Niederlande-Lexikon



Hier finden Sie ein ausführliches Lexikon zu wichtigen Begriffen zu den Niederlanden. Durch folgende Angaben können Sie die angezeigte Auswahl anpassen:

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  • Radio 10

    Kommerzieller niederländischer Radiosender (vorher: Radio 10 Gold, Radio 10 FM). Erste Sendung am 4. April 1988. Besitzer: RadioCorp. Es handelt sich um einen der ältesten noch bestehenden Radiosender in den Niederlanden. Radio 10 startete sein Programm, als kommerzielles Radio noch verboten war. Der Sender, eine Initiative des Diskjockeys Jeroen Snoer (VARA, siehe VARA-BNN), umging dieses Verbot durch die U-Bochtconstructie. Heute erreicht Radio 10 einen Marktanteil von 4,4 Prozent (Stand: August/September 2014, Rang 7 laut RadioFreak). Zielgruppe des Senders, der sich auf die „größten Hits aller Zeiten“ fokussiert, sind Frauen und Männer zwischen 25 und 49 Jahren.

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  • Radio 538

    Kommerzieller niederländischer Radiosender. Erste Sendung am 11. Dezember 1992. Besitzer: 538 Groep. Radio 538 ist mit einem Marktanteil von 11,5 Prozent (Stand: August/September 2014, laut RadioFreak) der erfolgreichste Radiosender der Niederlande. Zielgruppe des Senders, der vor allem viele Hits aus den heimischen Top 40 spielt, sind Frauen und Männer zwischen 20 und 49 Jahren. Zu den populärsten Sendungen zählen Evers staat op mit Edwin Evers und ruuddewild.nl mit Ruud de Wild.

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  • Radio Veronica

    Dabei handelt es sich um einen Piratensender (eigentlich: Vrije Radio Omroep Nederland/VRON), der vom 17. Mai 1960 bis zum 31. August 1974 Sendungen von der Nordsee aus übertrug. Ab 1964 sendete Radio Veronica vom Schiff Norderney. Der Piratensender war besonders bei jungen Zuhörern populär, da er im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Radiosendern vor allem aktuelle Popmusik spielte. Seit dem 2. Januar 1965 wurde regelmäßig die Hitparade Veronica Top 40 veröffentlicht. Darüber hinaus führte der Sender die horizontale Programmgestaltung, d.h. ein festes Programmschema ein: Die einzelnen Formate wurden täglich zu einer festgelegten Uhrzeit ausgestrahlt. Dies steigerte den Wiedererkennungswert des Senders und schärfte dessen Profil. Bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten herrschte zu diesem Zeitpunkt noch die vertikale Programmgestaltung vor, d.h. an einem Wochentag gestaltete zum Beispiel die VARA (siehe VARA-BNN) das komplette Programm und an einem anderen die AVRO (siehe AVROTROS). Mit anderen Worten: Der Montag war zum Beispiel programmatisch komplett anders gestaltet als der Dienstag. Auf Grund der guten Resonanz beim Publikum entstanden bald konkurrierende Piratensender, darunter Radio Dolfijn (1967), Radio Noordzee Internationaal (1970) und Radio Caroline (1972). Nach dem Inkrafttreten des so genannten Anti-Piratengesetzes musste Radio Veronica seine Aktivitäten 1974 einstellen. In der Folgezeit bemühte man sich um eine legale Sendeerlaubnis. 1976 erhielt man als Veronica Omroep Organisatie (VOO) den Aspiranten-Status (damals: C-omroep). 2011 ist ein Musical über die bewegte Geschichte des ersten Piratensenders der Niederlande entstanden, Titel Herinnert U Zich Deze Nog?!.

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  • Radio Veronica (Sky Radio)

    Kommerzieller niederländischer Radiosender. Erste Sendung am 31. August 2003. Besitzer: Sky Radio Group. Radio Veronica (Sky Radio) erreicht einen Marktanteil von 4,1 Prozent (Stand: August/September 2014, Rang 8 laut RadioFreak). Der Sender richtet sich vor allem an Männer zwischen 20 und 49 Jahren. Er fokussiert sich auf Musik aus den 1980er und 1990er Jahren. Zudem informiert Radio Veronica (Sky Radio) über aktuelle Ereignisse der Eredivisie, der höchsten Spielklasse im niederländischen Profifußball.

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  • RadioFreak

    Niederländische Online-Plattform der Stichting RF Mediaproducties, die im Jahre 2001 gegründet worden ist und allerlei Informationen rund um die Themen Radio und Rundfunkpolitik liefert. Dort finden sich zudem aktuelle Übersichten zu den Einschaltquoten bzw. Marktanteilen der einzelnen Radiosender. Laut dem Informationsportal urlm.nl verzeichnet RadioFreak 45.150 Seitenbesuche im Monat.

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  • Rat für die Journalistik (nl. Raad voor de Journalistiek (RvdJ))

    Institution, die ein unabhängiges Urteil über die journalistische Arbeit in den Niederlanden fällen soll. De facto handelt es sich um ein selbstregulierendes Organ in der Medienwelt. Jeder Bürger kann eine Klage beim RvdJ einreichen. Der RvdJ kann zwar ein Urteil fällen, ist allerdings nicht befugt, Strafen zu verhängen. Der RvdJ setzt sich zur Hälfte aus Journalisten und zur anderen Hälfte aus Menschen, die beruflich in der Medienwelt tätig sind bzw. waren, zusammen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Vorstandsmitglieder von Verlagen oder Rundfunkanstalten, aber auch um ehemalige Politiker. Bei jeder Sitzung dieses Organs wird ein „urteilendes Komitee“ gebildet, das aus zwei Journalisten und aus zwei Nicht-Journalisten besteht.

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  • Referendum

    siehe Volksbefragung

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  • Reformen (nl. Hervormingen)

    Im öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem der Niederlande vollziehen sich seit dem Amtsantritt des Kabinetts Rutte I (2010-2012) einschneidende Reformen. An erster Stelle ist auf die schrittweise Senkung des Medienetats (2013: insgesamt 871 Millionen Euro) zu verweisen. Allein im Jahre 2015 belaufen sich die ins Auge gefassten Einsparungen, die allen voran den öffentlich-rechtlichen Rundfunk betreffen, auf 128 Millionen Euro. In den beiden darauffolgenden Jahren ist eine weitere Reduzierung des Etats um noch einmal 50 Millionen Euro (2016) bzw. 100 Millionen Euro (2017) vorgesehen. Das Kabinett Rutte II (seit 2012) verlangt wie sein Vorgänger, dass die Zahl der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nach Fusionen auf maximal acht gesenkt wird. Die taakomroepen NOS und NTR bleiben als eigenständige Akteure bestehen. Vom Jahre 2016 an sind demnach nur noch maximal sechs Konzessionen für Rundfunkanstalten basierend auf Mitgliedern (ledenomroepen) verfügbar. Die 2.42-Rundfunkanstalten, deren Etat vollständig gestrichen wird, müssen sich bei diesen Rundfunkanstalten oder dem NTR anschließen, sofern sie beabsichtigen, weiterhin TV- oder Radiosendungen für ihre jeweiligen Zielgruppen zu produzieren. HUMAN beabsichtigt, seine Arbeit künftig als ledenomroep fortzusetzen. Das Finanzierungssystem soll so angepasst werden, dass Fusionen Effekt haben und behalten. Bei der Verteilung des Budgets auf die einzelnen Rundfunkanstalten spielt zudem künftig die Zahl ihrer Mitglieder keine Rolle mehr: Ab dem Jahre 2016 erhalten alle Organisationen denselben Basisetat. Wer gute Pläne im Hinblick auf die Programmgestaltung vorweist, kann mehr Geld erhalten. Auch externe Parteien haben künftig die Gelegenheit, Sendungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu gestalten. Diese Konkurrenz soll zu qualitativ besseren und kreativen Sendungen führen. Das Kabinett plant des Weiteren, der Mitgliedschaft bei den Rundfunkanstalten eine neue Bedeutung zu verleihen: Der Mitgliedsbeitrag wird auf 15 Euro im Jahr erhöht und die Rundfunkanstalten dürfen nicht länger Geschenke als Gegenleistung für die Mitgliedschaft verteilen. Einsparungen finden unter anderem beim Rundfunkmusikzentrum und beim Wereldomroep statt. Letzterer hört auf, als öffentliche Medieninstitution zu bestehen. Das Kabinett Rutte II fordert darüber hinaus die Integration des nationalen und des regionalen öffentlich-rechtliche Rundfunks.

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  • Regierung (nl. Regering)

    siehe Krone

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  • Regierungserklärung (nl. Regeringsverklaring)

    siehe Thronrede

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