Johanna Hinz

Johanna Hinz
Akademischer Werdegang
seit SoSe 2014 Aufnahme in das Promotionskolleg Empirische und Angewandte Sprachwissenschaft, WWU Münster
07/2011-03/2014 Promotionsstudium an der Universität Osnabrück
02/2009-05/2010 Fernstudienkurs „Didaktik und Methodik – Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache“ an der Universität Kassel
02/2007-02/2008 Auslandsjahr an der Radboud Universiteit Nijmegen
10/2003-12/2008

Studium der Literatur- und Sprachwissenschaft an der Universität Osnabrück

Universitäre und wissenschaftliche Tätigkeiten
ab 07/2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „VILLA: Varieties of Initial Learners in Language Acquisition“ an der Universität Osnabrück und an der WWU Münster
10/2010-07/2011 DAAD-Sprachassistenz am Institut für Angewandte Linguistik der Adam Mickiewicz Universität in Poznań/Polen
05/2010 DaF-Lehrpraktikum: Fachbereich Germanistik der Universität von Zielona Góra/Polen
08/2009-12/2009 DaF-Lehrpraktikum: Fachbereich Germanistik der University of Iceland in Reykjavík/Island
09/2008-07/2009 Sprachassistenz für das Fach Deutsch am Gymnasium Bernrode in Heeswijk-Dinther/Niederlande
04/2007-07/2007

Praktikum am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen/Niederlande

Dissertationsprojekt

The influence of input features on the acquisition of morphology in the very early stages of Second Language Acquisition: A comparison regarding age factor and cross-linguistic differences

In meiner Dissertation befasse ich mich mit den frühesten Phasen des Fremdsprachenerwerbs unter kontrollierten Unterrichtsbedingungen. Die Daten der Untersuchung stammen aus dem europäischen Projekt VILLA („Varieties of Initial Learners in Language Acquisition“).
Im Zentrum meiner Forschung stehen drei Lernergruppen: Zwei Gruppen mit erwachsenen Lernern (französische und deutsche Muttersprachler) und eine Kindergruppe (deutsche Muttersprachler). Diese Gruppen erhielten in ihrem Heimatland 14 Stunden kontrollierten Sprachunterricht in einer für sie völlig neuen Sprache (Polnisch) und von derselben muttersprachlichen Lehrerin. Um einen Vergleich zu ermöglichen, wurde der sprachliche Input für alle Gruppen konstant gehalten, soweit es der relativ natürliche und interaktive Unterricht erlaubte. Zudem wurde der Input aufgenommen und verschriftlicht, damit eine detaillierte Analyse vorgenommen werden konnte. Der Spracherwerb der Lernenden wurde zu verschiedenen Zeitpunkten mithilfe von Experimenten zu Wahrnehmung, Verstehen und Sprachproduktion untersucht. Ziel dieses Vorgehens war es, das elementare Sprachwissen, das aus der Verarbeitung des sprachlichen Inputs resultiert, genau zu beschreiben,
Der Fokus meiner Dissertation liegt auf insgesamt drei Tests, die den Erwerb der Nominal- und Verbalmorphologie untersuchen. Die Konstellation der drei Lernergruppen ermöglicht dabei eine Untersuchung sowohl in Bezug auf den Altersfaktor (deutsche Kindergruppe und deutsche Erwachsenengruppe) als auch in Bezug auf den Einfluss der Ausgangssprachen (französische und deutsche Erwachsenengruppen) auf den Lernprozess.