Fragen und Antworten zum B.Sc. Psychologie

Die folgenden Fragen und Antworten sind eine Zusammenstellung grundlegender Informationen zum Bachelor of Science in Psychologie. Wenn Sie zusätzliche Fragen haben oder weiterführende Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an die Studienfachberatung Psychologie.

Fragen und Antworten zu

Bewerbung - Studienplatzvergabe - Einführung

1. Wie bewirbt man sich für den B.Sc. Psychologie?

Die Studienplätze des B.Sc. Psychologie der Universität Münster werden derzeit im dialogorientierten Serviceverfahren (DoSV) von Hochschulstart vergeben (Stand: Juni 2015). Die Bewerbung läuft über ein Online-Portal, in dem bis zu 12 Studiengangs- und Ortswünsche angegeben werden können. Bitte beachten Sie die Bewerbungsfrist.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann man auch mit einer beruflichen Qualifikation (d.h. ohne Abitur) ein Studium beginnen. Beruflich qualifizierte Bewerber/innen können sich entweder direkt um einen Studienplatz bewerben oder sind berechtigt eine Zulassungsprüfung abzulegen. Mehr Informationen erhalten Sie auf den Seiten des Studierendensekretariats.

2. Nach welchen Kriterien werden die Studienplätze im B.Sc. vergeben?

Die Studienplätze werden aufgrund der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung und nach Wartezeit  vergeben. Diese zwei Kriterien sind unabhängig voneinander, die Wartezeit verbessert nicht den Notendurchschnitt. Alle Bewerber/innen, die aufgrund ihrer Durchschnittsnote keinen Platz bekommen, haben im weiteren Verfahren die Möglichkeit über die Anzahl ihrer Wartesemester in den gewünschten Studiengang zu kommen. Der NC hängt von der Bewerbersituation ab und ergibt sich erst durch das Zulassungsverfahren. Nach dem Auswahlverfahren zum WS 14/15 lag der Notendurchschnitt bei 1,3 für den B.Sc. Psychologie. Die Anzahl der benötigten Wartesemester lag bei 10 (Angaben vom Studierendensekretariat der WWU übernommen).

3. Welche Einführungsveranstaltungen gibt es?

In der ersten Woche des Wintersemesters wird jedes Jahr eine Orientierungswoche für alle neuen Studierenden (die Erstis) der Psychologie angeboten. Organisiert wird diese Woche von den Studierenden des dritten Semesters und beinhaltet ein Kennenlernen zentraler Einrichtungen und Abläufe der Uni sowie ein Kennenlernen unter den Studierenden. Zum Auftakt der Orientierungswoche findet an dem jeweiligen Montag immer eine zentrale Einführungsveranstaltung der Studienfachberatung statt, welche die grundlegenden Informationen zum Aufbau des Studiums vermittelt. Es existieren keine Vorkurse, die Studienanwärter vor Beginn des Studiums absolvieren müssen. Studienbegleitend gibt es das vielseitige Seminarangebot des Sprachenzentrums, für eine ergänzende Ausbildung in diversen Fremdsprachen. Das Fach Psychologie bietet den Studierenden ein Statistik-Tutorium an, das mit Übungen und vertiefenden Erläuterungen eine sinnvolle Ergänzung zur Statistik-Vorlesung darstellt.


Veranstaltungen - Studienanforderungen

4. Was ist ein Modul? Was ist ein Modulhandbuch?

Die Bachelor- Studiengänge gliedern sich in sogenannte Module. Ein Modul definiert die Inhalte und Lernziele eines Themengebiets des Studienfachs. Module können sich aus unterschiedlichen Veranstaltungstypen (Vorlesung, Seminar, Exkursion, Praktika, etc.) zusammensetzten. Ein anschauliches Beispiel ist das Einführungsmodul, das sich aus zwei Vorlesungen (Einführung in die Geschichte und Themenfelder der Psychologie sowie Einführung in Forschungsmethoden der Psychologie), dem Seminar Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten und der Teilnahme an psychologischen Experimenten (Versuchspersonenstunden) zusammensetzt. Im B.Sc. Psychologie gibt es Pflichtmodule, die jede/jeder Studierende belegen muss sowie Wahlpflichtmodule, bei denen sich die Studierenden zwischen bestimmten Inhaltsgebieten entscheiden können. Insgesamt gliedert sich das Studium der Psychologie in 23 Module, einschließlich einer Bachelorarbeit und einer berufspraktischen Tätigkeit von 420 Stunden. Die Veranstaltungen und Voraussetzung zum Abschluss eines Moduls findet man im Modulhandbuch, das Teil der Prüfungsordnung ist. Das Modulhandbuch des B.Sc. Psychologie kann auf der folgenden Internetseite heruntergeladen werden.

5. Wie meldet man sich zu den Veranstaltungen des B.Sc. an?

Die Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen erfolgt direkt am Institut für Psychologie. Das Anmeldeformular für das jeweilige Semester ist online zu finden. Das Formular muss ausgedruckt, ausgefüllt und anschließend am Institut abgegeben oder an dieses verschickt werden. Im ersten Semester bekommen Sie den Anmeldebogen in der Einführungsveranstaltung. Bei Unklarheiten bezüglich der Anmeldung oder Fragen zur Studienplanung hilft die Studienfachberatung gerne weiter. Zuständig für die Lehrkoordination und die Vergabe der Lehrveranstaltungen ist die Fachreferentin der Psychologie, Frau Dr. Christel Dirksmeier. Bei Fragen rund um die Vergabe von Seminarplätzen oder dem Kursangebot sollten sich die Studierenden an Frau Dirksmeier wenden.

6. Was ist der Unterschied zwischen Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen?

Eine Vielzahl von Inhaltsgebieten muss von alle Studierenden in ihrem Studium abgedeckt werden. Veranstaltungen in diesen Bereichen sind demnach Pflichtveranstaltungen. Wahlpflichtveranstaltungen bieten dagegen die Möglichkeit sich zwischen thematisch unterschiedlichen Modulen zu entscheiden. Im B.Sc. Psychologie sind die Vertiefungsmodule des 5. und 6. Semesters Wahlpflichtfächer; hier haben die Studierenden die Wahl zwischen Veranstaltungen in Arbeits- und Organisationspsychologie, Pädagogischer Psychologie sowie Klinischer Psychologie.

7. Was sind "Vertiefungen"?

Im 5. und 6. Semester finden die sogenannten Vertiefungen des B.Sc. Psychologie statt. Dies sind anwendungsbezogene Seminare, die ein Semester lang mit 5 Stunden pro Woche laufen. In Münster sind die drei Anwendungsfächer Arbeits- und Organisationspsychologie, Klinische Psychologie und Pädagogische Psychologie vertreten, die alle Vertiefungsseminare anbieten. Bachelor-Studierende besuchen zwei Vertiefungen, in zwei der drei Anwendungsbereiche.

8. Was sind Versuchspersonenstunden und wie kann man sie sammeln?

Bei Versuchspersonenstunden handelt es sich um die Teilnahme an psychologischen Experimenten oder empirischer Forschung in der Rolle eines Probanden. Aushänge im Gebäude der Fliednerstraße 21 (vornehmlich am VP-Brett, einer Pinnwand im Foyer des Hauptgebäudes) werben um Teilnehmer/innen an psychologischen Versuchen. Auf den Aushängen kann man sich eintragen oder Telefonnummern finden, um sich als Versuchsperson zur Verfügung zu stellen. Im Anschluss an einen Versuch lassen Sie sich die Teilnahme bestätigen (z.B per Laufzettel oder durch einen Teilnahmenachweis der Versuchsleitung). Die Studierenden des B.Sc. Psychologie müssen insgesamt 30 Versuchspersonenstunden sammeln, um das Einführungsmodul abzuschließen. Sind alle 30 Versuchspersonenstunden komplett, werden der Laufzettel bzw. die gesammelten Teilnahmenachweise beim Prüfungsamt eingereicht.

9. Wie viele Praktika muss man machen und wann und wo kann man sie absolvieren?

Während der gesamten Studienzeit ist eine berufspraktische Tätigkeit von mindestens 420 Stunden zu erbringen. Es sollen psychologische Tätigkeiten ausgeführt werden, um einen Einblick in Berufsfelder zu bekommen und psychologisches Wissen in einen praktischen Rahmen einordnen zu können. Wichtig ist, dass die Praktika unter der Anleitung einer Person mit einem berufsqualifizierenden Abschluss in Psychologie stattfinden (Bachelor, Master oder Diplom in Psychologie). Ein Praktikum muss mindestens 140 Stunden umfassen, damit es als Studienleistung anerkannt wird. Die Studierenden können ihre berufspraktische Erfahrung studienbegleitend oder im Block in den Semesterferien sammeln. Praktika können im In- und Ausland stattfinden. Auch Praktika in der Forschung sind möglich, allerdings dürfen maximal 210 Stunden an der WWU Münster absolviert werden. Die Studienfachberatung Psychologie bietet den Studierenden eine Praktikumsberatung an und stellt im Internet eine Praktikumsdatenbank zur Verfügung, welche für die Suche nach Praktikumsstellen genutzt werden kann.

Voraussetzung für den Abschluss des berufspraktischen Moduls des Bachelors ist es, für jedes Praktikum, einen schriftlichen Bericht anzufertigen. Die Studierenden haben die Möglichkeit diese Praktikumsberichte online, in der Praktikumsdatenbank der Psychologie, zu erstellen und sie dem Prüfungsamt darüber zukommen zu lassen. Neben den Berichten muss das Prüfungsamt schriftliche Nachweise über die absolvierte Praktikumstätigkeit erhalten.


Bewertung der Studienleistungen - Prüfungen - Noten - Leistungsübersicht

10. Was sind "Leistungspunkte", "Credit Points" oder "ECTS"?

Der Arbeitsaufwand des Studiums wird mittels eines Leistungspunktesystems berechnet, dem sogenannten European Credit Transfer System (ECTS). Die Leistungspunkte (meist als ECTS oder CP abgekürzt) stehen für das Arbeitspensum einer Veranstaltung und sind ein quantitatives Maß für den Studienumfang. Die  ECTS drücken nicht nur die zeitliche Anwesenheit an der Uni aus (wie die Semesterwochenstunden), sondern berücksichtigen den gesamten Arbeitsaufwand, inklusive des Selbststudiums. Ein Leistungspunkt umfasst 25-30 Arbeitsstunden. Das sechssemestrige Bachelor- Studium verlangt insgesamt einen Arbeitsaufwand von 180 ECTS-Punkten.

11. Was ist der Unterschied zwischen "Studienleistung" und "prüfungsrelevanter Leistung"?

Innerhalb der Module müssen die Studierenden eine oder mehrere Studienleistungen (Klausur, Referat, Übung, mündliche Prüfung, etc.) erbringen. Die Modulbeschreibungen legen fest, welche Studienleistungen gleichzeitig prüfungsrelevante Leistungen darstellen und damit einen Teil der Bachelorprüfung ausmachen. Die Noten der prüfungsrelevanten Leistungen gehen in die Berechnung der Modulnoten ein. Gibt es nur eine Studienleistung innerhalb eines Moduls, so ist diese gleichzeitig prüfungsrelevant und die Bewertung dieser Leistung die Modulnote. Die genaue Berechnung einer Modulnote wird in §16 der Prüfungsordnung zum B.Sc. Psychologie beschrieben. Die Teilnahme an Studienleistungen und prüfungsrelevanten Leistungen ist anmeldepflichtig (über QISPOS).

12. Wie meldet man sich zu den Prüfungen des B.Sc. an und wie erhält man einen Überblick über seinen Leistungsstand?

Prüfungsanmeldungen und Leistungsverbuchungen erfolgen im B.Sc. über das webbasierte Erfassungs- und Informationssystem QISPOS. Die Studierenden melden sich in der Vorlesungszeit über dieses System zu den gewünschten Prüfungs- und Studienleistungen an. Während des Anmeldezeitraums können sich die Studierenden selbstständig auch wieder abmelden, nach Ende der Frist geht eine Abmeldung nur noch über das Prüfungsamt. Die Lehrenden bekommen mittels QISPOS einen Überblick über die Anmeldungen und können anschließend die Leistungspunkte (ECTS) und Noten der Studierenden verbuchen. Den Studierenden wird damit ermöglicht, sich jederzeit ein Bild über den eigenen Leistungsstand zu machen.

Zugang zum QISPOS-System

13. Woraus besteht die Bachelorprüfung?

Alle prüfungsrelevanten Leistungen, die studienbegleitend abgelegt werden, bilden die Bachelorprüfung. Die Bewertungen der prüfungsrelevanten Leistungen setzen sich zu den Modulnoten zusammen, aus denen wiederum die Bachelornote errechnet wird. Die genaue Berechnung ist in der Prüfungsordnung festgelegt.

14. Wie bereite ich mich sinnvoll auf die Modulprüfungen vor?

Die Modulprüfungen finden immer zum Ende der Vorlesungszeit oder in der vorlesungsfreien Zeit statt. Ein regelmäßiger Besuch der Veranstaltung sowie die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung gehören zu einer guten Vorbereitung auf die Prüfung. Zusätzlich sind Treffen in kleinen Lerngruppen sinnvoll, um Lerninhalte zu diskutieren. So können Verständnisprobleme beseitigt, neue Perspektiven auf die Inhalte und Verknüpfungen zwischen Themengebieten geschaffen werden. Eine langfristige Semesterplanung ist wichtig!

15. Was für Möglichkeiten gibt es, wenn man eine Modulprüfung nicht bestanden hat?

Zum Erstversuch einer Prüfung müssen sich die Studierenden spätestens drei Semester nach dem Besuch der zugehörigen Lehrveranstaltung anmelden (siehe Prüfungsordnung § 15, Absatz 6). Die Studierenden haben jeweils drei Versuche (d.h. zwei Wiederholungsmöglichkeiten), um eine Modulprüfung (bzw. die prüfungsrelevanten Leistungen) zu bestehen (siehe Prüfungsordnung § 15, Absatz 2). Eine Prüfungswiederholung zur Notenverbesserung ist ausgeschlossen. Die Bachelorarbeit kann im Fall des Nichtbestehens nur einmal wiederholt werden, wobei ein neues Thema gestellt werden muss. Die Anmeldung zu einer Wiederholung muss innerhalb eines Jahres nach Nichtbestehen der jeweiligen Prüfung erfolgen (siehe Prüfungsordnung § 15, Absatz 6).

16. Welche Anforderungen werden an eine Bachelorarbeit gestellt und wer vergibt Bachelorarbeiten?

Bei der Bachelorarbeit handelt es sich um eine eigenständige Forschungsarbeit, die einen Umfang von 20-60 Seiten hat. Die Bachelorarbeit kann in jedem Fach der Psychologie geschrieben werden und von allen wissenschaftlichen Mitarbeitern der psychologischen Institute betreut werden.

Es ist möglich die Bachelorarbeit im Ausland zu schreiben. Bedingung ist, dass die Erstgutachterin/der Erstgutachter der Bachelorarbeit dem Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft der Universität Münster angehört und die Arbeit annimmt. In begründeten Ausnahmefällen kann ein Antrag auf einen externen Gutachter gestellt werden. Die Bachelorarbeit kann auch in Englischer Sprache verfasst werden.

17. Wie errechnet sich die Gesamtnote im Abschlusszeugnis?

Die Gesamtnote im Abschlusszeugnis setzt sich aus 17 einzelnen Modulnoten zusammen. Die Note für die Bachelorarbeit geht mit einem Gewicht von 1,5 in die Berechnung ein, die Noten der zwei Statistik-Module jeweils mit einem Gewicht von 0,5. Alle anderen Noten werden einfach gewichtet. Die nicht-psychologischen Wahlfächern werden dagegen nicht berücksichtigt bei der Berechnung der Gesamtnote. Für berufspraktische Tätigkeiten findet keine Bewertung statt, die Studierenden müssen im Rahmen dieses Moduls Praktikumsberichte anfertigen.

18. Was ist das Transcript of Records?

Das Transcript of records ist eine Leistungsübersicht über die Punkte und Noten, die man in seinem Studium erhalten hat. Zusammen mit dem Abschlusszeugnis erhalten die Studierenden das sogenannte Diploma Supplement, das den absolvierten Studiengang sowie das deutsche Studiensystem beschreibt. Das Diploma Supplement zeichnet somit ein detailliertes Bild des erreichten Studienabschlusses.

19. Wann und wo bewerbe ich mich für einen Masterstudienplatz?

In der Regel beginnen die Masterstudiengänge zum Wintersemester, so dass man sich während des Sommersemesters bei den einzelnen Hochschulen für einen Masterstudienplatz bewerben muss. Da das letzte Semester zum Zeitpunkt der Bewerbung in der Regel noch nicht vollständig abgeschlossen ist, bewirbt man sich mit einem vorläufigen Bachelorzeignis und mit einer vorläufigen Durchschnittsnote, in die alle Noten der ersten 5 Semester einfließen. Das vorläufige Bachelorzeugnis bekommt man beim Prüfungsamt.
Zu beachten ist, dass jede Hochschule eigene Zulassungs- und Auswahlkriterien definiert, nach denen die Masterplätze vergeben werden.


Studienstruktur - Studienplanung

20. Wie ist die Studien- und Veranstaltungsstruktur des B.Sc.?

Der B.Sc. Psychologie gliedert sich insgesamt in 23 Modulen, dazu zählen die Bachelorarbeit sowie die berufpraktische Tätigkeit von 12 Wochen. Manche Veranstaltungen finden im Jahresrhythmus statt und können somit nur im Winter- bzw. Sommersemester belegt werden. Die Veranstaltungen einiger Module gehen über ein volles Jahr. Dies gilt für das Experimentelle Forschungspraktikum, das die Studierenden planmäßig im 4. und 5. Semester belegen.
Es sollte beachtet werden, dass es zwei grundlegende Voraussetzungen gibt, um dem empfohlenen Studienstrukturplan folgen zu können. Um im 3. Semester mit der Diagnostik-Ausbildung und der Basisausbildung in den Anwendungsfächern beginnen zu können, müssen 48 CP aus den ersten beiden Semestern nachgewiesen werden, wovon 16 CP aus der Statistik (Module PSY02 und PSY03) stammen müssen. Die Vertiefungen im 5. und 6. Fachsemester haben als Zugangsvoraussetzung eine abgeschlossene Basisausbildung  (d.h. 8 CP) in dem gewählten Anwendungsbereich.

21. Was sind sinnvolle Stundenpläne für die einzelnen Semester?

Auf den Internetseiten zum Studium findet man musterhafte Stundenpläne für die einzelnen Semester. Die Studierenden können sich an diesen orientieren, sollten jedoch auf die Wahlmöglichkeiten achten. Einige Veranstaltungen sind fest in ihrer Zeit und sollten in einem bestimmten Semester belegt werden (z.B. die Einführungsveranstaltungen, Statistik und Biologische Psychologie). Die Grundlagenfächer können in unterschiedlicher Reihenfolge studiert werden.

22. Welche Konsequenzen hat es, dass viele Veranstaltungen nur im Jahresrhythmus angeboten werden?

Manche Veranstaltungen finden entweder nur im Wintersemester bzw. nur im Sommersemester statt, andere laufen über ein komplettes Jahr und können nur jedes zweite Semester begonnen werden. Wichtig ist es deshalb sein Studium strukturiert zu planen, vor allem, wenn ein Auslandsaufenthalt ansteht oder es zu Verzögerungen kommt. Bei Fragen zur Studienplanung steht die Studienfachberatung zur Verfügung.

23. Was mache ich, wenn es auf Grund von Krankheit oder anderen Ursachen zu einer Studienverzögerung kommt?

In solch einem Fall sollte man sich mit der Studienfachberatung Psychologie in Verbindung setzen; diese gibt Informationen zum Studienablauf und hilft bei der weiteren Studienplanung. Gegebenenfalls können Lösungen gefunden werden, um eine Verzögerung wieder aufzuholen. Am einfachsten ist es eine E-Mail an die Studienfachberatung zu schreiben, mit der Bitte um einen individuellen Beratungstermin.


Beurlaubung - Auslandsaufenthalt - Hochschulwechsel

24. Wie plane ich einen Auslandsaufenthalt?

Die Studienfachberatung Psychologie kann wertvolle Tipps geben, wie und wann ein Aufenthalt im Ausland am besten in das Bachelor- Studium eingefügt werden kann. Mindestens ein Jahr vor der angestrebten Abreise sollte man mit der Planung beginnen.

  • Zuerst gilt es sich zu entscheiden zwischen Studien- oder Praktikumsaufenthalt im Ausland. Studienaufenthalte dauern in der Regel ein oder zwei Semester, ein Praktikum sollte mindestens 4 Wochen, jedoch nicht länger als 6 Monate, gehen.
  • Die zweite Überlegung gilt dem Zielland: Wo soll's hingehen? Mit dieser Festlegung können all die weiteren Überlegungen und Planungen in Angriff genommen werden. Grundlegende Länderinformationen findet man auf den Seiten des Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD), welche bei der Wahl des Ziellandes von großer Hilfe sein können.
  • Eine wichtige Anlaufstelle bei der Planung eines Studienaufenthalts im Ausland ist das International Office der Universität Münster, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Studierenden informieren und beraten zu Finanzierungsmöglichkeiten, Bewerbungswegen und anderen wichtigen Formalitäten.
  • Eine Möglichkeit sich den Studien- oder Praktikumaufenthalt im Ausland zu finanzieren ist das europäische Austauschprogramm ERASMUS+. Studierende der Psychologie, die ein oder zwei Semester an einer europäischen Universität studieren möchten, können sich auf den Erasmus-Seiten des Faches über die Partneruniversitäten der Psychologie informieren und sollten sich an die ERASMUS-Koordination der Psychologie wenden.
  • Ist es der Wunsch ein Praktikum im Ausland zu absolvieren, sind die Seiten des Career Service hilfreich. In den Sprechstunden des Career Service können unter anderem Finanzierungsmöglichkeiten und rechtliche Fragen von Auslandspraktika erörtert werden. Des Weiteren laufen die Bewerbungen für Praktikumsförderung mit ERAMSUS über den Career Service.

25. Wann lasse ich mich beurlauben und wie geht das?

Eine Beurlaubung kann in folgenden Fällen beim Studierendensekretariat beantragt werden:

  • Auslandsstudium für ein oder zwei Semester (Bestätigung der ausländischen Hochschule erforderlich)
  • Freiwilliges Praktikum (Bestätigung des Fachbereichs, dass dieses Praktikum nicht als Studienleistung angerechnet wird)
  • Wehr- und Ersatzdienst (Einberufungsbescheid)
  • Krankheit (Attest)
  • Schwangerschaft (Mutterpass)
  • Kindererziehung (Geburtsurkunde)
  • Pflege von Angehörigen (Bescheinigung eines Arztes)

Während der Beurlaubung bleibt man immatrikuliert. Studienleistungen, die während eines Auslandsstudiums erbracht wurden, können gegebenenfalls vom Prüfungsamt angerechnet werden.

26. Wie gehe ich bei einem Studienortswechsel vor?

Es gibt zwei Möglichkeiten in einen laufenden B.Sc. Studiengang an der Uni Münster einzusteigen. Erstens kann man sich einen Tauschpartner suchen, der formal im gleichen Semester an der Uni Münster eingeschrieben ist und den Studienplatz an der anderen Hochschule übernehmen möchte. Für die Suche nach Tauschpartnern gibt es im Internet Tauschbörsen. Zweitens kann man sich um einen frei gewordenen Studienplatz beim Studierendensekretariat bewerben. Normalerweise ist die Anzahl solcher Plätze jedoch sehr gering oder es sind überhaupt keine Plätze vorhanden.
Studierende, die aus dem Ausland oder aus einem anderen Studiengang in den B.Sc. Psychologie wechseln wollen, benötigen eine Einstufung vom Prüfungsamt. Eine erfolgreiche Einstufung berechtigt erst zur Bewerbung um einen Studienplatz. Weitere Informationen findet man auf den Seiten für Hochschulwechsler.


Unterstützung im Studium - Berufsfelder

27. Welche Beratungsmöglichkeiten gibt es im Fach Psychologie und wen spreche ich mit welchen Fragen an?

Die Studienfachberatung Psychologie bietet wöchentlich vier offene Sprechstunden an, zu denen die Studierenden ohne Termin gehen können und eine individuelle Fachberatung, d.h. zu allen Fragen rund um das Studium, bekommen.

Die Fachschaft Psychologie vertritt die Studierenden im Fach Psychologie und steht allen Studierenden sowie Studieninteressierten bei Fragen zum Studium zur Verfügung. Informationen zu den verschiedenen Angeboten, Mitwirkungs- und Kontaktmöglichkeiten der Fachschaft findet man auf den  Fachschaftsseiten im Internet.

Das Prüfungsamt ist zuständig bei Fragen rund um die Prüfungsanmeldungen, die Zulassung zu Prüfungen, die Anerkennung von Leistungen und Praktika sowie für die Einstufung von Quereinsteigern.

Die Psychotherapie-Ambulanz (PTA) bietet psychologische Beratung an, es finden wöchentlich spezielle Sprechstunden für Personen, die unter Prüfungsangst, sozialen Ängsten oder Arbeitsproblemen leiden, statt. Das komplette Angebot findet man auf den folgenden Seiten der PTA.

Zuständig für die Lehrkoordination und die Vergabe der Lehrveranstaltungen ist Frau Dr. Christel Dirksmeier. Bei Fragen rund um die Vergabe von Seminarplätzen oder zum Kursangebot sollten sich die Studierenden an Frau Dirksmeier wenden.

28. Was kann man mit einem B.Sc. in Psychologie später alles machen? Welche Berufsfelder und nachfolgenden Studiengänge gibt es?

In Anschluss an den B.Sc. Psychologie können sich die Studierenden für einen aufbauenden Master-Studiengang bewerben. Hierbei sind die jeweiligen Voraussetzungen für eine solche Bewerbung zu beachten. An der Universität Münster wird ein Master of Science in Psychologie mit vier unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten:

  • Klinische Psychologie und experimentelle Psychopathologie
  • Kognitive Neurowissenschaft
  • Lernen-Entwicklung-Beratung
  • Personal- und Wirtschaftspsychologie

Die Voraussetzung zur Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten ist ein Abschluss eines Masters in Psychologie, innerhalb dessen ein Mindestumfang an klinischen Inhalten studiert wurde. Informationen zur Ausbildung gibt es z.B. beim IPP, dem Institut für Psychologische Psychotherapieausbildung, das an der Universität Münster angegliedert ist.

Die Berufsfelder für Psychologinnen und Psychologen sind sehr vielfältig. Dies zeigt die folgende Liste, die eine Reihe von Beispielen enthält:

Arbeits- und Organisationspsychologie

  • Personalauswahl (einschließlich Eignungs- und Leistungsdiagnostik)
  • Personalentwicklung
  • Human factors und kognitive Ergonomie (z.B. Software-Ergonomie)
  • Fort- und Weiterbildung (z.B. Trainer)
  • Markt-, Meinungs- und Imageforschung
  • ...

Klinische Psychologie

  • Klinische Diagnostik
  • Psychotherapie (mit Approbation)
  • Neuropsychologie
  • Rehabilitationspsychologie
  • Sucht- und Krisenberatung
  • ...

Pädagogische Psychologie

  • Erwachsenenbildung
  • Eltern-/Erziehungsberatung
  • Schulpsychologische Beratung
  • Entwicklung von E-Learning Programmen und Lernsoftware
  • Hochbegabtendiagnostik und -förderung
  • ...

Forschung und Lehre (Universitäten und Forschungsinstitute, z.B. Max-Planck Institute)

Rechtspsychologie (einschließlich Gutachtertätigkeit)

Sportpsychologie

Verkehrspsychologie

...

Für mehr Informationen zum Arbeitsmarkt Psychologie kann man sich an folgende Einrichtungen wenden oder die Internetseiten studieren:

  • Career Service der WWU Münster - Bietet Studierenden berufsorientierende Beratung und Bewerbungstrainings an (www.uni-muenster.de/careerservice).
  • Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) - Eine Vereinigung der in Forschung und Lehre tätigen Psychologinnen und Psychologen gibt Informationen zum Fach, zu Arbeitsfeldern, Tagungen und Kongressen, Fördermöglichkeiten für junge Wissenschaftler, etc. (www.dgps.de).
  • Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) - Berufs- und Fachverband aller Psychologinnen und Psychologen in Deutschland, der die Interessen seiner Mitglieder in bildungs- und berufspolitischen Angelegenheiten vertritt, wie z.B. den Titelschutz von Diplom-Psychologen ( www.bdp-verband.org).
  • Bundes Psychotherapeuten Kammer (BPtK) - Informiert zu rechtlichen Grundlagen der Psychotherapie und gibt einen Überblick zu den anerkannten Ausbildungsinstituten (www.bptk.de)
  • Das Buch 'Psychologen im Beruf', herausgegeben von Karin Sternberg und Manfred Amelang, beschreibt eine Vielzahl psychologischer Arbeitstätigkeiten und gibt einen anschaulichen Einblick in Berufsfelder von Psychologinnen und Psychologen.
    Sternberg, K. & Amelang, M. (2008) (Hrsg.). Psychologen im Beruf. Stuttgart, Kohlhammer


Studienfachberatung Psychologie (August 2015)