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Reisen und Entdecken im literarischen Norden

Internationale Tagung über die Erforschung der Welt in der skandinavischen Literatur- und Kulturgeschichte / 30. Januar im Alexander-von-Humboldt Haus
Veranstaltungsplakat zur Tagung
Veranstaltungsplakat der Tagung
© Lea Groppe / Institut für Nordische Philologie

Das Institut für Nordische Philologie lädt unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Kramarz-Bein führende Skandinavistinnen und Skandinavisten, Kultur- und Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem skandinavischen und deutschsprachigen Raum nach Münster zu der Tagung "Reisen und Entdecken im literarischen Norden ein". Sie findet am Mittwoch, den 30. Januar, von 10.00 bis 17.00 Uhr, im Alexander-von-Humboldt Haus (Hüfferstraße 61, 48149 Münster) statt. Die Tagungsbeiträge werden in der jeweiligen Muttersprache (Dänisch, Deutsch und Norwegisch) präsentiert, wobei ein kurzer Abstract in englischer Sprache Bestandteil ist. Interessierte sind herzlich willkommen!

Das Thema Reisen und Entdecken spielt insbesondere in der skandinavischen Literatur- und Kulturgeschichte eine vorherrschende Rolle und nimmt in nahezu allen Weltliteraturen einen prominenten Platz ein. Vor allem am nördlichsten Rand Europas mit seinen zahlreichen abgelegenen Inseln haben die Bewältigung großer Strecken und die damit verbundenen neuen Eindrücke in zahlreiche literarische Zeugnisse Eingang gefunden. Von den Runeninschriften der Wikingerzeit über die Besiedlungsgeschichte der Atlantikinseln und die Entdeckung Amerikas, von romantischen Reiseschilderungen und Bildungsreisen über Entdeckungsreisen des 19. und 20. Jahrhunderts bis zu heutigen Reiseberichten einer globalisierten Welt – das Reisen und Entdecken war und ist Inspiration und Thema zahlreicher Werke unterschiedlichster Fachgebiete.

Literatur, insbesondere die Reiseliteratur, leistet einen zentralen Beitrag zu einem wechselseitigen Verständnis und Austausch der Länder und Kulturen, indem sie das Eigene und das Fremde aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Das Gemeinsame und Verbindende Europas steht im Fokus der Tagung; sie bildet somit einen Gegenpol zu den separatistischen Bestrebungen, die momentan weltweit den politischen Diskurs bestimmen. Die Veranstaltung soll die Vernetzung der interdisziplinären skandinavischen Forschung zu Motiven des Reisens und Entdeckens sowie das Aufzeigen internationaler Kulturbeziehungen zwischen den Ländern des Nordens und Kontinentaleuropas vom Mittelalter bis in die Gegenwart fördern.

Veranstaltungsflyer mit Programm

Institut für Nordische Philologie