dieser Dissertation wird untersucht, wie Narzissmus und narzisstischer Musikgenuss in der Musiktherapie wirken und in einer Musiktherapiemethode für die Akutpsychiatrie mit einem offenen Setting die Stationsatmosphäre positiv beeinflussen. Die theoretische Basis bildet eine eigene Definition von narzisstischem Musikgenuss, welche auf der Narzissmustheorie Kohuts, Konzepten zum Musikgenuss, zu therapeutischen Atmosphären und zur milieutherapeutischen Arbeit aufbaut. Den praktischen Bezug stellen Fallanalysen aus der Musiktherapie in der Akutpsychiatrie, Liedanalysen von häufig eingesetzten Liedern unter Einbezug von Testgruppenarbeit und eine Mitarbeiterbefragung zum Einfluss der Musiktherapie auf die Stationsatmosphäre dar. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass der Erfolg dieser Musiktherapiemethode in den Wirkweisen und dem zielgerichteten Einsatz von narzisstischem Musikgenuss begründet liegt.

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Krause, André: 2 Minutes to Midnight? Der Umgang mit den Themen Gesellschaft, Politik und Krieg in den Lyrics von Iron Maiden

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 11
2019, Paperback, 437 Seiten, ISBN: 978-3-8405-2013-6, Preis: 29,30 €

Auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes im Bereich der interdisziplinären Metal Studies werden die Texte von insgesamt 42 Iron Maiden-Songs beleuchtet, die zwischen 1980 und 2015 erschienen sind. Ein wichtiger Bestandteil der Studie sind Interviews mit 21 Musikjournalisten und 37 Metal-Musikern (aus 11 Ländern), die sich zu den Themen „Metal-Lyrics“ im Allgemeinen und „Iron Maiden-Lyrics“ im Speziellen äußern. Die Arbeit zeigt unter anderem auf, dass Iron Maiden in vielen der Texte einem breiten Verständnis von Politik folgen und ihre Zuhörer mit Erzählern konfrontieren, die humanistische Grundwerte verinnerlicht haben. Der Umgang mit dem Thema „Krieg“ hat sich im Untersuchungszeitraum stark verändert: Während in den 1980er Jahren comicartige strahlende Helden dominierten, markierte das Jahr 1992 eine Zäsur, weil sich Iron Maiden seitdem häufig in äußerst kriegskritischen Songs mit dem Innenleben – nicht selten traumatisierter – Soldaten beschäftigen.

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Ayoub, Rommel: Arabische Einflüsse im Schaffen Béla Bartóks

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 10
2019, Paperback, II, 309 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0201-9, Preis: 26,60 €

Dass Béla Bartók (1881-1945) nach mehreren Studienreisen durch den Vorderen Orient und Nordafrika von arabischer Musik fasziniert war, ist keineswegs zu bezweifeln, aber auch nicht zu überschätzen, wie der aus Jordanien stammende Verfasser als qualifizierter Kenner der Materie im Gegensatz zu bisherigen, zweifelsohne respektablen Publikationen nachweist. Gerade dieses Spannungsfeld galt es in dieser 2018 von der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angenommenen Dissertation ethnologisch-analytisch intensiv zu hinterfragen. Und zwar insbesondere vor dem Hintergrund, dass Bartók sowohl Vierteltonintervallik als auch Maqamat-Modi trotz aller Bemühungen nur sehr bedingt in das europäische Notationssystem übertragen konnte. Damit leistet der Verfasser einen wesentlichen Beitrag zur musikethnologischen Forschung. Eine einleitende Einführung in die Besonderheiten arabischer Musiktheorie erweist sich in diesem Kontext als fundamentale Informationsquelle

The fact that Béla Bartók (1881-1945) was fascinated by Arabic music after several study trips through the Middle East and North Africa cannot be doubted, but on the other hand should not be overestimated. The Jordan-born author of this dissertation proves a qualified expert on the subject, in contrast to previous undoubtedly respectable publications. This dissertation, which was adopted in 2018 by the faculty of philosophy at Westfälische Wilhelms-Universität Münster, aims to intensively question Bartók’s work ethnologically and analytically. In particular, against the background that Bartók, despite all his efforts, only achieved a transfer of quartertone intervals and Maqamat modes to the European notation system only to a very limited extend. In addition, the author certainly makes a significant contribution to music-ethnological research. A preliminary introduction to the peculiarities of Arabic music theory proves to be a fundamental source of information in this context.

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Nowack, Katharina: Mit offenen Ohren
Wahrnehmung und Gestaltung auditiver Milieus in Einrichtungen für Menschen mit Demenz

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 9
2018, Paperback, 420 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0187-6, Preis: 29,90 €

Diese Dissertation geht den Fragen nach, wie sich das auditive Milieu auf drei Wohnbereichen für Menschen mit Demenz gestaltet, wie es positiv umgestaltet werden kann und welche Auswirkungen dies für Bewohner und Mitarbeiter hat. Vor einem theoretischen Hintergrund u.a. der psychologischen Morphologie nach Wilhelm Salber und dem auditiven Milieu nach Jan Sonntag fand in einem Prä-Post-Design eine Mixed-Methods-Untersuchung statt, bestehend aus Lautstärke- und Nachhallzeitmessungen, Klangprotokoll- und Fragebogenerhebungen der Mitarbeiter, Dementia-Care-Mapping-Beobachtungen der Bewohner mit Demenz sowie Untersuchungen der Atmosphäre durch Atmosphärenbeschreibungen. Es zeigte sich, dass die Bewohner äußerst differenziert auf Lautstärke und Klänge reagierten und dass die Kombination aus Fortbildungen für die Mitarbeiter zur Sensibilisierung, technischen Veränderungen auf den Wohnbereichen und Schalldämpfungsmaßnahmen am effektivsten war, um das auditive Milieu positiv umzugestalten.

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Siedenburg, Ilka; Harbig, Georg (Hrsg.): Kreatives Musizieren in der Bläserklasse
Wege zum Improvisieren und Komponieren zwischen Jazz und experimentellem Klang

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 8
2018, Paperback, 106 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0183-8, Preis: 15,70 €

Bläserklassen werden heute vielerorts erfolgreich realisiert und treffen auf positive Resonanz. Als besondere Stärke dieser Angebote wird häufig die Möglichkeit der Förderung von Kreativität angeführt. Doch inwieweit kann kreativer Ausdruck – etwa durch eigenes musikalisches Gestalten beim Improvisieren oder Komponieren – im Rahmen einer Bläserklasse tatsächlich realisiert werden? Welche didaktischen Konsequenzen ergeben sich, wenn das kreative Musizieren in den Mittelpunkt gestellt wird? Die verschiedenen Beiträge des Bandes nähern sich diesen Fragen mal aus wissenschaftlicher Perspektive, mal aus der Praxis heraus. Sie bieten damit sowohl theoretische Grundlegungen für Innovationen in der Bläserklassendidaktik als auch konkrete Unterrichtsideen zum kreativen Musizieren mit Blasinstrumenten.

Brass bands and big bands are very common in German secondary schools today. They have been successfully established as a new form of music education within the school system. The alleged potential to foster the pupils’ creativity is often considered to be a central quality of this form of music education. But to what extend can creative practices like improvising or composing actually be realised in the classroom? What kind of consequences for teachers and students are resulting out of the fact that the emphasis in brass band classes is put on creative music making?

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Hoppert, Timo: In verwandelter Gestalt
Schamanische Zeremonie und musiktherapeutische Heilkunst am Beispiel der Gongtherapie

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 7
2018, Paperback, VI, 450 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0181-4, Preis: 38,20 €

Die Dissertation behandelt im ersten Abschnitt (Theorie und Praxis) die Grundlagen des Einsatzes von außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen (ABZ) in der Psychotherapie. Hierbei findet eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Bedeutung und dem Gebrauch von ABZ in der Musikpsychotherapie statt, die als kulturhistorisches Äquivalent der Gegenwart zur traditionellen schamanischen Zeremonie gelten kann. Dies wird anhand einer vergleichenden Untersuchung zwischen einer exemplarischen schamanischen Zeremonie und der Gongtherapie verdeutlicht. Im zweiten Abschnitt (Forschung) werden mehrwöchige klinische Fallverläufe der Gongtherapie untersucht und psychologisch rekonstruiert. Ein zweiter Untersuchungsschritt dient dazu, zusätzlich zu den fünf methodisch operationalisierten Längsschnittuntersuchungen die Gemeinsamkeiten der Patientenerfahrungen im Querschnitt zu erläutern. Dadurch konnte ein überindividuelles Wirkgefüge der Gongtherapie aufgedeckt und mit vielfältigen Beispielen exemplifiziert werden.

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Liesert, Ruth: Vom Symptom zum Gefühl
Guided Imagery and Music für stationäre Psychosomatik

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 6
2018, Paperback, 777 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0179-1, Preis: 49,90 €

Ausgangspunkt dieser Dissertation ist ein Überblick über Entstehung und Verbreitung der Psychotherapiemethode GIM Guided Imagery and Music, die für die Selbsterfahrung psychisch gesunder Menschen gedacht ist. Ausführlich werden die einzelnen Elemente einer GIM-Stunde mit ihren verschiedenen praxeologischen Aspekten beleuchtet. In einem Mittelteil wird eine von der Autorin entwickelte Modifikation „GIM für stationäre Psychosomatik“ und ihr klinisches Umfeld vorgestellt. Diese Modifikation unterstützt die Patienten darin, positive (und - KURSIV) negative Affekte wahrzunehmen und zu bewältigen. Eine abschließende qualitative Studie geht anhand von vier Musiktherapieprozessen der Frage nach, ob GIM für stationäre Psychosomatik die mentalisierte Affektivität von Patienten verbessern kann. Mit Überlegungen zu Wechselwirkungen von GIM für stationäre Psychosomatik und Bindungserleben sowie der Fähigkeit der mentalisierten Affektivität wird die Wirksamkeit der Methode erklärt.

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Kolb, Christof: Die Kultivierung der Klangproduktion am Beispiel der Ensemblestücke in der Musiktherapie
Darstellung einer Kurzbehandlung aus dem Bereich der psychosomatischen Rehabilitation

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 5
2016, Paperback, IX, 419 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0146-3, Preis: 24,80 €

Diese Studie sucht nach der Verwandlungsrichtung (Kultivierung), die sich innerhalb einer Gruppenstunde in der Behandlung der gemeinsamen Klangproduktion eines Laienensembles in der psychosomatischen Rehabilitation vollzieht. Das spontane und regellose Spiel birgt ursprüngliche Züge in sich. Der Schatz dieser einfachen Handlungen wird geborgen durch ihre schrittweise sprachliche Rekonstruktion. Die Wirkungsanalyse dieser Produktionen gelingt, indem die Phänomene sich aus sich heraus selbst verstehen und erklären (Immanenz).
Die in den elf Fallbeispielen herausgehobenen seelischen Formenbildungen lassen sich in sechs Übergangsstrukturen typisieren. Dadurch nimmt diese Morphologie Abstand vom Krankheitsbegriff und akzentuiert eine kunstanaloge Behandlung seelischer Störungen. Die Praxis dieser Musiktherapie unterscheidet sich von deren adjuvantischen Zuordnungen in der stationären Psychosomatik. Paradoxerweise gelingt es sie dadurch erfolgreich im institutionellen Zusammenhang zu verorten.

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Imken, Heike: Der Erfolg des schwedischen Musikexportes
Eine vergleichende Studie zum Export und zur Geschichte der populären Musik Schwedens und Deutschlands

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 4
2014, Paperback, 405 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0115-9, Preis: 24,10 €

Schweden gilt als drittgrößter Musikexporteur der Welt. Die interdisziplinäre Arbeit befasst sich mit den Gründen für diesen außergewöhnlichen Erfolg. Mithilfe einer vergleichenden Studie zum Musikexport und zur Geschichte der populären Musik Schwedens und Deutschlands sowie einer Fragebogenuntersuchung soll die Frage nach den Gründen für den Musikexporterfolg beantwortet werden. Die Dissertation setzt sich zum Ziel, aufzuschlüsseln, wie es zum Erfolg des schwedischen Musikexportes kam, wie groß dieser Erfolg ist und welche Auswirkungen die Tatsache hat, dass sich Schweden seit den 90er Jahren einen Namen als drittgrößter Musikexporteur der Welt gemacht hat. Die schwedische Musikgeschichte und das schwedische Musikexportphänomen werden in dieser Arbeit in Kontrast zu dem Vergleichsland Deutschland gesetzt. Ziel ist es, zu erforschen, welche Faktoren eine Rolle für den Musikexporterfolg spielen und wie die Länder ihren Musikexport steigern können.

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Rosenberger, Burkard (Hrsg.): Johann Crügers Geistliche Kirchen-Melodien (1649)
Textkritische Edition

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 3
2014, Paperback, V, 419 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0111-1, Preis: 36,00 €

Johann Crüger (1598–1662) zählt zu den bedeutendsten deutschen Kirchenliedschöpfern des 17. Jahrhunderts. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Paul Gerhardt (1607–1676), dessen Liedtexte Crüger vielfach vertonte, trug zu beider Ruhm und bis heute andauernder Rezeption bei. Crügers 1647 erstmals unter diesem Titel publizierte Praxis Pietatis Melica war bis weit ins 18. Jahrhundert hinein das am meisten verbreitete evangelische Gesangbuch im deutschsprachigen Raum; allein zu seinen Lebzeiten erschien dieses Werk in zehn Auflagen. 1649 veröffentlichte Crüger die Geistlichen Kirchen-Melodien, eine Auswahl von 161 Liedern aus der Praxis Pietatis Melica im meist vierstimmigen Kantionalsatz; bei gut einhundert Nummern fügte Crüger zwei konzertierende Oberstimmen hinzu und erschuf damit einen neuen, instrumental unterstützen Typus des mehrstimmigen Gemeindechorals. Der vorliegende Band ist die erste vollständige Quellenedition der Geistlichen Kirchen-Melodien.

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Hüppe, Eberhard: Urbanisierte Musik
Eine Studie über gesellschaftliche Determinanten musikalischer Raumproduktion und Raumaneignung

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 2
2012, Paperback, 495 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0060-2, Preis: 26,80 €

Städte sind akustische Systeme mit einer historisch gewachsenen semantischen Bandbreite. Ihr Klangraum stiftet Identitäten, fasziniert, schreckt ab, wird in Verbindung gebracht mit musikalischen Traditionen und lokalen Musikstilen, verselbständigt sich zu touristischen Klischees. Ein weites kulturgeschichtliches Feld öffnet sich. Musik, Raum, Klang und Geräusch verbinden sich zu bisweilen widersprüchlichen oder heterotopen Szenarien. Wie setzt sich musikschaffendes Handeln mit solchen Szenarien auseinander? Darauf versucht die vorliegende Studie Antworten zu geben, indem sie musikwissenschaftliche Sachverhalte gesellschaftstheoretisch durchdringt. Raum ist ein gesellschaftliches Produkt: Unter der Maßgabe lassen sich zahlreiche Formen der Hervorbringung von Räumen und Atmosphären durch Musik, Klang und Geräusch auf Prozesse des gesellschaftlichen Wandels beziehen. Im 19. Jahrhundert verändert dieser Wandel die urbane Klangwelt durchgreifend. Räumliche Wirklichkeiten werden zum Gegenstand des musikalischen Schaffens – empirisch, ästhetisch und strukturell.

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Choi, Misei: Der musikalische Vortrag im 19. Jahrhundert
Musiktheoretische und -ästhetische Untersuchungen

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 1
2009, Paperback, 213 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0003-9, Preis: 17,50 €

Der Begriff des musikalischen Vortrags entwickelt sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Tradition der aufklärerischen Rhetorik. „Vortrag“ ist abzugrenzen einerseits von dem bis zur Bach-Zeit gebräuchlichen, der antiken Rhetorik entstammenden Begriff „executio“ und andererseits von der „Wiedergabe“, der auf eine objektive, texttreue Darstellung bezogen ist. Die vorliegende Arbeit stellt sich die Frage nach den Vorstellungen, die die Zeit der Romantik, etwa zwischen 1815 und 1890, mit dem Begriff „musikalischer Vortrag“ verbunden ist. Der musikalische Vortrag ist mit vielen Fäden an die Zeit seiner Entwicklung wie an die philosophisch geprägte Musikanschauung gebunden. Dementsprechend steht der musikalische Vortrag im 19. Jahrhundert im Spannungsfeld der romantischen Tradition und des positivistisch-wissenschaftlichen Denkens. Die Interpretationskultur im 19. Jahrhundert kann als gelungene Vereinigung der beiden Tendenzen bezeichnet werden.

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