Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster

Geschichte (Reihe X)

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Kraus, Alexander; Köster, Fabian:  „So will ich dir Gruß aus weiter Ferne schicken.“
Feldpost des westfälischen Landsturmmanns Heinrich Echtermeyer, 1916–1918

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X – Band 33
2021, Paperback, 166 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0249-1, Preis: 18,90 €

In diesem Band finden sich insgesamt 57 Feldpostbriefe und Postkarten, die Heinrich Echtermeyer, ein Landwirt aus dem westfälischen Halverde, von Juli 1916 bis November 1918 von der Ostfront an seinen Bruder Bernhard schickte. In ihnen reflektiert er seine eigene bescheidene Rolle in der Ausnahmesituation des Krieges und sein Fronterleben, lässt seiner fortschreitenden Desillusionierung und Kriegsmüdigkeit freien Lauf und schreibt von seiner Sehnsucht nach der Heimat, seiner Trauer, wenn ihn Verlustnachrichten aus eben dieser erreichten. Seiner Feldpost sind fünfzehn Kommentare an die Seite gestellt, die von Studierenden der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster erarbeitet wurden. In ihnen werden einzelne Aspekte der Feldpostbriefe Echtermeyers exemplarisch analysiert.

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Dahlmann, Alissa: Zwischen Bischof und Gemeinde – Die Entwicklung von der Märtyrerverehrung zum Reliquienkult im 4. und 5. Jahrhundert

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 32
2020, Paperback, VI, 359 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0221-7, Preis: 25,90 €

Die frühe Forschung betrachtete den Erfolg, den der christliche Märtyrerkult seit dem 4. Jahrhundert innerhalb der Gesellschaft verzeichnete, als von den christlichen Laien initiiertes und von den Gemeindeleitern notgedrungen anerkanntes Phänomen. In den 1980er Jahren wurde ein neues Erklärungsmodell entworfen, nach dem die vermögenden christlichen Laien und Bischöfe den Kult um die Blutzeugen mit ihren Vorstellungen erst erschufen, förderten und maßgeblich prägten. Vor dem Hintergrund dieser sich widersprechenden Forschungsansätze, ist es das Ziel der vorliegenden Untersuchung, die Entwicklung der Märtyrerverehrung zum Märtyrer- und Reliquienkult erneut zu beleuchten und zu bewerten. Dabei wird der dialogische Charakter der Kommunikation zwischen Gemeindeleiter und -mitgliedern hinsichtlich bestimmter Konzepte und Ausprägungen der Märtyrerverehrung betont und untersucht, inwieweit die jeweilige Situation der gesamten Gemeinde zur Entstehung dieser Vorstellungen beigetragen hat.

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Janssen, Nina: Bildbesitz in der Peripherie
Die Verbreitung von Malerei und Grafik im Jeverland (1600–1900)

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 31
2020, Paperback, 524 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0219-4, Preis: 40,00 €

Erst die Kenntnis vom Typischen erlaubt, auch das Außergewöhnliche zu bewerten. Diese sozialhistorische Studie über die Werke bildender Kunst in der Provinz untersucht die Verbreitung und Nutzung von Malerei und Grafik abseits der großen Zentren.
Heute erhaltene Werke geben nur einen Ausschnitt des ehemaligen Vorkommens an Bildern wieder. Anhand des Fallbeispiels – dem Jeverland – wurde eine Methode entwickelt, um auch angesichts der stets lückenhaften Überlieferung die ursprüngliche Verbreitung von Bildern zu rekonstruieren. Dabei werden die erhaltenen Werke zu unterschiedlichsten Quellen in Bezug gesetzt, darunter beispielsweise besitzverzeichnende Inventare, Versteigerungsprotokolle, aber auch Werbeanzeigen. So können neben den Werken und ihrer Beschaffenheit auch ihre Auftraggeber und Käufer ermittelt werden sowie die in der Peripherie tätig gewordenen Maler.

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Rebolj, Anja: Transformation of Communal Identity in Slovenia: The Dolenjska Region from the 6th till the 21st Century

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 30
2019, Paperback, I, 373 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0202-6, Preis: 28,00 €

The core question addressed in this study is how the political regimes have modified the social structure of communities in the region of Dolenjska, of Podgorje in particular, in southeast Slovenia in the course of fifteen centuries. By means of ethnographic and historical data and by mobilising social-anthropological models of social structure, of social relationships, value and exchange, and of the reproduction of the social order as part of cosmological one, the analysis of the various ways in which the vicissitudes that have marked Slovenia’s political history – the focus being on the 19th and 20th centuries – has shown how community structures have adapted themselves so as to persist in the face of profound political change.

Die Kernfrage dieser Arbeit ist, wie die politischen Regimes die soziale Struktur der Gemeinschaften in der Region Dolenjska, insbesondere von Podgorje, im Südosten Sloweniens im Laufe von fünfzehn Jahrhunderten verändert haben. Anhand ethnographischer und historischer Daten und unter Bezugnahme auf sozialanthropologische Modelle der Sozialstruktur, sozialen Beziehungen, Wert und Austausch sowie der Reproduktion der Sozialordnung als Teil der Kosmologie, hat die Analyse der unterschiedlichen Ansätze durch welche die Wirren, die die politische Geschichte Sloweniens geprägt haben – mit dem Fokus auf das 19. und 20. Jahrhundert – gezeigt, wie sich die Gemeinschaftsstrukturen angepasst haben, um angesichts der tiefgreifenden politischen Veränderungen bestehen bleiben zu können.

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Hollenhorst, Silke: Sibalik Alogo/Gedrehter Wind
Funktions- und Bedeutungswandel von Ritualobjekten der Toba-Batak aus Sumatra an Hand der Neubourg-Sammlung aus Lemgo

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 29
2019, Paperback, 403 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0197-5, Preis: 34,00 €

Diese Studie befasst sich mit Ritualobjekten, die ihre Bedeutung und ihren Wert zwei in Raum und Zeit weit voneinander entfernten Kulturen entleihen. Einerseits waren die untersuchten Objekte für ihre Herstellergesellschaft, die Toba-Batak aus Sumatra, ein integraler Teil des sozial-kosmologischen Lebens und unverzichtbar für die korrekte Durchführung bestimmter Rituale. Dazu animierte der religiöse Spezialist (datu) die Gegenstände mit den spirituellen Komponenten tondi sowie begu und ermöglichte die Etablierung von Austauschbeziehungen, welche das Überleben der Gesellschaft sicherten. Andererseits bildet die deutsche Regionalkultur im Kreis Lippe den Kontext, in dem die von den deutschen Auswanderern Johannes und Ernst Neubourg in Sumatra erworbenen Objekte nun Teil einer historischen Sammlung im Heimatmuseum der Stadt Lemgo geworden sind. Angekommen im kollektiven Bewusstsein der Lemgoer Gesellschaft belegen die Sammlungsobjekte eine grundlegende Funktions- und Wertänderung: sibalik alogo.

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Friesen, Marcel; Hesse, Christoph Leonard: Antike Kanonisierungsprozesse und Identitätsbildung in Zeiten des Umbruchs
Tagungsband zur Internationalen Nachwuchstagung in Münster
(26.–27. Mai 2017)

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 28
2019, Paperback, XXII, 312 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0196-8, Preis: 26,80 €

„Kanon“ und „Identität“ gehören wie „Erinnerung“ und „kollektives Bewusstsein“ zum Vokabular eines kulturwissenschaftlichen Paradigmas, das sich nachhaltig auf z. T. sehr disparat geführte Diskurse in den Altertumswissenschaften ausgewirkt hat. In diesem Tagungsband werden die vielfältigen Kanonisierungsprozesse und ihre identitätsstiftende Kraft in Zeiten soziopolitischer Transformation näher untersucht. Das überlieferte Quellenmaterial reicht dabei von sakralem Schrifttum über Gesetzessammlungen bis hin zu Anthologien und Literaturlisten für den antiken Rhetorikunterricht. Diesen Textzeugnissen stehen Artefakte und Denkmäler gegenüber, die ebenfalls als autoritative Manifestation kollektiver Identität in ihrer Kanonisierung und Wandlungsfähigkeit in den Blick genommen werden.

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Wulfinghoff, Malte: Tour du Faso
Sport und nationale Identität in der multiethnischen Gesellschaft Burkina Fasos

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 27
2018, Paperback, XI, 449 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0190-6, Preis: 34,40 €

Die Tour du Faso ist das größte und traditionsreichste Straßenradrennen in Afrika, das seit 1987 jedes Jahr in Burkina Faso stattfindet und an dem Nationalmannschaften aus Afrika und nationale Teams aus Europa teilnehmen. Die Rundfahrt genießt innerhalb der Bevölkerung eine hohe Popularität: Während der zehn Etappen quer durch Burkina Faso wird das ganze Land zum „Stadion“. Basierend auf einer 18-monatigen Feldforschung und einer sportethnologischen Analyse wird in dieser Dissertation aufgezeigt, wie die Tour du Faso zur Förderung der nationalen Identität in der multiethnischen Gesellschaft Burkina Fasos beiträgt. In Burkina Faso stehen der landesweite Alltagsgebrauch und die sportlich-professionelle Nutzung des Fahrrades in einer engen soziokulturellen und historischen Verbindung zueinander. Auf dieser wichtigen Grundvoraussetzung aufbauend, verfügt der Staat mit der Tour du Faso über ein geeignetes Instrument, um durch die gezielte Einbindung politischer Maßnahmen und Strategien den Prozess der Nationenbildung zu stärken.

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Enseleit, Tobias; Peters, Christian (Hrsg.): Bilder vom Mittelalter
Vorstellungen von einer vergangenen Epoche und ihre Inszenierung in modernen Medien

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 26
2017, Paperback, VII, 280Seiten, ISBN: 978-3-8405-0168-5, Preis: 27,40 €

Die Zugänge zum Mittelalter sind in der modernen Medienlandschaft so vielfältig wie nie. Spielfilme, Videospiele, historische Romane, Kinderbücher, Fernsehserien, Gesellschaftsspiele und Comics betreiben einen enormen Aufwand, um ein ›authentisches‹ und überzeugendes Mittelalterbild zu entwerfen und damit dem Erwartungshorizont und den ästhetischen Ansprüchen ihrer Rezipienten zu genügen. Dieser Sammelband richtet aus verschiedenen mediävistischen Disziplinen den Blick darauf, welche Aspekte des Mittelalters im Aushandlungsprozess zwischen den ökonomischen Interessen der Produzenten und den Rezeptionsgewohnheiten der Konsumenten eine mediale Umsetzung erfahren und welche Aspekte ausgeklammert werden. Im Fokus stehen die Fragen, wie das Mittelalter ikonographisch und narrativ ins Bild gesetzt wird, wie Mittelalterbilder intermedial konstituiert werden und in welchem Rahmen die Anbindung geschichtskultureller Zugänge zu einer vergangenen Epoche im schulischen wie universitären Unterricht geboten ist und gelingen kann.

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Keller, Hagen; Blattmann, Marita (Hrsg.): Träger der Verschriftlichung und Strukturen der Überlieferung in oberitalienischen Kommunen des 12. und 13. Jahrhunderts

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 25
2016, Paperback, VIII, 504 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0142-5, Preis: 27,80 €

Das Vordringen der Schrift in Verwaltung und Gerichtswesen Oberitaliens im 12. und 13. Jahrhundert erforderte es, die anschwellenden Bestände zu sichern und die Inhalte rasch zugänglich zu machen. Das zwang die Träger – Notare und Verwaltungsfachleute – zur Entwicklung neuer Schriftguttypen und Ordnungstechniken, sei es ein optimiertes Einzelseiten-Layout, die Neuanlage von Urkundenbüchern oder der Aufbau von Archiven.
Die Beiträge untersuchen Entstehung, Ordnung und Überlieferung von Schriftgutbeständen in einem Kloster, die Erstanlage neuartiger Urkundenregister (Libri Iurium) und die Verdichtung komplexer Pachtverhältnisse in einer Liste. Sie beobachten die Verlagerung mündlicher Rechtsakte in Dokumente mit Amtszeugen und die Diskussion darüber, wie Klagen, Einreden und Zeugenaussagen allen Prozessbeteiligten zugänglich gemacht werden können. Und sie fokussieren kaum untersuchte Trägergruppen: Notare in Landgebieten, interkommunale Schiedsrichter und einen innovativen Wanderpodestà.

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Peters, Christian: Mythologie und Politik
Die panegyrische Funktionalisierung der paganen Götter im lateinischen Epos des 15. Jahrhunderts

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 24
2016, Paperback, 512 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0138-8, Preis: 28,00 €

Söldnerführer stürzen sich Seite an Seite mit Minerva in die Schlacht, Renaissancefürsten genießen die Förderung des Olymps – der Humanismus des Quattrocento ließ die antiken Götter nicht nur in die lateinische Epik zurückkehren, sondern brachte sie oft näher an die Welt der Sterblichen als je zuvor. Schon in den antiken Modellen hatte der Götterapparat eine Kernstelle inne, doch ging seine Verwendung in neulateinischen Epen über reine imitatio und aemulatio hinaus. Viele Epiker wählten, anders als ihre klassischen Vorläufer, Zeitgeschichte zum Gegenstand, daher wurde Camouflage militärischer oder politischer Fehlschläge, Neuarrangement ungünstiger Machtkonstellationen und Überzeichnung von Einzelereignissen zur panegyrischen Schlüsselkompetenz dichtender Hofhumanisten. Diese Studie zeigt anhand von Epen aus der Frühphase des panegyrischen neulateinischen Epos, wie pagane Götter und mythologischer Apparat zu einer wesentlichen Technik avancieren konnten, solche Anforderungen zu erfüllen.

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Heibel, Annemarie: Jankel Adler (1895 – 1949)
Band I: Monografie
Band II: Werkverzeichnis der Gemälde

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 23
2016, Paperback, Band 1: VI, 604 Seiten; Band 2: 526 Seiten,
ISBN: 978-3-8405-0128-9, Preis: 99,00 €

Jankel Adler, 1895 in Tuszyn – nahe Lodz, Polen – geboren und im Geiste des chassidischen Judentums erzogen, kommt zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Deutschland. Im Rheinland erlangt er große Anerkennung als Maler und Grafiker; Freundschaften mit Else Lasker-Schüler, Otto Dix, Paul Klee, Heinrich Hoerle und Franz Wilhelm Seiwert belegen zugleich seinen Stellenwert in Künstlerkreisen. Als politisch engagierte Persönlichkeit muss Adler 1933 fliehen; die letzten Lebensjahre verbringt er im Exil in England, wo er 1949 stirbt. Die zweibändige Publikation ist der erstmalige Versuch, das breit gefächerte Œuvre des Künstlers zu strukturieren und durchgängig vorzustellen; auch die bisher wenig beachteten Werkphasen in Polen, Frankreich und England werden einbezogen. Die Monografie skizziert die einzelnen Lebensphasen Adlers und die Stilmerkmale der entsprechenden Schaffensperioden. Im Werkverzeichnis werden 428 Gemälde aufgeführt, darunter zahlreiche erstmals dokumentierte Arbeiten.

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Manan, Abdul: The Ritual Calendar of South Acèh, Indonesia

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 22
2015, Paperback, IX, 357 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0125-8, Preis: 22,70 €

This publication addresses the manner in which Islam manifests itself in the culturally specific representations and actions of the society of Aneuk Jamee of South Acèh, Indonesia. Based on long-term social-anthropological field research it explores the relations between the so-called normative Islam - as that has been laid down in the canonical texts of the Qur’ān and hadīth- and the ways in which these normative ideas, locally understood and valued, are expressed in the rituals conducted. The research has revealed how in local perception these ritual actions generate a reproduction of the social relationships and the moral foundation that make up this society. The meticulous examination of the village ritual calendar shows that three different perspectives on this social and moral order prevail: a traditional adat perspective, the historical Islamic perspective, and the modernist Islamic perspective. This attributes to Aneuk Jamee a complex dynamic socio-religious identity within the field of Indonesian cultures.

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Jöckel, Jana: Vom "Wunder von Bern" zum "Sommermärchen"
Fußball-Weltmeisterschaften und die deutsche Nation

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 21
2015, Paperback, V, 253 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0124-1, Preis: 18,50 €

Im Mittelpunkt dieser Dissertation steht die Frage nach den Einflüssen der Fußball-Weltmeisterschaften 1954, 1990 und 2006 auf die Entwicklung Deutschlands als Nation. Untersucht werden sowohl die unmittelbaren als auch die langfristigen Auswirkungen der Großereignisse auf das nationale Selbstverständnis der Deutschen, aber auch auf die internationale Wahrnehmung des Landes. Während sich die von der deutschen Nationalmannschaft gewonnenen Weltmeisterschaften 1954 und 1990 neben dem sportlichen Erfolg durch ihre besondere zeitliche Stellung im Umfeld bedeutender weltpolitischer Transformationsprozesse als Analyseobjekte auszeichnen, rückt bei der WM 2006 vor allem ein neues Deutschlandbild in den Fokus. Diese Untersuchung der nationalen Identitätsbildung von der Nachkriegszeit bis 2014 basiert auf politikethnologischen sowie nations- und ritualtheoretischen Ansätzen. Sie versteht sich als historische binnenkulturelle Analyse, in der die Dreiecksbeziehung zwischen Fußball, Politik und Identität grundlegend ist.

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Brandherm-Laukötter, Christina: Zwischen Konflikt und Verständigung
Spielregeln interkultureller Kommunikation im Prozess der Integration Skandinaviens in das christliche Europa (9.–11. Jahrhundert)

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 20
2015, Paperback, 504 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0106-7, Preis: 28,00 €

Das Bild, das sich kommende Generationen von der Wikingerzeit in West- und Mitteleuropa machen sollten, wurde maßgeblich von den zeitgenössischen christlichen Geschichtsschreibern geprägt, die in ihren Werken ihrem Entsetzen über die aus Skandinavien kommenden Räuber und Plünderer Ausdruck verliehen. Als völlig unberechenbar, fremd und zutiefst feindselig erschienen die paganen Nachbarn im Norden vielen geistlichen Historiographen und Annalisten. Nichtsdestotrotz kam es im Verlauf des Frühmittelalters zu einer fortschreitenden Akkulturation Skandinaviens in das christliche Europa, was voraussetzt, dass trotz aller Feindschaft und Fremdheit verbindliche Kommunikation in der Konfliktführung und im Prozess diplomatischer Annäherung zwischen europäischen Christen und Skandinaviern möglich war. Die vorliegende Studie zeigt die Bandbreite dieser Kommunikation auf und geht der Frage nach ihren Spielregeln und Agenten nach.

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Kraus, Alexander; Ruderer, Stephan (Hrsg.): Umkämpfte Spielfelder
Fußball in der Geschichte Lateinamerikas

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 19
2014, Paperback, 176 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0102-9, Preis: 14,00 €

Die Verbindungen von Fußball und Politik in der Geschichte Lateinamerikas sind vielfältig und faszinierend. Auf dem fußballverrückten Kontinent spielte der Sport häufig auf der politischen Bühne mit und schrieb dabei kuriose Geschichten, darunter ein offizielles WM-Qualifikationsspiel ohne Gegner, ein Deutscher als erster brasilianischer Fußballstar, ein angeblicher „Fußballkrieg“, ausländische Starspieler während des Bürgerkriegs in Kolumbien oder ein demokratischer Fußballverein in Brasilien zur Zeit der Diktatur.
Doch wirklich interessant werden diese Anekdoten erst dann, wenn man versteht, wie häufig sie Ausdruck oder Abbild der historischen und politischen Entwicklung auf dem Kontinent waren. Aus diesem Grund sind die Texte in diesem Buch auch keine reinen „Fußballgeschichten“. Sie dienen uns vielmehr dazu, über das Phänomen Fußball einen Zugang zu der vielschichtigen und spannenden Geschichte Lateinamerikas zu eröffnen.

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Brand, Klaus: Wissenschaft und Religion in Mesmerismusdiskursen des
19. Jahrhunderts

Ein Beitrag zum Religionsbegriff und zur Entstehung moderner Spiritualität

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 18
2014, Paperback, III, 384 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0093-0 , Preis: 23,00 €

Ende des 18. Jahrhunderts wurde von Franz Anton Mesmer der 'animalische Magnetismus' als wissenschaftliche Heilmethode eingeführt. Zu Beginn stand diese inmitten der für lange Zeit unabgeschlossenen Auseinandersetzungen um Wissenschaftlichkeit. Schon um die Jahrhundertwende wurde er allerdings in religiösen Strömungen und dem Spiritismus rezipiert, was aber nur eine der vielen Facetten der Rezeptionsgeschichte des Mesmerismus ist. Das Grenzgebiet zwischen Wissenschaft und Religion wird dabei ganz besonders in der Verarbeitung innerhalb der Literatur des 19. Jahrhunderts deutlich.
Die Darstellung der Mesmerismusdiskurse ist ein religionswissenschaftlicher Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Religionsbegriffen. Viele Aspekte so genannter 'alternativer Religion' und 'populärer Spiritualität', die als besonders gegenwartstypisch angesehen werden, finden sich schon im Mesmerismus. Dieser wird somit nicht erst durch die Rezeption im Spiritismus zu einer wichtigen Strömung in der Ausbildung moderner Spiritualität. Unsere Gegenwartsreligiosität erscheint weniger neu und anders, als es häufig den Anschein hat.
In der vorliegenden Arbeit wird mit Hilfe eines multiperspektivischen Vorgehens für die deutschsprachige Religionswissenschaft erstmalig ein literaturwissenschaftlich-kulturpoetischer Ansatz im Anschluss an den New Historicism ausführlicher ausgearbeitet und angewendet.

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Sugandi, Yulia: The Notion of Collective Dignity among Hubula in Palim Valley, Papua

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 17
2014, Paperback, VI, 225 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0091-6, Preis: 20,00 €

Der zentrale Fokus dieser Dissertation liegt auf der konzeptionellen Konstruktion und Aufwertung der kollektiven sozialen Identität der Hubula, dem indigenen Volk im Palim-Tal Papuas, auch bekannt als das Volk der Dani. Sie untersucht, wie diese Identität in rituellen Handlungen sowie in der Herstellung und dem Austausch von kulturellen Gegenständen ausgedrückt wird und betrachtet die Art und Weise, in der der indonesische Staat sowie die römisch-katholische Kirche hierauf Einfluss genommen und zu einer Transformation beigetragen haben. Die präsentierten ethnographischen Daten dokumentieren die Resilienz der Hubula in ihrer Begegnung mit modernen Institutionen, einschließlich der Auswirkungen einer eindringenden Marktwirtschaft auf die lokalen Existenzformen und Ressourcen, sowie des Drucks, sich noch vollständiger in den indonesischen Staat zu integrieren, was eine Unterordnung der eigenen Autoritäts- und Leitungsformen der Hubula unter die Institutionen des indonesischen Staates mit sich bringt. Die Dissertation zeigt die Bedeutung einer Einbeziehung der ontologischen Grundlagen der Sozialstruktur der Hubula in die intervenierenden Kulturen und die Kulturpolitik auf, um zu einem würdevollen sozialen Wandel zu kommen.

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Livi, Massimiliano: Führerinnen del Terzo Reich
Nascita, sviluppo, funzione e struttura dell'élite politica femminile nazionalsocialista (1918-1939)

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 16
2012, Paperback, 254 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0076-3, Preis: 16,50 €

Trotz seiner Ablehnung des weiblichen Politisierungsprozesses, der mit dem Ersten Weltkrieg begann, delegierte Hitler noch vor der Machtergreifung den deutschen Frauen die Führung der „Frauenarbeit". In wenigen Jahren bildeten die NS-Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk eine der vielen Machtzentren der NSDAP, dessen Führung sich als eine wahre weibliche politische Elite etablieren konnte.

Diese Arbeit rekonstruiert den Prozess der Entstehung und Strukturierung dieser weiblichen Führung in den Gefügen des nationalsozialistischen Machtsystems.

Pur opponendosi sin dalle sue origini al processo di modernizzazione femminile che aveva avuto inizio con la Grande Guerra, Hitler delegò già prima della Machtergreifung alle donne tedesche la gestione della “sfera femminile”. In pochi anni la NSF e il DFW formarono uno dei centri di potere della NSDAP, il cui gruppo dirigente si affermò poi come élite politica femminile. Questo lavoro ricostruisce il processo di formazione e di strutturazione del gruppo dirigente femminile nel sistema di gestione del potere della NSDAP e del Terzo Reich.

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Schmidt, Oliver R.: Afroamerikanische GIs in Deutschland 1944 bis 1973
Rassekrieg, Integration und globale Protestbewegung

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 15
2013, Paperback, 554 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0080-0, Preis: 27,00 €

Afroamerikanische Männer erwiesen sich im Zweiten Weltkrieg dem „SS-Mann“ als Manifestation weißer, deutscher Männlichkeit als ebenbürtig. Sie betraten Deutschland als Eroberer und Besatzer. Als weiße GIs die soziale Hierarchie aus den USA zu importieren suchten, verteidigten die schwarzen GIs ihre Position im ersten Nachkriegsjahrzehnt. Bereits 1948 wurde die Segregation in den US-Streitkräften offiziell abgeschafft. Allerdings zeigte die Integration sich weder in der US-Gesellschaft noch im Armeealltag. In Deutschlang gerieten die GIs vielmehr in eine hybride Position zwischen Amerikanern und Deutschen, in der sie allseits diskriminiert werden konnten, aber gleichzeitig die Rolle des anderen Amerikaners als Repräsentant von Demokratie und Freiheit ausfüllten. Afroamerikanische GIs wurden zu Mittlern eines transatlantischen Kulturtransfers von Wissen, Kultur und sozialen Praktiken. In den 1960er Jahren wurden die US-Streitkräfte in Europa wieder zu einem Ort, an dem der Kampf um Bürgerrechte und die Freiheit der afroamerikanischen Bevölkerung ausgetragen wurde. In der Bundesrepublik trugen die GIs dazu bei, soziale und kulturelle Wahrnehmungsmuster der deutschen Bevölkerung zu modifizieren.

African American men proved equal in World War II to the “SS stormtrooper” as the manifestation of white German men. Black GIs entered Germany as conquerors and ranked above the defeated. When white GIs tried to implement the social hierarchy of black and white known in the US, African American GIs asserted their position during the first decade after the war. Formally, the GIs reached their aim of integration as soon as 1948. Their position was neither reflected in US society, nor in the reality of army life. In Germany, black GIs achieved a hybrid position somewhere between Americans and Germans, in which they were both discriminated against and respected as the other American representing freedom and democracy. Black GIs acted as mediators of knowledge, culture and social practices. In the 1960s, civil rights and the black freedom struggle were also negotiated in the US Army in Germany. There, GIs contributed to the change of social and cultural values of the German population.

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Mamsch, Stefanie: Kommunikation in der Krise. Könige und Fürsten im deutschen Thronstreit (1198 - 1218)

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 14
2012, Paperback, 443 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0071-8, Preis: 24,50 €

Der deutsche Thronstreit, der Konflikt um die Herrschaft im Reich zwischen Philipp von Schwaben, Otto IV. und später Friedrich II. (1198-1218), wurde auf verschiedenen Feldern und mit verschiedenen Mitteln ausgetragen und ist als Krise der konsensualen Herrschaftsordnung anzusehen. Die Basis dieser Ordnung – der Konsens zwischen König und Fürsten – war durch den Dissens über die Nachfolge im Reich grundlegend gestört. Die Studie geht vor diesem Hintergrund der Frage nach, wie sich die Herausforderung, die die Zweikönigssituation für die Kommunikationspraxis darstellte, auf das königlich-fürstliche Beziehungsgeflecht auswirkte; denn der Thronstreit war nicht zuletzt ein Wettstreit auf dem Feld der Kommunikation, auf welchem der Umgang mit den unterschiedlichen kommunikativen Mitteln den Verlauf des Thronstreits entscheidend beeinflusste. So werden Beratungen, Verhandlungen, Vermittlungen, aber auch Huldigungs- und Unterwerfungsakte sowie weitere Inszenierungen, z. B. bei Krönungen oder im Umgang mit besonderen Heiligen, thematisiert.

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Bunte, Tim: Fibeln und Keramik des 6. Bis frühen 11. Jhs. aus der Ortswüstung Balhorn bei Paderborn. Studien zum Kulturwandel von der merowingischen zur karolingisch-ottonischen Zeit

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 13
2013, Paperback, 550 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0074-9, Preis: 29,50 €

Die Ortswüstung Balhorn befindet sich etwa 2 km südwestlich der karolingischen Pfalz Paderborn. Ausgrabungen seit den 1970er Jahren legten eine Fläche von ca. 9 ha frei und konnten eine Besiedlung seit der Zeit um Chr. Geb. nachweisen.
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Analyse chronologisch und soziologisch aussagekräftiger Fundgruppen der Zeit vom 7. bis in das beginnende 11. Jh. Es ließen sich zwei Datierungsstufen vom 6. bis 8. bzw. späten 8. bis frühen 11. Jh. unterscheiden. So war es möglich, sowohl die technologische wie formale Entwicklung der Keramik dieser Zeit nachzuvollziehen. Die Untersuchung von Qualität und Quantität der archäologischen Hinterlassenschaften in bestimmten Siedlungsarealen gab Hinweise auf Veränderungen der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse. Auf diese Weise konnten Wachstum und Niedergang der Balhorner Siedlung erhellt und auch das Auftauchen christlicher Bildinhalte in einen breiteren Kontext gestellt werden.

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Snyders, Lothar: Ostdeutsche Agrarwirtschaft im Umbau
Die Herrschaft Birnbaum in südpreussisch-napoleonischer Zeit

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 12
2012, Paperback, 597 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0067-1, Preis: 28,80 €

Die ostelbische Gutsherrschaft war mit ihrem hierarchisch strukturierten sozialen Netzwerk eine weitgehend autarke Grundzelle der altpreussischen Gesellschaft und bot die wirtschaftliche Lebensgrundlage für die adelige Führungsschicht des Staates. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts machte sie infolge der Bauernbefreiung und des Übergangs zu einer gewinn- und marktorientierten Produktionsweise einen tiefgreifenden Wandel durch. Mit der vorliegenden Studie werden Daten zur konkreten Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitswelt sowie zu den Modalitäten der Finanzierung eines Gutes bereitgestellt. Damit wird dem sozialhistorischen Phänomen der ostelbischen Gutswirtschaft für einen gewissen Zeitabschnitt eine empirisch gesicherte Basis gegeben. Aufgrund einer glücklichen Quellenlage wird die Binnenstruktur einer Gutswirtschaft bis in alle Einzelheiten analysiert und die Veränderung des Verständnisses von Gutswirtschaft bei den Besitzern hin zu einem reinen Wirtschaftsunternehmen aufgezeigt.

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Tieben, Reemda: Politik von unten
Landstände, Bauern und unterbäuerliche Schicht im Ostfriesland der frühen Neuzeit (1594-1744)

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 11
2012, Paperback, 738 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0063-3, Preis: 34,50 €

In frühneuzeitlichen Territorien, so auch in Ostfriesland, wurde von allen Seiten Politik gemacht. Nicht nur der Landesherr mit seinen Beamten, sondern auch Landstände und verschiedene Gruppen in den ländlichen Siedlungen wie Bauern oder die unterbäuerliche Bevölkerung versuchten, mit ihrer Politik „von unten“ Einfluss auf Gemeinwesen zu nehmen. Frühneuzeitliche Politik kommt uns heute allerdings oft merkwürdig vor: Wie Politik gemacht wurde, unterscheidet sich stark von heutigen politischen Formen. Kommunale und rituelle Institutionen spielten dabei eine zentrale Rolle. Der Eigentümlichkeit und dem Zusammenspiel dieser Politiken im frühneuzeitlichen Ostfriesland zwischen 1594 und 1744 wird in dieser Dissertation mit Hilfe des Politikkonzeptes von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe sowie des Kommunalismus-Konzepts Peter Blickles nachgegangen.

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Schweers, Volker: Bruderschaften in Coesfeld um 1500

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 10
2012, Paperback, 808 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0054-1, Preis: 39,50 €

Bruderschaften sind Teil der genossenschaftlichen Strukturen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit und prägen vor allem das Leben in den Städten in vielfältiger Weise. Analysiert man das Bruderschaftswesen einer Stadt, gewinnt man nicht nur Einblicke in den religiösen Bereich städtischen Lebens, sondern in die Stadtgesellschaft überhaupt. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das Bruderschaftswesen von Coesfeld im ausgehenden 15. und 16. Jahrhundert. Die reiche Coesfelder Überlieferung an seriellen Quellen dieser Zeit ermöglicht zahlreiche Erkenntnisse über das Leben, die Rolle und die Funktionen von Bruderschaften und ihren Mitgliedern in der Stadt. Wer ist mit wem und warum vernetzt? Diese Fragen werden exemplarisch anhand der Schützenbruderschaft des hl. Antonius geklärt. Basis der Untersuchung ist dabei das Mitgliedsbuch der Bruderschaft, das in einer Edition zur Verfügung gestellt wird. Schützenbruderschaften bilden einen eigenen Typ, der für den Raum Westfalen beleuchtet wird.

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Schütte-Maischatz, Anke: Die Phiale - Zur zeichenhaften Funktion eines Gefäßtyps

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 9
2011, Paperback, 208 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0033-6, Preis: 15,00 €

Der um 700 v. Chr. aus dem Orient übernommene Gefäßtyp der Phiale spielte in der griechischen Kultur eine bedeutende Rolle. Ausgehend von einem Fundkomplex schwarzbunter Omphalosschalen von der Athener Akropolis untersucht die vorliegende Arbeit Funktion und Bedeutung dieses Gefäßtyps. Grundlage sind vor allem die zahlreichen Phialendarstellungen des 6. Jhs. v. Chr. Ob Symposion, Kriegerabschied oder Götterversammlung, die eigentliche Phialenhandlung besteht zumeist nicht im Trinken oder Spenden, sondern lediglich im schlichten Halten oder Reichen des Gefäßes. Es ist vor allem die zeichenhafte Verwendung der Phiale, ihre Funktion als Zeichen des Ranges, der Ehre und der Gemeinschaft, die sich bei näherer Betrachtung offenbart.

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Zumbült, Beatrix: Die europäischen Illustrationen des "Reineke Fuchs" bis zum 16. Jahrhundert

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 8
2011, Paperback, Band 1: 421 Seiten; Band 2: 513 Seiten,
ISBN: 978-3-8405-0047-3, Preis: 56,80 €

Die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bilder in den Textzeugnissen der Fuchs-Epik werden in dieser Arbeit dokumentiert und kunstgeschichtlich kontextualisiert. Es wird dabei nach dem motivgeschichtlichen Zusammenhang der illustrativen Fuchsdarstellungen in Europa von den Anfängen bis zum 16. Jahrhundert gefragt. Zentrale Aspekte sind dabei stets die sich wandelnden Bedeutungsbezüge der Bilder zum Text, der Grad ihrer parodisierenden Funktion und ihrer ikonographischen Verbindungen untereinander über Sprach- und Zeitgrenzen hinweg. 'Reineke Fuchs', der als Parodie auf gesellschaftliche Zustände, aber auch auf literarische Motive angelegt ist, muss Bilder überliefern, die Parodien auf andere Bildtypen sind. Daher ist ein weiteres Ziel die Suche nach den ikonographischen Bezugspunkten für die Bildparodie. All dies wird im Textteil (Band 1) diskutiert. Die Basis der Untersuchung liegt im Katalogteil (Band 2). Hier werden die Bildzeugen chronologisch geordnet und beschrieben.

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Bongartz, Roswitha: Steinmetzhandwerk und Sakralarchitektur - Die Baugeschichte der Propsteikirche St. Ludgerus zu Billerbeck/Westf. 1892-1898

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 7
2011, Paperback, 522 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0044-2, Preis: 25,80 €

Die großen Kirchen und die Kathedralen des Mittelalters machen Staunen, geben Anlass zur Bewunderung. Die Maße, die Bauzeiten, die Architekten, Zeit- und Kunstgeschichtliches sind häufig beschrieben.

Doch Fragen bleiben offen:
Wer hat das gebaut?
Wie ging es zu auf der Baustelle ohne die heutige Technik?
Wie viel Kraft forderte ein Arbeitstag von dem Menschen und wie hat er sonst gelebt?
Wie hoch war der Lohn und welchen Gefahren waren die Arbeiter ausgesetzt?
Und war die Arbeit am Stein Ausdruck eines gelebten Glaubens?

Aufgrund einer guten archivalischen Quellenlage und mit Interviewmaterial können diese Fragen für den Billerbecker Dom mit dieser Studie beantwortet werden. Es entsteht ein Bild vom Leben und Arbeiten der Menschen, die in nur sechs Jahren St. Ludgerus erbauten und davon, wie sie die Faszination der Neugotik lebten. Noch heute sind die Billerbecker Bürger mit der St. Ludgerus-Kirche verbunden – für sie ist sie „ihr Dom“.

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Junger, Stella: Präsentation im Bildnis deutscher Fürsten des 18.Jahrhunderts - Sachsen-Polen, Bayern und Brandenburg-Preußen zwischen Absolutismus und Aufklärung

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 6
2011, Paperback, 522 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0025-1, Preis: 46,50 €

Das Herrscherbildnis wird heute nicht mehr nur als Verknüpfung von Denkmal, Monument und Porträt, sondern auch als vielfältiges Zeugnis der Inszenierungskunst von Künstler und Herrscher gewürdigt. Gefragt wird nach Stand, Rang und Persönlichkeit, Tradition, Konvention, Zeitgeist, Mode, Können und Stil des Künstlers, Propaganda oder auch Erwartungen des Betrachters.
Die vorliegende Dissertation rückt diese Aspekte im Porträt ausgewählter deutscher Fürsten des 18. Jahrhunderts in den Fokus. Diese sind zum einen die kurfürstlichen und königlichen Herrscherpaare in Sachsen-Polen – August III. und seine Frau Maria Josepha – und Brandenburg-Preußen – Friedrich II. und Elisabeth Christine. Zum anderen wird das Kurfürsten- und Kaiserhaus in Bayern unter Karl VII. Albrecht und Maria Amalia sowie Maximilian III. Joseph und Maria Anna Sophie untersucht.
Anhand heute noch feststellbarer Typen analysiert und vergleicht die Arbeit die Porträts dieser Herrscher auf der Grundlage ihrer gemeinsamen gesellschaftlichen und politischen Situation. Unter den zahlreichen vorzustellenden Porträtisten und ihren Werken heben sich dabei insbesondere Georges Desmarées in München, Antoine Pesne in Berlin und Louis de Silvestre in Dresden hervor.

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Plate, Iris: Carl Einsteins Entwurf der Moderne
Von der kubistischen Raumanschauung zum mythischen Realismus Georges Braques

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 5
2011, Paperback, 342 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0020-6, Preis: 19,50 €

Carl Einstein (1885-1940) wurde als Kunsttheoretiker und -kritiker durch seine Schrift "Negerplastik" (1915) und die ab 1926 in mehreren Auflagen erschienene Propyläen Kunstgeschichte "Die Kunst des 20. Jahrhunderts" bekannt.
Die vorliegende Arbeit untersucht Carl Einsteins Auseinandersetzung mit dem Werk von Georges Braque, welche die Grundlage seiner Kunsttheorie bildet. Die kritischen Analysen von Einsteins Konzept der kubistischen Raumanschauung, das er zuerst in "Die Kunst des 20. Jahrhunderts" darstellt, sowie seiner Entwicklung einer Theorie des "mythischen Realismus", die er im Buch "Georges Braque" formuliert, bilden die Hauptteile dieser Studie. Letzteres wird in dieser Ausführlichkeit erstmalig zum Gegenstand der wissenschaftlichen Untersuchung. Dabei wird deutlich, dass Einsteins Texte auf einer theoretischen und zugleich sprachlich-literarischen Ebene die Polyvalenz in der Kunst der Moderne als eine ihr eigene Qualität verständlich machen.

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Daldrup, Oliver: Zwischen König und Reich
Träger, Formen und Funktionen von Gesandtschaften zur Zeit Sigmunds von Luxemburg (1410-1437)

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 4
2010, Paperback, 468 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0018-3, Preis: 27,50 €

Während der Regierungszeit des Römischen Königs Sigmund von Luxemburg (1410-1437) kam dem Boten- und Gesandtschaftswesen eine besondere Bedeutung zu. Die Herrschaft des letzten Luxemburgers an der Spitze des Reichsverbandes war durch den Umstand geprägt, dass er lange Jahre nicht persönlich im Reich anwesend war. Zugleich übernahmen die Kurfürsten innerhalb des Reichs mehr und mehr politische Verantwortung, blieben jedoch auf den König als Legitimationsinstanz angewiesen. Erschwerend kam hinzu, dass sich der Reichsverband sowohl Bedrohungen von außen, z. B. durch die hussitische Bewegung in Böhmen, als auch Konflikten im Innern ausgesetzt sah.
Die Studie geht der Frage nach, auf welche Weise die politische Elite des Reichs und der zumeist abwesende König die Kommunikation aufrechterhielten. Dabei stehen Boten und Gesandte im Mittelpunkt der Untersuchung. Ausgehend von den personalen Strukturen werden Befugnisse, Behandlung und unterschiedliche Funktionen der jeweiligen Gesandtschaften thematisiert.

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Vaerst, Katharina: Laus inimicorum oder Wie sag’ ich’s dem König?

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 3
2010, Paperpack, 281 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0012-1, Preis: 18,80 €

Die Geschichtsschreibung des 10. Jahrhunderts stellt die Forschung immer wieder vor vielfältige Probleme. Denn die Texte Liudprands von Cremona, Hrotsvits von Gandersheim, Adalberts von Weißenburg, Ruotgers und Widukinds von Corvey erschließen sich nicht leicht und unproblematisch. Diese Arbeit möchte einen neuen Vorschlag zum Verständnis der Quellen machen. Sie fragt danach, was für ein Bild der Ereignisse vor den Augen des Lesers entsteht, wenn man die Konsequenzen der Darstellungsweise als von den Autoren intendiert betrachtet. Dadurch soll gezeigt werden, dass die Historiographen beim Verfassen ihrer Texte ein bestimmtes Interesse verfolgt haben, das nur indirekt - eben durch die Art ihres Berichtes - zum Ausdruck kommt. Indem sie auf diese Weise mit dem Leser kommunizierten, haben die Autoren zu den von ihnen präsentierten Geschehnissen Stellung bezogen.

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Combey, John M.: The Influence of Modernity and Modern Warfare on the Koh Mende Society of Sierra Leone

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 2
2010, Paperback, 394 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0008-4, Preis: 21,50 €

In der vorliegenden Arbeit werden die sozialen Prozesse des in den 1990er Jahren stattfindenden Bürgerkriegs in Sierra Leone sowie die Folgen dieser Veränderungen bei den Koh-Mende analysiert. Dabei wird die Annahme, dass sich insbesondere afrikanische Gesellschaften durch endemische Gewalt auszeichnen, grundsätzlich abgelehnt. Der Autor identifiziert hingegen kulturspezifische und historisch kontingente Faktoren, die zu diesem Bürgerkrieg geführt haben, und stellt einen Bezug zu deren Einfluss auf die Sozialstruktur der Koh-Mende her. Die Sozialordnung der Koh-Mende wurde von verschiedenen externen Faktoren sowie durch den Einfluss der Moderne nachhaltig transformiert und weicht in ihrer heutigen Form stark von ihrer zunächst holistischen und soziokosmischen Struktur ab. Dennoch haben einige grundlegende Repräsentationen und Ritualpraktiken weiterhin Bestand und spielen eine zentrale Rolle in der Wertehierarchie der Koh-Mende, auf der die gesamte Struktur der sozialen und religiösen Beziehungen basiert.

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Götz, Roland: Das Archigymnasium in Soest 1789-1820

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe X - Band 1
2009, Paperback, 507 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0001-5, Preis: 25,50 €

Die Mikrostudie behandelt das Archigymnasium in Soest im Zeitraum von 1789 bis 1820, also während der durch beschleunigten Wandel gekennzeichneten Epochenschwelle um 1800. Sie untersucht die verschiedenen Bereiche der Schulwirklichkeit: Unterrichtskonzepte, Unterrichtswirklichkeit, Schulorganisation, Schülerzahlen, soziale Herkunft der Schüler, Anstellungsverfahren und Besoldung der Lehrer sowie Konflikte an der Schule. Um Kontinuitäten und Diskontinuitäten zu erfassen, wird der Untersuchungszeitraum in drei Perioden gegliedert: Die Periode der Reformen vor der Reform, die französische Periode und die Periode der Bildungsreform. Dabei wird deutlich, dass die französische Periode eine Zäsur darstellt und zu einer Phasenverschiebung in der Herausbildung des preußischen Gymnasiums führt. Die Studie ist sowohl ein Beitrag zur Bildungsgeschichte als auch zur Landes- und vor allem zur Lokalgeschichte.

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