Tagungen am Institut für Nordische Philologie

Am Institut finden regelmäßig Tagungen statt, die sowohl von Lehrenden als auch von Studierenden des Instituts organisieren werden.

Informationen über evtl. in Kürze stattfindende Tagungen finden Sie hier.

Im Folgenden können Sie sich einen Überblick über bereits stattgefundene Tagungen verschaffen.

Tagung Reisen und Entdecken im literarischen Norden
© Nordische Philologie

Mittwoch, 30. Januar 2019, 10-17 Uhr, Alexander-von-Humboldt Haus (Hüfferstraße 61, 48149 Münster)
Tagung Reisen und Entdecken im literarischen Norden

Das Thema Reisen und Entdecken spielt insbesondere in der skandinavischen Literatur- und Kulturgeschichte eine vorherrschende Rolle und nimmt in nahezu allen Weltliteraturen einen prominenten Platz ein. Vor allem am nördlichsten Rand Europas mit seinen zahlreichen abgelegenen Inseln haben die Bewältigung großer Strecken und die damit verbundenen neuen Eindrücke in zahlreiche literarische Zeugnisse Eingang gefunden. Von den Runeninschriften der Wikingerzeit über hagiographische Reiseberichte, die Besiedlungsgeschichte der Atlantikinseln und die Entdeckung Amerikas, die Erforschung und Beschreibung der Natur durch Carl von Linné, romantische Reiseschilderungen und Bildungsreisen, Entdeckungsreisen des 19. und 20. Jahrhunderts bis zu heutigen Reiseberichten einer globalisierten Welt war und ist das Reisen und Entdecken Inspiration und Thema zahlreicher Werke unterschiedlichster Fachgebiete.

Das Institut für Nordische Philologie lud unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Kramarz-Bein führende Skandinavisten und Skandinavistinnen, Kultur- und LiteraturwissenschaftlerInnen aus dem skandinavischen und deutschsprachigen Raum nach Münster zu der Tagung Reisen und Entdecken im literarischen Norden ein. Als Stadt des Westfälischen Friedens im Zentrum Europas stand Münster erst kürzlich wieder im Mittelpunkt eines friedlichen Miteinanders der europäischen Länder und Kulturen. Zu diesem wechselseitigen Verständnis und Austausch leistet die Literatur, insbesondere die Reisebeschreibung, einen zentralen Beitrag, indem sie das Eigene und das Fremde aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Das Gemeinsame und Verbindende Europas stand im Fokus der Tagung und stellte so einen Gegenpol zu den separatistischen Bestrebungen, die momentan weltweit den politischen Diskurs bestimmen, dar. Die Tagung sollte die Vernetzung der interdisziplinären skandinavistischen Forschung zu Motiven des Reisens und Entdeckens sowie das Aufzeigen internationaler Kulturbeziehungen zwischen den Ländern des Nordens und Kontinentaleuropas vom Mittelalter bis in die Gegenwart fördern.
Die Tagungsbeiträge wurden in der jeweiligen Muttersprache präsentiert, wobei ein kurzes Abstract in englischer Sprache Bestandteil war.

Download Tagungs-Flyer

Plakat Projekt 1814 Kulturwissenschaftliches Symposium
© Institut für Nordische Philologie
Plakat Projekt 1814 Kulturabend
© Institut für Nordische Philologie

"Projekt 1814" - Demokratisierung in Skandinavien und Europa
Norwegen wird 200 Jahre alt - ein einschneidendes Ereignis in der Geschichte Skandinaviens und Europas

Termin: Mittwoch, 14.05.2014

Am 17. Mai 1814 gab Norwegen sich nach über 400-jähriger Personalunion mit Dänemark eine eigene Verfassung. Nach weiteren 91 Jahren der Personalunion mit Schweden folgte 1905 die endgültige Unabhängigkeit. Das interskandinavische "Projekt 1814" des Instituts für Nordische Philologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster thematisierte dieses Ereignis 200 Jahre später, am 14. Mai 2014, mit einem interessanten und vielfältigen Veranstaltungsprogramm.

Programm

Wir danken unserern Förderern: NORLA, Svenska Institutet, Styrelsen for Videregående Uddannelser

Konzept: Magnus Enxing, M.A., Anna Frewer, M.A., Sandra Mischliwietz, M.A., Dr. Susanna Stempfle Albrecht

Projektleitung: mag. art. Stig Toftgaard Andersen, Magnus Enxing, M.A., Anna Frewer, M.A., Sandra Mischliwietz, M.A., Dr. Susanna Stempfle Albrecht

Projektkoordination: Dr. Susanna Stempfle Albrecht

Projektmitarbeit: Tatiana Akulova, Andrea Bartkowiak, Linn Garel, Julia Thomalla, Lea Wolfram

Plakat Studierendentagung Wikinger Oder Weichei
© Institut für Nordische Philologie

Studierenden-Tagung am Institut für Nordische Philologie

(Organisation: Wiebke Denner, Matthis Kampmann, Christian Krosing, Anna Lübbering)

Am 06.07.2011 fand am Institut für Nordische Philologie eine von Studierenden organisierte Tagung zum Thema "Wikinger oder Weichei? - Männlichkeitskonstruktionen in der skandinavischen Literatur vom Mittelalter bis heute" statt. Im Zuge der Veranstaltung hielten sechs Studierende aus Münster, Göttigen und Bonn Vorträge für interessierte Studierende des Fachs.

Christian Krosing "Männlichkeitskonstruktionen in der Færeyínga saga"

Matthis Kampmann "'Sie war so betrübt, sie hätt' zerspringen können' - Weibliche und männliche Helden in der eddischen Dichtung"

Niels Penke "Mythos, Sagas, Männersache. Gattungspoetische Inszenierungen Ernst Jüngers"

Anna Lübbering "Männlichkeit(en) in Hermann Bangs Haablose Slægter"

Wiebke Denner "Männer, die Frauen machen, die Männer machen? Zum reziproken Verhältnis der Geschlechter in Stieg Larssons Män som hatar kvinnor"

Milen Damyanov "Heterosexualität als Voraussetzung für Männlichkeit? Hermann Bangs Essay Gedanken zum Sexualitätsproblem"

Plakat Skandinavische Subkulturen
© Institut für Nordische Philologie

8. Überregionale Skandinavische Promovierendentagung

(Organisation: Jenny Bauer, Anna Frewer, M.A., Sandra Mischliwietz, M.A.)

Vom 27.05. bis 29.05.2011 fand in Münster die 8. überregionale skandinavistische Promovierendentagung statt.

Auf der Tagung wurde DoktorandInnen der Skandinavistik die Möglichkeit geben, ihre Forschungsprojekte in offenem Rahmen vorzustellen und zu diskutieren. Idee der Tagung war es, methodische, sachliche und theoretische Fragestellungen gemeinsam zu erörtern.

Hier nähere Informationen und ein detailliertes Programm: Programm

  • Birge Hilsmann (Münster): Brüder, Feinde, Freundinnen, Mütter - das Subjekt in der Uppsala-Romantik
  • Jenny Bauer (Kassel): Genderdynamik und geschlechtliche Grenzüberschreitung in Erzähltexten um 1900
  • Julia Langhof (Münster): Literatur, Erinnerung und Identitätsbildung: Norwegen im Fokus
  • Heike Reich (Frankfurt): Gunnar Ekelöfs poetische Ikonoklasmen
  • Sandra Mischliwietz (Münster): "Finns det inga arbetare?" - vom "seltsamen Tod der Klasse"
  • Jennifer Baden (Zürich): Formen und Strategien der Popularisierung von Wissen zur nordischen Mythologie
  • Astrid Marner (Bonn): Zitation und Substantiation: Autoritäten in der altnordischen Hagiographie am Beispiel der Jons saga Baptista 2
  • Hanna Mühlbauer (Freiburg): Stedshistorier - Verortung und Vernetzung von Natur und Kultur in norwegischer Lyrik

Sentimentalitaet Und Grausamkeit
© Institut für Nordische Philologie

26.-28.11.2009: Internationale Konferenz
"Sentimentalität und Grausamkeit. Poetische (De-)Figurationen von Emotionen und Emotionslosigkeit in der literarischen Moderne Skandinaviens und Deutschlands"

(Organisation: Prof. Dr. Sophie Wennerscheid, Anna Frewer, M.A.)

Vom 26. bis 28. November 2009 fand am Institut für Nordische Philologie / Skandinavistik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster eine von Frau Juniorprof. Dr. Sophie  Wennerscheid ausgerichtete internationale Konferenz zu Sentimentalität und Grausamkeit. Poetische (De-)Figurationen von Emotion und Emotionslosigkeit in der literarischen Moderne Skandinaviens und Deutschlands statt.

Konferenzprogramm

Die literarische Gestaltung von Emotionen, Affekten, Stimmungen ist für die Literatur der Moderne keine Selbstverständlichkeit. Der dissoziierte moderne Erzähler kann oder will Gefühle nicht mehr unmittelbar ausdrücken, sondern pflegt eine Ästhetik der Distanz, die sich bis zu grausamer Passivität steigern kann. Gleichzeitig forciert eine immer weiter fortschreitende Modernisierung das Bedürfnis nach nicht-rationalem, sentimentalisch-gefühlvollem „Welt- und Selbsterleben“, nach „Affektivität“ und „Leidenschaft“. Wie unter diesen Voraussetzungen Emotion und Emotionslosigkeit literarisch gestaltet, welche Emotionskonzepte entworfen und über welche Erzählinstanzen sie an den Leser vermittelt werden, wurde auf der Konferenz untersucht und diskutiert.

Der konkrete Anlass einer solchen Konferenz lag in einem doppelten Jubiläum begründet: Das Jahr 2009 war nicht nur ein Knut Hamsun-Nachdenkjahr, sondern auch ein Hans Henny Jahnn-Jubiläumsjahr. Und für beide Autoren ist die Frage nach dem Umgang mit Emotion und Emotionslosigkeit von paradigmatischer Bedeutung. Denn ob nun Hamsuns Leutnant Glahn angesichts eines vertrockneten Astes in sentimentalische Tränen ausbricht oder Jahnns Perrudja Gewalt als vitale Notwendigkeit lebt, immer ist es das ganze, und vor allen Dingen das große Gefühl, das auf dem Spiel steht. Doch die scheinbare Authentizität dieser Gefühle erweist sich schnell als poetisch konstruiert und medial gebrochen. Das explizit nicht-humane, ästhetizistische, sie selbst stimulierende Gebaren der Figuren und Erzähler lässt sowohl Sentimentalität wie Grausamkeit als literarische Überbietungsstrategien sichtbar werden, die humanistisch-moralisches Denken radikal in Frage stellen. Wie diese Infragestellung ästhetisch, anthropologisch oder politisch zu bewerten ist, ist eine offene und spannende Frage. Die Konferenz möchte sich dieser Frage stellen und untersuchen, wie und mit welchen Konsequenzen das Spiel der Gefühle in der Literatur der Moderne ästhetisch wie ethisch gespielt wird. 

Zur Konferenz ist ein Tagungsband erschienen:

Sophie Wennerscheid (Hg.). Sentimentalität und Grausamkeit. Ambivalente Gefühle in der skandinavischen und deutschen Literatur der Moderne. (Skandinavistik. Sprache - Literatur - Kultur Bd. 8). Münster: LIT-Verlag, 2011.

Internationale Tagung
"Applikation der Netzwerk-Theorie auf die europäischen Literatur- und Kulturtraditionen des Mittelalters und der Moderne"

(Organisation: Prof. Dr. Susanne Kramarz-Bein)

Vom 23. bis 25. Oktober 2008 fand die von Frau Prof. Dr. Susanne Kramarz-Bein ausgerichtete internationale, interdisziplinäre Tagung zur "Applikation der Netzwerk-Theorie" statt, an der Gäste aus Dänemark, Italien, Frankreich, Belgien, Deutschland und den USA teilnahmen.
Die Eröffnung der Tagung durch Prof. Dr. Susanne Kramarz-Bein und Frau Bürgermeisterin Beate Vilhjamsson fand im Picasso-Museum in Münster statt. Anschließend hielt Prof. Dr. Richard Gaskins (Waltham, USA) den Eröffnungsvortrag "Political Development in Early Iceland: Applying Network-Theory to the Sagas".

Programm zur Tagung

Zur Tagung ist ein Sammelband erschienen:

Susanne Kramarz-Bein. Neue Ansätze in der Mittelalterphilologie / Nye veier i middelalderfilologien. Akten der skandinavistischen Arbeitstagung in Münster vom 24.- 26. Oktober 2002. Frankfurt a.M. / Berlin u.a. 2005 (= Texte und Untersuchungen zur Germanistik und Skandinavistik, Bd. 55).

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