Literarästhetisches Lernen außerhalb des Klassenzimmers

Der Literaturunterricht im Fach Deutsch steht vor der Herausforderung, Kompetenzen zu vermitteln, aber trotzdem dem Gegenstand Literatur gerecht zu werden und Raum für ästhetische Erfahrungen zu lassen. Das Spannungsfeld zwischen ästhetischem Erleben, dem genussvollen Sich-Verstricken auf der einen und den Vermittlungsansprüchen der Institution Schule auf der anderen Seite lässt sich dabei nur schwer auflösen. Im Rahmen einer Tagung der Professur für Literatur- und Mediendidaktik des Germanistischen Instituts der Universität Münster wird vom 10. bis 13. März der Versuch unternommen, die Möglichkeiten außerschulischer Literaturbegegnungen systematisch und interdisziplinär auszuloten. Dafür werden einerseits Alltagsorte (Stadträume, Natur, Gelände, Parks) als Räume für informelle ästhetische Erfahrungen betrachtet, andererseits Gesprächsformate und Vermittlungsangebote losgelöst von der Institution Schule und der Verwertungslogik des Systems Unterricht (Gesprächskreise, Lesekreise) in den Blick genommen. Eine dritte große Säule im Tagungsprogramm stellt die Begegnung mit Museen und insbesondere Literaturmuseen dar.
Die Tagung "Literarästhetisches Lernen außerhalb des Klassenzimmers – interdisziplinäre Perspektiven" wird am Montag, 10. März, um 18 Uhr in der Studiobühne, Domplatz 23, eröffnet. Das Programm an den weiteren Tagen findet in den Räumen der Münster Professional School, Königsstraße 47, statt. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme vor Ort oder per Zoom eingeladen. Anmeldung per E-Mail an Prof. Dr. Sebastian Bernhardt (sebastian.bernhardt@uni-muenster.de).