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Akzo - Nobel

Sitz: Amsterdam - Gründung: 1994 - Industrieunternehmen

Akzo Nobel
Hauptgebäude der Akzo-Nobel im Amsterdam, Quelle: Shirley de Jong/cc-by-nc

Akzo Nobel ist einer der größten Chemie- und Pharmakonzerne in Europa. 1969 fusionierte die „Algemene Kunstzijde Unie“, eine deutsch-niederländische Fabrik für chemische Fasern, mit der „Koninklijke Zout Organon“, einem Unternehmen, das auf Chemie, Farben und Gesundheitsartikel spezialisiert war. Zusammen nannten sie sich AKZO - für damalige Begriffe ein Mammutkonzern. 1987 erfolgte dann die Übernahme des amerikanischen Unternehmens Stauffer Chemical Company. 1994 fusionierte AKZO mit dem schwedischen Betrieb Nobel.

Akzo Nobel hat sich auf drei Bereiche spezialisiert. So ist „Akzo Nobel Coatings“ der weltweit größte Produzent von Beschichtungen aller Art: Autolacke, Schiffsfarben, Flugzeuglacke, Holz- und Bauleim oder Schutzbeschichtungen. „Akzo Nobel Chemicals“ hat eine weltweit starke Position in der Produktion von Polymeren und Bleichchemikalien, Salzen, funktionalen Chemikalien und oberflächenaktiven Stoffen. Das Tochterunternehmen „Intervet“ hat sich auf tiermedizinische Produkte spezialisiert und ist in der Herstellung von Impfstoffen, antiparasitären Mitteln und anderen Tiermedikamenten führend.

Das Unternehmen Organon mit 18.500 Mitarbeitern verkaufte Akzo Nobel im März 2007 für 11 Milliarden an das amerikanische Unternehmen Schering-Plough. Organon hat eine starke Marktposition im Bereich der Medikamentenherstellung.

Neuer Hauptsitz in Amsterdam

Akzo Nobel hatte lange Zeit seinen Hauptsitz in Arnheim und verlegte diesen 2006 nach Amsterdam. Das Unternehmen beschäftigte 2007 in den Niederlanden 10.500 Mitarbeiter und weltweit 62.000 Menschen in 80 Ländern. Zwei Jahre zuvor waren noch 12.500 Menschen bei Akzo-Niederlande beschäftigt und über 66.000 weltweit.

Der Umsatz betrug 2006 13,7 Milliarden Euro, gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von sechs Prozent. In den Niederlanden wurden 15 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet. Am größten ist Akzo in den USA und in Kanada. Der Gewinn betrug 2006 insgesamt 1,182 Milliarden Euro – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr (998 Millionen Euro).

Die Kassen von Akzo Nobel sind also gut gefüllt und das Unternehmen ist auch aktiv auf dem Markt der Übernahmen unterwegs. Akzo möchte noch im Frühjahr die Übernahme des britischen Unternehmens Imperial Chemical Industries (ICI) abwickeln. Hier hatte das Unternehmen ein Angebot in Höhe von 11,7 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt und erhofft sich durch die Fusion eine Kosteneinsparung von 160 Millionen Euro. Der Kauf von ICI ist die zweitteuerste Übernahme, die ein niederländisches Unternehmen je gemacht hat – nur die Übernahme von Bestfood durch Unilever (25 Milliarden Euro) war noch kostspieliger. ICI produziert Leime und Materialien für die Elektroindustrie. Mit der Übernahme von ICI festigt Akzo seine Position als Weltmarktführer in der Produktion von Farben und Lacken. Akzo übernimmt von ICI 26.000 Mitarbeiter, die einen Umsatz von sieben Milliarden Euro generierten und 1,1 Milliarden Liter  Lacke und Farben produzierten.

Autor: Andreas Gebbink
Erstellt: Januar 2008


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