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Nolte, Felix Reinold: Text to Process Model: Automating Process Model Creation from Text

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe IV – Band 20
2021, Paperback, XIII, 318 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0256-9, Preis: 37,90 €

The description and visualization of processes and underlying requirements are a core task in IT projects today. The translation of information between different forms of representation is used to include these efficiently in the different steps of a project, e.g., to describe the as-is and to-be states. However, the transformation of a process description into the visual representation of a process model is still a costly and complex task that often comes with an inevitable loss of information. One common challenge to be resolved during the process of modeling arises with the diversity of stakeholders involved. To improve the communication between stakeholders, different techniques of Natural Language Processing (NLP) are combined in this work to analyze the textual descriptions of Petri nets, in order to enable a transformation of texts into process models. The performed steps of analysis and transformation are means to ensure conformance between process models and their textual description.

Die Beschreibung und Visualisierung von Prozessen und ihrer zugrundeliegenden Anforderungen sind heute eine der Kernaufgaben in IT-Projekten. Die Übersetzung von Informationen zwischen verschiedenen Darstellungsformen wird genutzt, um diese effizient in die verschiedenen Schritte eines Projekts einzubinden, beispielsweise um Ist- und Soll-Zustände zu beschreiben. Die Transformation einer textuellen Beschreibung in eine visuelle Darstellung eines Prozessmodells ist jedoch nach wie vor eine aufwendige und komplexe Aufgabe, die oft mit einem unvermeidlichen Informationsverlust einhergeht. Eine Herausforderung, die während des Modellierungsprozesses zu lösen ist, liegt unter anderem in der Vielfalt der beteiligten Stakeholder begründet. Um die Kommunikation zwischen Stakeholdern mit verschiedenen Hintergründen zu verbessern, werden in dieser Arbeit verschiedene Techniken der natürlichen Sprachverarbeitung kombiniert. Textuelle Beschreibungen von Petri-Netzen werden analysieren, um eine Transformation der Texte in Prozessmodelle zu ermöglichen. Die durchgeführten Schritte der Analyse und Transformation sind Mittel zur Sicherstellung der Konformität zwischen Prozessmodellen und ihren textuellen Beschreibungen.

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Edelbrock, Rainer: Königskinder
Musiktherapie mit Vorschulkindern aus bedrohten Verhältnissen

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 18
2021, Paperback, 440, [XII] Seiten, ISBN: 978-3-8405-0253-8, Preis: 34,00 €

Beschrieben wird die Musiktherapie mit Kindern aus „bedrohten“ Verhältnissen (z.B. Migrations- bzw. Flüchtlingserfahrungen, Leben in Armut, Erfahrungen von Gewalt). Zentrale These ist, dass durch diese Verhältnisse das Selbst als Ort der Heimat in der Entwicklung der Kinder bedroht ist. Anhand von Analysen der Gruppendynamik und individueller Prozesse wird aufgezeigt, wie sich die Bedrohung abbildete, welche Faktoren sich als förderlich für die Entwicklung der Kinder herausgestellt haben und welche Bedürfnisse diesen zugrunde lagen. Das Zentrum der Untersuchung bildet die Metapher eines Königreichs, die sich innerhalb des Übertragungsgeschehens konstituiert hat. Dort finden sich archetypische Orte und Personen wieder, die entwicklungspsychologische Themenfelder der Kinder repräsentieren: der König und die Königin, die Königskinder, der Hofnarr, das Gebirge, der Wald, u.a.m. Im Königreich zeigt sich zudem, dass es sich bei der therapeutischen Arbeit mit diesen Kindern um eine tiefenpsychologische Form von Kulturerwerb handelte.

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Heimann, Marc: Die Logik des Streites
Zum Problem der Zerklüftung des Seins im Werk Heideggers

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XI – Band 8
2021, Paperback, IV, 330 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0252-1, Preis: 27,90 €

Das Buch untersucht die logischen Grundsatzfragen und Elemente, die dem Heideggerschen Werk zugrundeliegen. Zentrale Vorlesungen und Texte werden anhand des Begriffes des Streites als logische Reflexionen Heideggers exploriert, um so einen bisher wenig untersuchten Aspekt des Heideggerschen Denkens herauszustellen. Dabei wird eine Brücke geschlagen vom Spätwerk zum Frühwerk, letzteres also aus der später entfalteten Komplexität heraus interpretiert. Drei elementare Streitrelationen werden dabei als ineinandergreifend gedacht: der formale Streit als zugrundeliegende Form, der existenziale Streit, welcher den retroaktiven Zeitaspekt des Streites fokussiert und der geschichtliche Streit, welcher den Ereignisbegriff des Spätwerks klärt.

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Lederer, Caroline Diandra: Die erbschaftsteuerliche Verschonung von familiengeführten (Groß-)Unternehmen durch den Vorab-Abschlag nach § 13a Abs. 9 ErbStG

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe III – Band 47
2021, Paperback, IX, 329 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0251-4, Preis: 27,90 €

Der Gesetzgeber verfolgt mit der heutigen Systematik des Erbschaftsteuerrechts ein überwiegend neues Konzept hinsichtlich der sachlichen Steuerbefreiungsnormen für unternehmerisch genutztes Vermögen. Neben neuen qualitativen gibt das Erbschaftsteuerrecht nun auch einen quantitativen Verschonungsaspekt vor. So ist die Inanspruchnahme der Regel-/Optionsverschonung dem Grunde nach bei Erwerben von über 26 Millionen Euro nicht mehr möglich. Die Chance, in diesem Zusammenhang die strukturelle Benachteiligung von Familienunternehmen im Rahmen der Bewertung nach § 9 Abs. 3 BewG zu beheben, nutzte der Gesetzgeber jedoch nicht. Vielmehr verabschiedete er mit § 13a Abs. 9 ErbStG einen neuen Verschonungsabschlag, der sich an dem gesetzgeberischen Bild eines „typischen Familienunternehmens“ orientiert. Diese Arbeit widmet sich neben einer systematischen und methodischen Einordnung dieses sog. Vorab-Abschlages insbesondere den einzelnen Tatbestandsvoraussetzungen und deren jeweiliger Auslegung.

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Schmitz, Hannah Luisa: Versari in re illicita
Rückgriff auf die Rechtsfigur einer Erfolgshaftung aufgrund unerlaubten Verhaltens im Vertragsrecht?

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe III – Band 44
2021, Paperback, XXVI, 170 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0222-4, Preis: 19,90 €

„versanti in re illicita imputantur omnia, quae ex delicto sequuntur“ – „Wer sich auf verbotenes Gebiet begibt, dem werden alle Folgen zugerechnet, die sich aus seinem unerlaubten Tun ergeben“. Im modernen zivilrechtlichen Schrifttum finden sich gelegentlich Hinweise, dass dieser Rechtssatz auch heute noch geltendes Recht ist. Die mit der Kurzformel versari in re illicita umschriebene Lehre wird aus moderner Sicht als eine Haftung für alle Folgen eines unerlaubten Verhaltens verstanden.
Für die kanonistische Strafrechtslehre des 12. und 13. Jahrhunderts ist die Anwendung der Rechtsregel belegt. Die Kanonisten entwickeln die Lehre vom versari in re illcita als Prinzip der Zurechnung von zufällig verursachten Tötungen.
Die Untersuchung widmet sich der Frage, wann Juristen im Vertragsrecht auf die Rechtsfigur des versari in re illicita zurückgreifen und zeichnet die Diskurslinien vom Römischen Recht bis zur Entstehung des Bürgerlichen Gesetzbuchs 1900 nach.

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Schwarze, Sonja: Die Konstruktion des subsaharischen Afrikas im Geographieunterricht der Sekundarstufe I

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVII - Band 3
2020, Paperback, XII, 452 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0244-6, Preis: 32,90 €

Studien zum Afrikabild sowie zu Vorstellungen und Einstellungen von Schüler*innen "Afrika" gegenüber belegen seit Jahrzehnten eine eurozentrische Wahrnehmung, die Stereotype manifestiert. Schulbuchanalysen stellten ebenfalls ein negativ geprägtes Bild "Afrikas" fest (vgl. u.a. Poenicke 1995). Neben einer Vielzahl von Einflüssen trägt der Geographieunterricht zur Etablierung des Afrikabildes bei. Daraus ergibt sich die Frage, wie der Raum konkret mittels spezifischer Inhalte, Perspektiven und kommunikativer Mittel konstruiert wird. Dabei rückt der Raum als Konstrukt (vgl. u.a. Wardenga 2002) in den Fokus, der durch Sprache und Semiotik geschaffen wird und sich durch stetige (Re-)Produktion zu einer geographical imagination synthetisiert (vgl. Said 1978). Die vorliegende Dissertationsstudie untersucht daher die Fragen, welche Prägungen die Konstruktion(en) "Afrikas" im Geographieunterricht charakterisieren, ob und inwiefern diese postkoloniale Denkstrukturen enthalten und welche zugrundeliegenden Faktoren die Konstruktion beeinflussen.

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Strehlau, Sebastian:  „… che il vero vi traspaia come per un velo.”
Zur epistemologischen Dimension barocker Ästhetik

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XII – Band 29
2021, Paperback, 317 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0246-0, Preis: 26,00 €

Die Literatur des italienischen Barock hat praktisch seit ihrem Entstehen mit heftigen Anfeindungen zu kämpfen. Auch die Literaturwissenschaft des 20. Jahrhunderts bleibt der Literatur des Barock gegenüber zumeist kritisch. Besonders wirkmächtig war hier zweifelsfrei das berühmte Urteil Benedetto Croces, der in seiner pauschalen Charakterisierung der Epoche „il barocco“ als „concetto di [una] particolare forma di bruttezza“ definierte. Die Untersuchung möchte ein differenzierteres Bild der barocken Dichtung- und Dichtungstheorie zeichnen. Dabei geht sie der Frage nach, inwiefern die geistesgeschichtlichen Spannungsverhältnisse der Zeit Theorie und Praxis der Barockliteratur prägen und analysiert dabei insbesondere die epistemologische Dimension der Ästhetik. Im Zentrum steht dabei eine eingehende Analyse des bedeutendsten Theoriewerks der Epoche, Emmanuele Tesauros Cannocchiale Aristotelico sowie Dichtung und Selbstbild des berühmtesten italienischen Barockdichters Giammbattista Marino.

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Hüppe, Eberhard:  Leidenschaft und Ethos
Zwei Studien zu Ludwig van Beethoven und Georg Simmel

Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XVIII – Band 17
2021, Paperback, 97 Seiten, ISBN: 978-3-8405-0247-7, Preis: 16,00 €

Beethovens Musik zeichnet sich durch eine Vielfalt von Affektkonstruktionen aus, von denen die in c-Moll die wohl bekannteste sein dürfte. Dass auch Tonartendispositionen affektprägend sein könnten - hier Molldominanten als (wie wir versuchen zu zeigen) Dominanten der Leidenschaft -, dem widmet sich die erste der beiden in diesem Buch vorgelegten Studien. Bei der Spurensuche nach der Musik im Werk des Soziologen und Lebensphilosophen Georg Simmel begegnen wir neben Michelangelo und Rembrandt Beethoven als Verkörperung eines leidenschaftlichen Künstlers, dessen Normüberschreitungen unter dem Aspekt seines Arbeitsethos zu sehen sind.

Prof. Dr. habil. Eberhard Hüppe lehrt Musikgeschichte und Analyse am FB 15 (Musikhochschule) und Kultursoziologie am FB 6 (Institut für Soziologie) der Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, Musik und Gesellschaft, Wissenschaftsgeschichte der musikalischen Analyse, Wissenssoziologie musikalischen Handelns, Soziale Atmosphären.

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