Niederlande-Lexikon



Hier finden Sie ein ausführliches Lexikon zu wichtigen Begriffen zu den Niederlanden. Durch folgende Angaben können Sie die angezeigte Auswahl anpassen:

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  • Einschaltquoten (Fernsehen) (nl. Kijkcijfers)

    Siehe Stichting KijkOnderzoek.

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  • Elsevier

    Erstausgabe am 27. Oktober 1945. Bei diesem Titel, der zum Konzern Reed Elsevier gehört, handelt es sich um das auflagenstärkste politische Wochenmagazin der Niederlande (Auflage 2013: 96.356 laut HOI). Chefredakteur dieser liberalkonservativen Zeitschrift ist Arendo Joustra. Als politische Kommentatoren und Redakteure arbeiten unter anderem Syp Wynia und Eric Vrijsen für Elsevier. Die Zeitschrift (ursprünglich: Elseviers Weekblad) war nach ihrem Entstehen an keine politische Partei oder Säule gebunden. Allerdings entwickelte sie im Laufe der Zeit ein Profil, das in gesellschaftlichen Fragen dem Gedankengut der Katholieke Volkspartij (KVP, aufgegangen im CDA) und in wirtschaftlicher Hinsicht den Standpunkten der VVD nahe stand. Bis zu seiner Ankündigung, an den Wahlen zur Zweiten Kammer im Mai 2002 teilzunehmen, zählte auch Pim Fortuyn zu den festen Kommentatoren. Seit November 2004 verfügt Elsevier über eine Homepage, auf welcher unter anderem regelmäßig Beiträge von dem Juristen, Dichter und Philosophen Afhsin Ellian erscheinen.

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  • Endemol

    Gegründet 1994 (Fusion der Fernsehproduktionsfirmen von Joop van den Ende und John de Mol). Bei diesem niederländischen Konzern handelt es sich um einen der größten internationalen Fernsehproduzenten. Der Konzern gehört gegenwärtig dem US-amerikanischen Investment- und Beteiligungsunternehmen Apollo Management. Zu den bekanntesten und auch in Deutschland erfolgreichsten Formaten, die von Endemol produziert worden sind, zählen unter anderem Big Brother, Domino Day, Goede tijden, slechte tijden und The Voice of Holland.

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  • Enqueterecht (nl. Enquêterecht)

    Unter dem Enqueterecht versteht man das Recht der Generalstaaten, Enquete-Kommissionen zur Untersuchung von umstrittenen Themen einzurichten. Die Erste Kammer hat bisher – ganz im Gegensatz zur Zweiten Kammer – noch nie von diesem Recht Gebrauch gemacht. Bekommt ein Enqueteantrag die Mehrheit, dann wird vom Parlament eine Kommission aus Experten zusammengestellt, welche die Untersuchung durchführt und sich ein Urteil über das jeweilige Thema bilden muss. Nach Abschluss der Untersuchung legt die Enquete-Kommission ihren Bericht vor, anlässlich dessen dann eine Debatte in der Zweiten Kammer geführt wird. Parlamentarische Enqueten besitzen in der niederländischen Politik einen hohen Stellenwert und bekommen daher traditionell viel Aufmerksamkeit in den Medien geschenkt. Das Enqueterecht gehört zu den vier Rechten, die zusammen das Informationsrecht bilden.

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  • Eröffnet das Dorf (nl. Open het dorp)

    Dabei handelt es sich um die erste große Spendenaktion in der Geschichte des niederländischen Fernsehens. Die Sendung wurde zeitgleich im Radio ausgestrahlt, da zu diesem Zeitpunkt noch nicht so viele Niederländer ein TV-Gerät besaßen. Am 26. und 27. November 1962 wurde in einem Zeitraum von 23 Stunden Geld für eine Wohnsiedlung für behinderte Menschen eingesammelt (diese Wohnsiedlung wurde später als Het Dorp in der Nähe von Arnheim/Provinz Gelderland gegründet). Die Sendung, moderiert von Mies Bouwman, konnte an den beiden Tagen 16,4 Millionen Gulden einsammeln (dieser Betrag stieg später auf insgesamt 50 Millionen Gulden).

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  • Erste Kammer (nl. Eerste Kamer)

    Die Erste Kammer der Generalstaaten befindet sich im Binnenhof und bildet den niederländischen Senat. An jedem Dienstag kommen die 75 Abgeordneten zusammen, um gemeinsam über Gesetzesvorschläge zu beraten. Wurden die Abgeordneten in der Anfangszeit der Kammer noch durch die Königin oder den König als Staatsoberhaupt bestimmt, so werden sie heute alle vier Jahre indirekt vom Volk gewählt – und zwar über den Umweg der Provinzialstaaten. Da den Abgeordneten der Ersten Kammer sowohl das Amendementsrecht als auch das Initiativrecht fehlt, dürfen sie weder Gesetzesentwürfe vorschlagen noch Entwürfe aus der Zweiten Kammer abändern – sie dürfen sich lediglich dafür oder dagegen aussprechen. Zudem verfügt die Erste Parlamentskammer über das Informationsrecht, welches den Abgeordneten das Recht einräumt, Anfragen an die Minister in Form von Kammerfragen zu stellen, um so eine Debatte anzuregen. Überdies kann die Erste Kammer Enquete-Kommissionen einsetzen und besitzt ein Mitspracherecht bei der Erstellung des Staatshaushalts. Der Posten der Vorsitzenden wird aus der eigenen Mitte der Kammer besetzt und seit dem 2. Juli 2013 durch Ankie Broekers-Knol wahrgenommen. Durch die im Vergleich zur Zweiten Kammer deutlich eingeschränkten Rechte und den indirekten Wahlmodus wird die Stellung der Ersten Parlamentskammer in Debatten über staatsrechtliche Erneuerung immer wieder zur Diskussion gestellt.

    Die Sitzverteilung in der Ersten Kammer
    Stand: 19. Februar 2014, Quelle: Erste Kammer
    Fraktion Sitze Fraktionsvorsitzende
    VVD 16 Loek Hermans
    PvdA 14 Marleen Barth
    CDA 11 Elco Brinkman
    PVV 10 Marcel de Graaf
    SP 8 Tiny Kox
    GroenLinks 5 Tof Thissen
    D66 5 Roger van Boxtel
    CU 2 Roel Kuiper
    SGP 1 Gerrit Holdijk
    PvdD 1 Niko Koffeman
    OSF 1 Kees de Lange
    50PLUS 1 Jan Nagel

     

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  • Evangelische Rundfunkanstalt (EO) (nl. Evangelische Omroep (EO))

    Gegründet am 21. April 1967. Niederländische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, die vor allem ein evangelisches Publikum anspricht. Zu den populärsten EO-Sendungen zählt Checkpoint (ausgestrahlt vom Sender NPO 3), in welcher ein Team unter der Leitung von Moderator Klaas van Kruistum unterschiedliche Experimente durchführt. Zur Zukunft von EO siehe Fusionen.

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  • Externe Vielgestaltigkeit (nl. Externe pluriformiteit)

    Dieser Begriff beschreibt in erster Linie die auf die Versäulung zurückgehende weltanschauliche Fragmentierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems in den Niederlanden. Nahezu jede relevante Weltanschauung ist darin mit einer eigenen Rundfunkanstalt vertreten – auch wenn das Profil der einzelnen Rundfunkanstalten gegenwärtig zum Teil deutlich schwächer ausgeprägt ist als in der Vergangenheit, d.h. bevor der Prozess der Entsäulung in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts einsetzte. Die Gesamtheit bzw. das Zusammenspiel aller Rundfunkanstalten ergibt die Vielgestaltigkeit. Intern, d.h. innerhalb der einzelnen Rundfunkanstalten, herrscht in der Regel eine Weltanschauung vor.

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