Niederlande-Lexikon



Hier finden Sie ein ausführliches Lexikon zu wichtigen Begriffen zu den Niederlanden. Durch folgende Angaben können Sie die angezeigte Auswahl anpassen:

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Name (D)    Name (NL)    Erklärung


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  • Kabinett (nl. Kabinet)

    Ein Kabinett setzt sich aus dem Ministerpräsidenten, sowie allen Ministern und Staatssekretären zusammen und trägt immer den Namen des amtierenden Premiers (beispielsweise Kabinett Lubbers oder Kabinett Kok). Sofern ein Ministerpräsident länger als eine Wahlperiode regiert, wird der Name noch um eine römische Ziffer ergänzt (beispielsweise Kabinett Balkenende IV).

    Kabinette in den Niederlanden seit dem Jahr 1945
    Quelle: www.minaz.nl
    Name Periode
    Schermerhorn/Drees 24.06.1945 – 03.07.1946
    Beel I 03.07.1946 – 07.08.1948
    Drees/Van Schaik 07.08.1948 – 15.03.1951
    Drees I 15.03.1951 – 02.09.1952
    Drees II 02.09.1952 – 13.10.1956
    Drees III 13.10.1956 – 22.12.1958
    Beel II 22.12.1958 – 19.05.1959
    De Quay 19.05.1959 – 24.07.1963
    Marijnen 24.07.1963 – 14.04.1965
    Cals 14.04.1965 – 22.11.1966
    Zijlstra 22.11.1966 – 05.04.1967
    De Jong 05.04.1967 – 06.07.1971
    Biesheuvel 06.07.1971 – 11.05.1973
    Den Uyl 11.05.1973 – 19.12.1977
    Van Agt I 19.12.1977 – 11.09.1981
    Van Agt II 11.09.1981 – 29.05.1982
    Van Agt III 29.05.1982 – 04.11.1982
    Lubbers I 04.11.1982 – 14.07.1986
    Lubbers II 14.07.1986 – 07.11.1989
    Lubbers III 07.11.1989 – 22.08.1994
    Kok I 22.08.1994 – 03.08.1998
    Kok II 03.08.1998 – 22.07.2002
    Balkenende I 22.07.2002 – 27.05.2003
    Balkenende II 27.05.2003 – 07.07.2006
    Balkenende III 07.07.2006 – 22.02.2007
    Balkenende IV 22.02.2007 – 15.10.2010
    Rutte I 15.10.2010 – 05.11.2012
    Rutte II 05.11.2012 – heute

     

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  • Kabinettsformation (nl. Kabinetsformatie)

    Bei der Wahl zur Zweiten Kammer beginnt nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses die Phase der Formation. Bei nicht eindeutigem Regierungsauftrag der Wähler an eine einzige Partei beauftragen die neuen Mitgliedern der Zweiten Kammer einen Informateur mit der Suche nach einer Regierungskoalition. Er untersucht, welche Koalitionsmöglichkeiten es gibt und spricht mit den verschiedenen Parteileitern. Anschließend benennt die Zweite Kammer einen Formateur, der aus den Reihen der Regierungskoalition das künftige Kabinett bildet. Der Formateur ist zumeist auch der zukünftige Ministerpräsident.

     

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  • Kammerfrage (nl. Kamervraag)

    Wenn ein Abgeordneter der Zweiten Kammer eine Frage an die Regierung hat, dann spricht man von einer Kammerfrage. Kammerfragen sollen grundsätzlich immer beantwortet werden und bilden die am meisten verwendete Methode, mit der die Zweite Kammer die Regierung kontrolliert. Alle Kammerfragen die seit 1995 gestellt worden sind, kann man auf der Website www.ikregeer.nl nachlesen.

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  • Kein Stil (nl. GeenStijl)

    Gegründet 2003. Niederländischer Politblog, der seit 2008 zu 100% der Telegraaf Media Groep (TMG) gehört. Die redaktionelle Unabhängigkeit des Blogs von der TMG ist angeblich in einer Übereinkunft festgelegt. GeenStijl verzeichnet im Monat ca. 3,94 Millionen Seitenbesuche und belegt damit von allen niederländischen Websites Platz 24. Der geschätzte Wert des Blogs beträgt laut der Homepage urlm.nl knapp 1,87 Millionen Euro. Der Kopf hinter dem Blog war lange Jahre der ehemalige De Telegraaf-Journalist Dominique Weesie. GeenStijl hat die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt PowNed gegründet und sich für deren Zulassung als aspirant-omroep zum öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem der Niederlande in der Konzessionsperiode 2010-2015 eingesetzt. Da Weesie das Amt des PowNed-Vorsitzenden bekleidet, musste er seine Tätigkeiten für den Blog im April 2010 einstellen. Das mediawet aus dem Jahre 2008 gestattet es nämlich nicht, dass Vorstandsmitglieder einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt an einem kommerziellen Medienkonzern – in diesem Falle also der TMG – beteiligt sind. Inzwischen ist PowNed formell unabhängig von GeenStijl. Der Blog zeichnet sich inhaltlich vor allem durch satirische, sehr bissige Beiträge und zahlreiche eigene Wortschöpfungen aus, darunter reaguurder (Menschen, die einen Blog besuchen und dort einen Kommentar posten) und haatbaard (extremistischer Moslem, wörtlich übersetzt: „Hassbart“).

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  • Koalition (nl. Coalitie)

    Aufgrund des Verhältniswahlrechts, welches in den Niederlanden gilt, ist es einer einzelnen Partei kaum möglich, bei Wahlen die absolute Mehrheit der Stimmen zu erlangen. Deswegen sind zur Bildung einer Regierung oft mehrere Parteien notwendig. Ist dies der Fall, so spricht man von einer Koalition. Diese bekommen in den Niederlanden sehr oft eine spezielle Bezeichnung: So sprach man nach dem Zweiten Weltkrieg beispielsweise von einer Römisch-Roten (von Katholiken und Sozialdemokraten) und in den 1960er Jahren von einer Lila Koalition (von Sozialdemokraten und Liberalen). Je nach Zusammensetzung des Kabinetts unterscheidet man zugleich auch noch Mitte-Links-Koalitionen von Mitte-Rechts-Koalitionen.

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  • Kollegium des Bürgermeisters und der Beigeordneten (nl. College van Burgermeester en Wethouders)

    Das Kollegium des Bürgermeisters und der Beigeordneten formt die oberste Spitze der Gemeinde und führt die täglichen Geschäfte der Gemeindeverwaltung aus. Das Kollegium bereitet die Beschlüsse des Gemeinderats vor und führt dessen Entscheidungen aus. Ferner ist es für die Ausführung solcher Aufgaben wie beispielsweise jenen aus dem Sozialhilfegesetz zuständig, welche den Gemeinden vom Reich übertragen wurden. Laut Kommunalverfassung besitz das Kollegium darüber hinaus zahlreiche Sonderaufgaben wie etwa bei Vorkehrungen im Zivilschutz. Beschlüsse innerhalb des Kollegiums werden mit einfacher Mehrheit der Stimmen getroffen, wobei die Stimme des Bürgermeisters bei Stimmengleichstand doppelt zählt. Die Mitglieder des Kollegiums müssen ihre Politik gegenüber dem Gemeinderat gemeinsam und individuell verantworten. Sollte das Kollegium nicht länger das Vertrauen des Gemeinderats genießen, dann muss es in seiner Gesamtheit zurücktreten. Da Neuwahlen auf Gemeindeniveau nicht möglich sind, muss anhand der bestehenden parteipolitischen Kräfteverhältnisse ein neues Kollegium geformt werden.

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  • Kommissar der Königin/des Königs (nl. Comissaris van de koningin/van de koning)

    In den Niederlanden besitzt jede Provinz einen Kommissar der Königin/des Königs – in Limburg heißt dieser jedoch Gouverneur. Er wird nicht von den Bürgerinnen und Bürgern der Provinz gewählt, sondern von der Regierung für sechs Jahre ernannt. Im Anschluss an diese Amtszeit ist eine erneute Ernennung möglich. Ein Kommissar ist somit sowohl ein Organ der Provinz als auch ein Vertreter des Reichs. In seiner provinzialen Funktion ist er Vorsitzender der Provinzialstaaten und der Deputiertenstaaten. In den Provinzialstaaten übt er eine beratende Tätigkeit aus, während er in den Deputiertenstaaten auch über ein Stimmrecht verfügt. Der Kommissar ist oberster Repräsentant der Provinz und besitzt die Aufsicht über die provinzeigenen Betriebe. Laut Provinzialgesetz ist er dazu verpflichtet, gegenüber den Provinzialstaaten Rechenschaft über seine Tätigkeit abzulegen. Als Vertreter des Reichs hat der Kommissar eine koordinierende Aufgabe im Katastrophenschutz und in der Zusammenarbeit mit militärischen Institutionen. Außerdem ist er verpflichtet, regelmäßig Arbeitsbesuche in den Gemeinden der Provinz durchzuführen. Bei der Ernennung der Bürgermeister spielt er zudem eine wichtige Rolle: Ist der Posten des Bürgermeisters einer Gemeinde nicht besetzt, sendet der Kommissar dem Innenminister seine Empfehlung für einen geeigneten Nachfolger. Dabei hat er zuvor die Meinung des Gemeinderats anzuhören und diese in seiner Entscheidung zu berücksichtigen. Über seine Aufgaben als Reichsbeamter muss ein Kommissar den Provinzialstaaten keine Rechenschaft ablegen. Bei den Kommissaren handelt es sich durchweg um erfahrene Politiker, die aus einer der großen landesweiten Parteien stammen. Nach ihrer Ernennung wird von ihnen jedoch verlangt, ihr Amt unabhängig auszuüben. Entlassen werden können die Kommissare nur von der Regierung und nicht von den Provinzialstaaten selbst. Diese haben jedoch im Vorfeld die Möglichkeit, Einfluss auf deren Ernennung zu nehmen. Die Kandidaten für das Amt richten ihre Bewerbung dabei an den Innenminister, der von einer Vertrauenskommission aus Mitgliedern der Provinzialstaaten bei seiner Entscheidung beraten wird.

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  • König Wilhelm I (nl. Koning Willem I)

    siehe Personen A-Z

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  • König Wilhelm II (nl. Koning Willem II)

    siehe Personen A-Z

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  • König Wilhelm III (nl. Koning Willem III)

    siehe Personen A-Z

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