Niederlande-Lexikon



Hier finden Sie ein ausführliches Lexikon zu wichtigen Begriffen zu den Niederlanden. Durch folgende Angaben können Sie die angezeigte Auswahl anpassen:

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  • Palast Noordeinde (nl. Paleis Noordeinde)

    Der Palast Noordeinde liegt im Zentrum Den Haags und bildet den Amts- und Arbeitssitz der Königin oder des Königs als das Staatsoberhaupt der Niederlande, welches dort auch Staatsbesuche empfängt. Der Palast stammt aus dem Jahr 1533 und bildete von 1813 bis zum Jahr 1940 den jeweiligen königlichen Wohnsitz – sowohl Königin Wilhelmina als auch Königin Juliana sind innerhalb der Palasträume geboren worden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrten Wilhelmina und Juliana nicht mehr zurück in den Palast Noordeinde. Sie bevorzugten Palast Soestdijk in Baarn (wo Königin Beatrix auch geboren wurde) und Palast Het Loo in Apeldoorn, da sie dort ihre Privatsphäre besser geschützt sahen. Zudem war der Palast Noordeinde stark renovierungsbedürftig, was im Jahr 1976 zu einer Renovierung führte. Ab dem Jahr 1984 nahm Königin Beatrix den Palast Noordeinde wieder als ihre Residenz in Gebrauch. Heute bewohnt die königliche Familie den Palast Huis ten Bosch in Den Haag. Palast Het Loo gilt nicht mehr als Wohnsitz der königlichen Familie und steht heute interessierten Besuchern offen.

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  • Parlament

    siehe Generalstaaten

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  • parlamentarische Monarchie (nl. parlementaire monarchie)

    siehe Monarchie

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  • Parlamentspräsident (nl. Kamervorzitter)

    Für die Erste Kammer wie auch für die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments wird aus der eigenen Mitte ein Vorsitzender gewählt. Bei der Zweiten Kammer gehörte es in der Vergangenheit zur Gewohnheit, dass der Vorsitzende des Unterhauses aus den Reihen der größten Fraktion nominiert wird. Von diesem Brauch wird jedoch regelmäßig abgewichen, wenn der Vorsitzende der vergangenen Wahlperiode sein Amt zur allgemeinen Zufriedenheit ausgeführt hat. In den Niederlanden ist es nicht gebräuchlich, dass die Abgeordneten des Parlaments andere Abgeordnete oder Mitglieder der Regierung während der Debatten und Fragestunden direkt ansprechen. So kommt es auch dazu, dass während der Plenarsitzungen immer wieder der Umweg über den Parlamentspräsidenten gegangen wird und man regelmäßig die Ansprache „mijnheer de voorzitter“ (dt. Herr Vorsitzender) oder „mevrouw de voorzitter“ (dt. Frau Vorsitzende) hört.

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  • Partei (nl. Partij)

    Wie in anderen Ländern auch sind Parteien in den Niederlanden Zusammenschlüsse von Bürgern mit einer bestimmten politischen Auffassung. Rechtlich bestehen – im Vergleich zum Beispiel zu Deutschland – nicht viele Regeln. Das Wahlgesetz schreibt jedoch vor, dass Parteineugründungen notariell beglaubigt sein müssen. Die einzige offizielle Aufgabe der Parteien in den Niederlanden ist das Aufstellen von Kandidaten zu Wahlen. Die meisten Parteien geben darüber hinaus auch ein Wahlprogramm heraus und organisieren Veranstaltung für ihre Mitglieder – verpflichtet sind sie dazu allerdings nicht.

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  • Partij van de Arbeid (PvdA)

    Die sozialdemokratische PvdA wurde als Nachfolgeorganisation der vor dem Krieg aktiven SDAP im Jahr 1946 gegründet. Sie war seither in verschiedenen Perioden an der Regierung beteiligt und stellte mit Willem Drees (1948-1958), Joop den Uyl (1973-1977) und Wim Kok (1994-2002) drei Ministerpräsidenten, die ihrer jeweiligen Zeit ihren Stempel aufdrückten. Bei einigen Wahlen wurde die PvdA zur stärksten politischen Kraft der Niederlande gewählt, das bisher letzte Mal war dies 1998 der Fall. Bei der Wahl 2006 erhielt sie 21,2 Prozent Stimmen und damit 33 Mandate. Als zweitstärkste Partei ging sie im Anschluss an die Wahl eine Koalition mit dem CDA und der CU ein. Ihr ehemaliger Spitzenkandidat und politischer Leiter Wouter Bos war im Kabinett Balkenende IV als stellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister tätig, im Frühjahr 2010 zog er sich aus der Politik zurück. Im Wahlkampf zur Wahl 2010 wurde die PvdA, die aktuell etwa 54.279 Mitglieder hat, vom langjährigen Amsterdamer Bürgermeister Job Cohen angeführt. Nach den Wahlen 2010 befand sich die PvdA in der Opposition und Cohen trat 2012 zurück, da er nach eigener Aussage, die Erwartungen, die er an sich selbst gestellt habe, nicht habe erfüllen können. Er machte Platz für Diederik Samsom, der die PvdA 2012 zu einem Comeback führte. Sie bildet gemeinsam mit der VVD die aktuelle Regierung.

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  • Partij voor de Dieren (PvdD)

    Die niederländische PvdD wurde im Oktober 2002 von einer Gruppe Tierschützern gegründet, die sich für die Belange von Tieren im Allgemeinen und insbesondere gegen tierfeindliche politische Maßnahmen einsetzen wollte. Nachdem man bei der Wahl 2003 noch scheiterte, hat die PvdD im Jahr 2006 als erste Partei weltweit, die den Tierschutz als ihr zentrales Anliegen betrachtet, den Einzug in ein nationales Parlament geschafft. Dieser Erfolg ist unter anderem auf die Unterstützung prominenter Niederländer zurückzuführen, die Werbung für die Partei machten. Das zentrale Ziel der Partei besteht darin, den menschlichen Umgang mit Tieren zu verbessern. Bei ihrer derart motivierten Arbeit kann die Partei auf eine steigende Zahl an Mitgliedern bauen: zu Beginn des Jahres 2010 konnte die PvdD die 10.000-Mitglieder-Marke überschreiten.

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  • Partij voor de Vrijheid (PVV)

    Kein anderer Politiker hat in der letzten Zeit die niederländischen Schlagzeilen derart dominiert wie Geert Wilders, der Gründer der PVV. Der ehemalige Parlamentsabgeordnete der VVD verließ im September 2004 diese Partei, um eine eigene politische Gruppierung zu gründen. Das hohe Interesse, das Wilders als Person und der PVV als neu gegründeter Partei zuteil wird, erklärt sich im Wesentlichen dadurch, dass Wilders bestimmte (aktuelle) Themen immer wieder konfrontativ aufgreift. Vor allem seine überaus kritische Haltung zum Islam und seine daraus resultierenden Bedenken gegen die von ihm befürchtete „Islamisierung der Niederlande“ sorgten im In- und zum Teil sogar auch im Ausland mehrfach für erhebliches Aufsehen. Bei der Wahl 2006 erzielte Wilders mit seinen polarisierenden Aussagen und seinem provokanten Auftreten einen großen Erfolg: 5,9 Prozent der Bürger stimmten für die PVV. 2010 gelang der PVV bereits ein Stimmenanteil von 15,5 Prozent. So wurden Wilders und seine Partei zu den Koalitionsverhandlungen hinzugezogen und spielten bis 2012 eine wichtige Rolle: Durch ein Duldungsabkommen mit der PVV wurde eine Minderheitsregierung aus VVD und CDA ermöglicht. Diese Koalition hielt allerdings nur knapp zwei Jahre und zerbrach, weil keine Einigung über nötige Spar- und Reformpläne erreicht werden konnte und Wilders nicht mehr als Duldungspartner fungieren wollte. Bei den Wahlen 2012 verlor die Partei neun ihrer insgesamt 24 Sitze und konnte nur noch zehn Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen. Da es nicht möglich ist, in der PVV Mitglied zu werden, ist Geert Wilders das einzige Mitglied seiner Partei.

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  • Passives Wahlrecht (nl. Passief stemrech)

    Zur Wahl stellen darf sich in den Niederlanden grundsätzlich jeder, der auch das Aktive Wahlrecht besitzt. Das Alter für das passive Wahlrecht wurde dabei erst vergleichsweise spät – im Jahr 1983 – auf die heute gültigen 18 Jahre heruntergesetzt. Frauen dürfen sich in den Niederländen schon länger zur Wahl stellen als dass sie selber wählen dürfen. Von diesem Recht wurde allerdings erst seit dem Jahr 1919 im großen Stil Gebrauch gemacht.

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  • Poldermodell (nl. Poldermodel)

    siehe Konsensdemokratie

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