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Großstadt-Montagen im Picasso-Museum

Öffentliches Online-Symposium des Studiengangs "Kulturpoetik der Literatur und Medien" / 16.-17. Juli
Veranstaltungsplakat
© Ueberfeldt

Im Rahmen der Ausstellung "Die montierte Stadt – Von Fernand Léger bis Sergei Eisenstein" des Kunstmuseums Pablo Picasso Münster findet am Freitag, 16., und Samstag, 17. Juli, ein öffentliches Online-Symposium von Master-Studierenden des Germanistischen Instituts der WWU Münster statt. Die Studierenden aus dem Seminar "Großstadt-Montagen. Literatur, Fotografie und Film der 1920er Jahre" im Master-Programm "Kulturpoetik der Literatur und Medien" halten im Picasso-Museum in Präsenz ein Symposium ab, das zugleich von dem Museum über Zoom öffentlich und kostenfrei ausgestrahlt wird.

Im Zusammenspiel von moderner Avantgardekunst und einer neuen, fotografie- und filmtechnisch bedingten Wahrnehmung auf die großstädtische Welt der 'Goldenen' Zwanziger Jahre entwickelt sich die Montage zu einer übergreifenden Ausdrucksform, die nicht nur den Film rhythmisiert, sondern auch die aufkommende Großstadtliteratur einer beschleunigten Moderne maßgeblich beeinflusst, man denke nur an Texte wie Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz". Das vielfältige, fragmentierte Nebeneinander wird so zugleich künstlerisch als Collage eines visuellen und akustischen Miteinanders erfahrbar gemacht. Literatur, Fotografie und Film versuchen hierbei, Urbanität als Arbeits- und Freizeitraum mit Verkehr, elektrischer Beleuchtung, Rundfunk und Kinopalästen ästhetisch neu zu vermessen.

In Kurzvorträgen blicken die Studierenden auf einzelne Exponate der Ausstellung "Die montierte Stadt" wie Bilder, Bücher sowie Filme, zum Beispiel auf Erich Mendelsohns "Bilderbuch eines Architekten" und Walter Ruttmanns "Sinfonie der Grossstadt", und führen in Fragen der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Großstadtwirklichkeit der 1920er-Jahre ein. Interessierte können sich hier in das zweitägige Symposium einwählen, das von Prof. Dr. Andreas Blödorn und Johannes Ueberfeldt geleitet wird.

Programm

Germanistisches Institut