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Unilever

Sitz: Rotterdam / London - Gründung: 1929/1930 - Nahrungsmittelindustrie (Produkte: Nahrungsmittel, Waschmittel, Kosmetika)

Von der größten Weltstadt bis zum kleinsten Dörfchen: Überall auf der Welt sind Unilever-Produkte zu finden – in 150 Ländern der Erde. 150 Millionen Mal am Tag greift irgendein Kunde zu einer Unilever-Marke: Becel, Calvé, Conimex, Iglo, Knorr, Lipton, Magnum, Slim Fast, Calvin Klein, Dove, Omo, Robijn. Die Reihe ließe sich fortsetzen.

Unilever ist ein britisch-niederländischer Konzern und der weltweit größte Produzent von Lebens- und Haushaltsmitteln. Unilever führte anno 2003 über 750 Marken. Das ist eine Menge, aber vor vier Jahren besaß Unilever  über 1600 Marken in seinem Programm. Zu viel, fand die Konzernleitung. Heute konzentriert sich Unilever auf 400 Marken, die für höheres Wachstum und für höhere Gewinne sorgen sollen. Die Rechnung ging auf. Während in den 80er Jahren von den Unilever-Marken keine einen Umsatz von einer Milliarde Euro im Jahr erzielte, schafften dies im Jahr 2007 immerhin zwölf Topmarken.

Unilever hat schwere Zeiten hinter sich. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Antony Burgmans schildert in seinem letzten Jahresbericht, dass der Umsatz mit Unilever-Produkten in den vergangenen 35 Jahren von 65 Prozent auf 33 Prozent in Westeuropa eingebrochen ist. Die wichtigsten Konkurrenten sind Nestlé, Philip Morris und Procter & Gamble.

Steigende Umsätze

Ende 2006 arbeiteten für Unilever weltweit 179.000 Menschen. Der Umsatz betrug 39,6 Milliarden Euro, 3,2 Prozent mehr als 2005 (38,4 Milliarden Euro). Die Gewinne stiegen um 6,5 Prozent von 5 Milliarden auf 5,4 Milliarden Euro. In den Niederlanden bringt Unilever vor allem Konsumartikel auf den Markt: Eis, Margarine, Tiefkühlprodukte, Wasch- und Reinigungsmittel. Aber auch teure Parfüms und Kosmetik.

Trotz guter Geschäfte im Jahr 2006 teilte die Konzernleitung im Oktober 2007 mit, drei Fabriken in den Niederlanden schließen zu wollen.  470 Mitarbeiter werden ihre Stelle verlieren – das sind elf Prozent aller Mitarbeiter von Unilever Nederland. Die Produktionsstandorte in Vlaardingen (Putzmittel Cif), Delft (Erdnussbutter und Mayonnaise Calvé) und in Loosdrecht (Knorr-Suppen) werden nach Osteuropa verlegt. Die Fabrikschließungen, die der neue Top-Mann Patrick Cescau ankündigte, stehen im Zusammenhang mit einer weltweiten Reorganisation. Weltweit werden 20.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Cescau lässt wissen, dass die Kosten in vielen Unilever-Fabriken zu hoch seien. Auch die Fabriken in Delft, Vlaardingen und Loosdrecht seien ineffizient. Bis zum Jahr 2010 seien dies die letzten Fabrikschließungen in den Niederlanden, so Cescau und gibt den Mitarbeitern eine dreijährige Arbeitsplatzgarantie.

Autor: Andreas Gebbink
Erstellt: Januar 2008


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