Niederlande-Lexikon



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  • Reformen (nl. Hervormingen)

    Im öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem der Niederlande vollziehen sich seit dem Amtsantritt des Kabinetts Rutte I (2010-2012) einschneidende Reformen. An erster Stelle ist auf die schrittweise Senkung des Medienetats (2013: insgesamt 871 Millionen Euro) zu verweisen. Allein im Jahre 2015 belaufen sich die ins Auge gefassten Einsparungen, die allen voran den öffentlich-rechtlichen Rundfunk betreffen, auf 128 Millionen Euro. In den beiden darauffolgenden Jahren ist eine weitere Reduzierung des Etats um noch einmal 50 Millionen Euro (2016) bzw. 100 Millionen Euro (2017) vorgesehen. Das Kabinett Rutte II (seit 2012) verlangt wie sein Vorgänger, dass die Zahl der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nach Fusionen auf maximal acht gesenkt wird. Die taakomroepen NOS und NTR bleiben als eigenständige Akteure bestehen. Vom Jahre 2016 an sind demnach nur noch maximal sechs Konzessionen für Rundfunkanstalten basierend auf Mitgliedern (ledenomroepen) verfügbar. Die 2.42-Rundfunkanstalten, deren Etat vollständig gestrichen wird, müssen sich bei diesen Rundfunkanstalten oder dem NTR anschließen, sofern sie beabsichtigen, weiterhin TV- oder Radiosendungen für ihre jeweiligen Zielgruppen zu produzieren. HUMAN beabsichtigt, seine Arbeit künftig als ledenomroep fortzusetzen. Das Finanzierungssystem soll so angepasst werden, dass Fusionen Effekt haben und behalten. Bei der Verteilung des Budgets auf die einzelnen Rundfunkanstalten spielt zudem künftig die Zahl ihrer Mitglieder keine Rolle mehr: Ab dem Jahre 2016 erhalten alle Organisationen denselben Basisetat. Wer gute Pläne im Hinblick auf die Programmgestaltung vorweist, kann mehr Geld erhalten. Auch externe Parteien haben künftig die Gelegenheit, Sendungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu gestalten. Diese Konkurrenz soll zu qualitativ besseren und kreativen Sendungen führen. Das Kabinett plant des Weiteren, der Mitgliedschaft bei den Rundfunkanstalten eine neue Bedeutung zu verleihen: Der Mitgliedsbeitrag wird auf 15 Euro im Jahr erhöht und die Rundfunkanstalten dürfen nicht länger Geschenke als Gegenleistung für die Mitgliedschaft verteilen. Einsparungen finden unter anderem beim Rundfunkmusikzentrum und beim Wereldomroep statt. Letzterer hört auf, als öffentliche Medieninstitution zu bestehen. Das Kabinett Rutte II fordert darüber hinaus die Integration des nationalen und des regionalen öffentlich-rechtliche Rundfunks.

  • Diese Einträge verweisen auf „Reformen“:

 


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