Rezept des Monats: März 2015


Original niederländische Pfannkuchen

Pfannkuchen gerollt
Goldgelb sollten sie sein: Das Ergebnis unserer Back-Aktion kann sich sehen lassen, Quelle: NiederlandeNet/cc-by-nc-sa

In kaum einer anderen Kultur hat der Pfannkuchen einen so hohen Stellenwert wie in den Niederlanden. So wird in Pfannkuchenrestaurants, sogenannten „pannenkoekenhuizen“, eine andernorts unerreichte Anzahl an Pfannkuchen-Variationen angeboten – von Käse, Schinken, Speck und Dönerfleisch über Marmelade und Schokoladenstreusel bis hin zu Äpfeln und Rosinen ist alles dabei. Auf süßliche Pfannkuchen gibt es Zuckerrübensirup und Puderzucker als typische niederländische „Toppings“, in der herzhaften Variante kann auch schonmal Erdnusssoße auf die runden Fladen geschmiert werden. Im gesamten Land gibt es anno 2015 rund 360 spezieller Pfannkuchenrestaurants.

Grundrezept für Pfannkuchen

Zutaten:

100 g Weizenmehl
100 g Buchweizenmehl
400 ml Milch
2 Eier
1 TL Zucker

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer Rührschüssel zu einem Teig verrühren. Anschließend Butter oder Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, den Teig portionsweise hinzufügen und ihn von beiden Seiten goldgelb backen. Wahlweise können in den Teig auch Apfel-, Käse oder Schinkenstückchen eingebacken werden. Die fertigen Pfannkuchen können nach Belieben mit Puderzucker, Sirup, Apfelkompott oder anderen „Toppings“ serviert werden.

Pfannkuchen – eine niederländische Erfindung?

Historiker vermuten, dass der Pfannkuchen nicht von einer einzelnen Person oder einem Volk erfunden wurde, sondern – aufgrund der Einfachheit des Grundrezepts – in verschiedenen Kulturen zeitgleich entstand. Die ersten Meldungen über ein Pfannkuchen-ähnliches Gericht stammen aus China und Neapel im zwölften Jahrhundert – von dort nahmen Kreuzfahrer das Rezept mit in Richtung Westen. Die Hauptzutat soll laut Überlieferung Buchweizen gewesen sein.

Topping: Uns schmeckten die Pfannkuchen am besten klassisch mit Sirup (nl.: Stroop) und Puderzucker
Topping: Uns schmeckten die Pfannkuchen am besten klassisch mit Sirup (nl.: Stroop) und Puderzucker, Quelle: NiederlandeNet/cc-by-nc-sa

Als Ursprung für den Pfannkuchen, wie wir ihn heute kennen, wird allgemein das europäische Mittelalter gesehen. Die Niederlande und Belgien bauten seit dem 13. Jahrhundert Buchweizen an. Als weitere Zutaten für den Pfannkuchen dienten Wasser, Eier und Milch. Zubereitet wurde der Teig auf heißen Steinen. In den folgenden Jahrhunderten entwickelten sich die verschiedensten Pfannkuchen-Rezepte. Von eher süßen, fluffigen Varianten mit vielen Eiern bis hin zu herzhaften, flachen Versionen war alles dabei. Heute ist der Pfannkuchen in vielen Ländern der Welt ein beliebtes Gericht, oft haben sich dort jeweils eigene Zubereitungs- und Verzehrweisen entwickelt. So wird der Pfannkuchen in Australien vornehmlich als Nachspeise gegessen, in den USA hingegen am liebsten zum Frühstück verspeist. Und in Tunesien verwendet man den Pfannkuchen auch gerne als Besteckersatz.

Als ur-niederländisch kann der Pfannkuchen also (leider) nicht bezeichnet werden. Für die Niederländer jedoch kein Grund, um nicht jedes Jahr im März einen nationalen Pfannkuchentag zu feiern. Initiiert wurde er 2007 als Werbeaktion von einem Pfannen- und einem Backmischungshersteller und wird seither jedes Jahr in etlichen Restaurants und vielen niederländischen Grundschulen begangen. In den USA, Australien und England ist der Pfannkuchen-Tag übrigens schon länger bekannt.

Autor: Paul Hegers
Erstellt: März 2015


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