Niederlande-Lexikon



Hier finden Sie ein ausführliches Lexikon zu wichtigen Begriffen zu den Niederlanden. Durch folgende Angaben können Sie die angezeigte Auswahl anpassen:

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  • Ich liebe Holland (nl. Ik hou van Holland)

    Bei dieser populären Samstagabend-Quizshow, die von RTL 4 übertragen und von Linda de Mol moderiert wird, stellen niederländische Prominente einmal in der Woche unter Beweis, was sie über ihr Land wissen. Das Konzept der Sendung, die erstmals am 8. März 2008 ausgestrahlt wurde, stammt von Talpa Media. Ik hou van Holland erreichte im Jahre 2013 in der Spitze 2,21 Millionen Menschen und einen Marktanteil von 31,1%. Das umstrittene Asylbewerber-Quiz Weg van Nederland persiflierte im Sommer 2011 das Format.

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  • Informateur

    Der Informateur wird vom Parlament berufen, sofern keine Partei die absolute Mehrheit von mehr als 75 Sitzen im Parlament erringt. Seine vornehmliche Aufgabe ist die Suche einer Parteienkoalition, die gemeinsam die Regierung stellen will und dabei die Stimmenmehrheit der Zweiten Kammer auf sich vereinen kann. Der Informateur hilft Unstimmigkeiten bei der Koalitionsbildung zu überwinden und den potentiellen Koalitionsparteien den Weg in eine Regierungsbildung zu ebnen. Die Aufgaben des Informateurs sind somit abhängig vom Wahlausgang. Sind sich zwei Parteien nach der Wahl bereits einig über die Regierungsbildung, sind seine Aufgaben beschränkt. Hat der Informateur seine Arbeit abgeschlossen, schlägt er der Zweiten Kammer vor, einen Formateur zu benennen.

    Bis zur Wahl zur Zweiten Kammer 2012 war es die Aufgabe des Staatsoberhauptes, den Informateur zu bestimmen.

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  • Informationsrecht des Parlaments (nl. Recht op informatie)

    Die Generalstaaten sind als Volksvertretung verpflichtet, das Kabinett und die Minister zu kontrollieren. Um dieser Aufgabe nachzukommen werden Informationen benötigt, weshalb die Generalstaaten in vier unterschiedlichen Bereichen rechte zugesprochen bekommen haben:

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  • Initiativrecht (nl. Recht van Initiatief)

    Unter dem Initiativrecht versteht man das Recht eines jeden Abgeordneten der Zweiten Kammer, um alleine oder mit anderen Abgeordneten einen Gesetzesvorschlag einzureichen und so den Gesetzgebungsprozess einzuleiten. Im Gegensatz zu einem normalen Gesetzgebungsvorschlag wird dieser dann auch nicht vom zuständigen Minister, sondern durch den Eingeber verteidigt. Von diesem Recht wird nur sparsam Gebrauch gemacht, denn Gesetzgebungsvorschläge aus den Reihen der Abgeordneten werden erst dann zum Gesetz, wenn sie durch einen Minister unterschrieben worden sind. Im Gegensatz zur Zweiten Kammer und zur Regierung besitzt die Erste Kammer kein Initiativrecht.

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  • Innerer Hof (nl. Binnenhof)

    Als Binnenhof bezeichnet man ein Gebiet im Herzen Den Haags, in dem sich das politische Machtzentrum der Niederlande befindet. Die Stadt Den Haag entwickelte sich ab dem 13. Jahrhundert um den Binnenhof herum, der im Verlauf der Geschichte viele verschiedene Funktionen hatte. Heute befinden sich auf dem Areal, an welches der Hofvijver (dt. Hofteich) angrenzt, die Plenar- und Sitzungssäle von Erster Kammer und Zweiter Kammer sowie der Amtssitz des Ministerpräsidenten. Der Binnenhof besteht aus einem großen rechteckigen Innenhof, der von verschiedenen Gebäuden umschlossen wird und in den mehrere Zugänge führen. An der Ostseite liegt der Rittersaal, in dem das Staatsoberhaupt jährlich die Thronrede verliest und so das parlamentarische Jahr eröffnet. Am Nordflügel befinden sich das Torentje mit dem Arbeitszimmer des Ministerpräsidenten und das Mauritshuis, welches heute als Kunstmuseum dient. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das Maurits- bzw. Grenadierstor, welches einen Zugang zum Binnenhof bietet. Gegenüber des Türmchens, im ehemaligen Ballsaal, befinden sich heutzutage die Büroräume der Zweiten Kammer. Bevor die zweite Parlamentskammer im Jahr 1992 ihren Neubau am Rande des Binnenhofs bezog, diente dieses Gebäude als Plenarbereich der Abgeordneten. Der Sitz der Ersten Kammer befindet sich im Nordwestflügel des Binnenhofs.

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  • Insignien (nl. Insignes)

    Die Reichsinsignien symbolisieren die königliche Macht und Würde. Sie bestehen aus der Krone (Symbol für Souveränität und Würde), dem Zepter (Königsgewalt), dem Reichsapfel (Herrschaftsgebiet), dem Reichsschwert (Macht des Königs) sowie der Reichsstandarte mit dem niederländischen Wappen. Die Reichsinsignien bestehen hauptsächlich aus vergoldetem Silber und kommen seit der Huldigung König Wilhelms II im Jahr 1840 zum Einsatz. Sie sind untrennbar mit dem Königsamt verbunden.

     

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  • Interimskabinett (nl. Interim-kabinet)

    Sofern es beispielsweise dazu kommt, dass eine Partei in den Niederlanden eine Regierungskoalition vorzeitig verlässt, muss ein Interimskabinett für die Zwischenzeit die Arbeit aufnehmen. Dieses nimmt die Aufgaben dann solange wahr, bis neue Wahlen zur Zweiten Kammer abgehalten wurden. Zumeist handelt es sich beim Interimskabinett um ein Minderheitenkabinett.

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  • Interpellationsrecht (nl. Interpellatierecht)

    Unter dem Interpellationsrecht versteht man das Recht eines jeden Abgeordneten der Generalstaaten, um mit Zustimmung der jeweiligen Kammer eine Anfrage an einen Minister zu richten und so eine Debatte zu eröffnen. Das zu behandelnde Thema muss dabei nicht auf der aktuellen Tagesordnung stehen. Eine solche Debatte kommt nur dann zustande, wenn mindestens 30 Abgeordnete der Kammer dieser zustimmen. Interpellationsanträge werden jedoch nur selten abgelehnt. Während dieser Debatten dürfen die Abgeordnete von Erster Kammer und Zweiter Kammer auf bereits gestellte Anträge eingehen. Das Interpellationsrecht gehört zu den vier Rechten, die zusammen das Informationsrecht bilden.

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