Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster

Medizin (Reihe V)

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Karsten, Miriam: Tuberkulose und Gesundheitsversorgung in Münster in der Nachkriegszeit (1945-1949)

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe V – Band 7
2020, Paperback, 209 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0231-6, Preis: 20,60 €

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in der stark zerstörten Stadt Münster die Ausbreitung von Infektionskrankheiten befürchtet. Der als „Volkskrankheit“ verstandenen Tuberkulose kam dabei große Bedeutung zu. In dieser Dissertationsschrift wird untersucht, wie der Kampf gegen Tuberkulose mit der Debatte um Mangelernährung, Wohnungsnot und Migrationsbewegungen einherging. Im Mittelpunkt steht die teils konfliktreiche Zusammenarbeit der britischen Besatzungsmacht mit deutschen Behörden und Institutionen; beide Seiten hatten den möglichst raschen Wiederaufbau des Gesundheitssystems zum Ziel. Ende der 1940er Jahre wurden neue Chemotherapeutika in den westfälischen Heilstätten und der Universitätsklinik Münster eingeführt. Mit dieser innovativen Therapieoption und den sich wieder bessernden Lebensverhältnissen kam es zu einem deutlichen Rückgang der Tuberkulosefälle.

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Schurek, Hans-Joachim: A laboratory manual of kidney perfusion techniques
unter Mitarbeit von Klaus Hinrich Neumann, Frank Schweda und Jan Czogalla

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe V - Band 6
2017, Hardcover, VIII, 228 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0154-8, Preis: 71,50 €

An organ such as the kidney naturally functions best in a healthy organism. Once a kidney has been removed from its normal context, it is crucial to find the optimal compromise between the demands of the problem at issue and the experimental model to be adopted. An isolated kidney is, in effect, a “dying kidney”, although it may continue to function for between 1 and 4 hours, depending on one's definition of normal. The basic reason for the progressive deterioration in function can be found in the stresses set up by the transition from perfusion by whole blood to the use of a more or less artificial perfusing medium. Indeed, blood is a “liquid organ”, a highly complex cocktail that is steadily being reconditioned by the actions of other organs, and this complexity explains why all efforts to maintain kidney function in isolation are ultimately doomed to failure. If we want to approach its fantastic properties, then we should leave an organ as the kidney within the body. As Mephisto remarks in Goethe's drama “Faust”, Studierzimmer II: “Blut ist ein ganz besondrer Saft”: “blood is a quite special juice”.

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Schurek, Hans-Joachim: Laborhandbuch Nierenperfusion
unter Mitarbeit von Klaus Hinrich Neumann und Frank Schweda

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe V - Band 5
2015, Paperback, X, 227 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0132-6, Preis: 52,80 €

Die beste und normale Funktion hat ein Organ wie die Niere nur im gesunden Organismus. Sobald man die Niere experimentell isoliert, muss man die richtige Balance finden zwischen Fragestellung, der dazu passenden Variante des experimentellen Modells und der Antwort, die man von diesem Experiment erwarten kann. Eine isolierte Niere ist eine "sterbende Niere", auch wenn man über 1-4 h eine Funktion aufrechterhalten kann, je nach Definition und den Ansprüchen an eine normale Funktion. Der Grund für die Begrenzung der Überlebensfähigkeit eines isolierten Organs mag in der Übergangsphase liegen zwischen der in vivo Vollblutperfusion zu der Perfusion mit einer mehr oder weniger künstlichen Perfusionslösung als Blutersatz: Blut ist als "flüssiges Organ" eine hochkomplexe Mischung die permanent rekonditioniert wird durch eine Reihe von Organen und wenn wir an diese phantastischen Eigenschaften herankommen wollen, dann sollten wir ein Organ wie die Niere besser im Organismus belassen. Goethe lässt im Drama Faust I, Studierzimmer II Mephisto sagen: "Blut ist ein ganz besondrer Saft".

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Hawerkamp, Hartwig: Beiträge zur Geschichte des Arbeiter-Samariter-Bundes von seiner Gründung (1888) bis zu seinem Verbot (1933)

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe V - Band 4
2012, Paperback, 338 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0070-1, Preis: 19,00 €

Die rasante Industrialisierung Deutschlands Ende des 19. Jahrhunderts ließen erhebliche Lücken in der Erste-Hilfe-Versorgung Verunglückter entstehen. Bauhandwerker gründeten in Verbindung mit der erstarkenden politischen Arbeiterbewegung eine proletarische Rettungshilfegruppe, die sich über die Grenzen Berlins hinaus rasch ausbreitete.
Die Spaltung der Nachkriegs-Sozialdemokratie in eine reformistische und revolutionäre Ausrichtung wirkte sich ebenfalls erheblich auf die Arbeiter-Samariter-Bewegung der Weimarer Zeit aus. Der durch die ASB-Bundesleitung aufoktroyierte Konkurrenzdruck gegenüber dem staatlich und militärisch protegierten DRK favorisierte die Hinwendung zur eformistisch-staatsbejahenden Strömung in der Hoffnung auf Gleichbehandlung durch die behördlichen Institutionen.
1933 fiel der ASB dem Verbot „marxistischer Organisationen“ zum Opfer, politisch aktive Mitglieder wurden verfolgt. Das Bundeseigentum wurde dem DRK, den SA- oder SS-Sanitätseinheiten zugeschlagen.

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Schwake, Silke: Die lokalen Entzündungsmediatoren Interleukin-6 und Procalcitonin im Liquor bei Patienten mit Ventrikulitis und Vasospasmus

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe V - Band 3
2012, Paperback, 136 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0064-0, Preis: 12,80 €

Sowohl Ventrikulitis als auch Vasospasmus sind Krankheitsentitäten mit hoher Morbidität und Mortalität. Dennoch ist bei diesen neurochirurgischen Intensivpatienten die Diagnose nicht immer leicht zu stellen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die im Liquor befindlichen Entzündungsmediatoren Interleukin-6 und Procalcitonin als neue Diagnoseparameter für Ventrikulitis und Vasospasmus bei Patienten mit einer externen Ventrikeldrainage zu untersuchen. Die nicht randomisierte prospektive Überwachungsstudie mit Cross Over Design konnte signifikant höhere Interleukin-6- und PCT-Werte bei Patienten mit gesicherter Ventrikulitis bestimmen. Auch Patienten mit suspekter Ventrikulitis wiesen signifikant höhere PCT-Werte auf. Bei Patienten mit Vasospasmus konnten hingegen keine erhöhten Entzündungsparameter aufgezeigt werden.

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Brinckmann, Paul / Frobin, Wolfgang / Leivseth, Gunnar / Drerup, Burkhard : Orthopädische Biomechanik

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe V - Band 2
2012, Paperback, 499 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0059-6, Preis: 37,00 €

Das Buch beschreibt Gedankengänge und Vorgehensweisen der orthopädischen Biomechanik, den Kenntnisstand zu Belastung und Beanspruchung des Haltungs- und Bewegungsapparates sowie die Reaktion der Gewebe auf mechanische Einflüsse exakt, aber mit einem Minimum an mathematischer und physikalischer Argumentation. Es gliedert sich in die Abschnitte

I Grundlagen aus der Mechanik
II Grundlagen aus der Mathematik
III Mechanische Aspekte des Haltungs- und Bewegungsapparates
IV Übungsaufgaben mit ausgearbeiteten Lösungen

Zahlreiche Abbildungen unterstützen die anschauliche Darstellung.
Ein Buch für Orthopäden, Ingenieure, Naturwissenschaftler, Physiotherapeuten und Orthopädietechniker in den Bereichen Forschung und Entwicklung von Orthopädie und Rehabilitation.

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Wellerdiek, Julia: Experimentelle Untersuchungen zur Proarrhythmie in einem Modell der schrittmacherinduzierten chronischen Herzinsuffizienz

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe V - Band 1
2010, Paperback, 116 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0021-3, Preis: 20,60 €

In dieser Arbeit wurden elektrophysiologische Mechanismen proarrhythmischer Medikamenteneffekte bei einer chronischen Herzinsuffizienz untersucht. Dazu wurde durch schnelle ventrikuläre Schrittmacherstimulation bei Kaninchen eine chronische Herzinsuffizienz erzeugt, um die Auswirkungen einer medikamentösen Kaliumkanalblockade auf die Repolarisation am Langendorff-perfundierten Herzen zu untersuchen.
Eine Verlängerung der Repolarisation bei insuffizienten Herzen sowie das Auftreten proarrhythmischer Medikamenteneffekte konnte bei den insuffizienten Herzen nachgewiesen werden. Bei weiblichen Tieren wurde eine höhere transmurale Dispersion der Repolarisation als Korrelat der geringeren Repolarisationsreserve gemessen. Diese bildete das geeignete Substrat auf dessen Grundlage es durch Trigger wie frühe Nachdepolarisationen zu mehr ventrikulären Tachykardien kam. Diese Ergebnisse gilt es in die differenzierte medikamentöse Behandlung der Herzinsuffizienz mit einzubeziehen.

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