V. Die Strecke

Die Strecke ist in vier Teilprojekte gegliedert: Die Trasse Amsterdam Bahnhof bis Hazerswoude Dorp, von dort bis Rotterdam, von Rotterdam zur Brücke Hollandsch Diep und abschließend verläuft die Trasse durch die Provinz Noord-Brabant.


Amsterdam – Hazerswoude Dorp

Die Strecke des Hochgeschwindigkeitszuges beginnt am Amsterdamer Bahnhof. Bis Schiphol fährt der Zug auf bestehenden Gleisen. Erst ab dem Flughafen beginnt die Neubaustrecke. Im Polder Haarlemmermeer überquert die Bahn mehrere Reichsstraßen, Autobahnen und Wasserkanäle. Die HSL-Zuid verläuft acht Kilometern entlang der Autobahn A4. Bei Hoogmade kreuzt sie die A4 und verschwindet kurz dahinter bei Leiderdorp in einen Tunnel, der erst nach 8,5 Kilometer bei Hazerswoude-Dorp endet. Der Tunnel birgt zwei Gleise, die durch eine Betonwand von einander getrennt sind. Das Bauwerk befindet sich 35 Meter unter dem Meeresspiegel. Durch den Tunnel soll das Natur- und Naherholungsgebiet „Groene Hart“ geschont werden.


Hazerswoude Dorp - Rotterdam

Die HSL passiert Zoutermeer und durchkreuzt mittels eines Viadukts die A12 und die Bahnstrecke Den Haag – Gouda. Danach verschwindet der Zug in einem offenen Tunnelbecken und passiert Berkel und Bergschenhoek. Bis Rotterdam fährt der Zug wieder in einem Tunnel.


Rotterdam – Brücke Hollandsch Diep

In Rotterdam hält der Zug an. Am Rotterdamer Bahnhof wird die bestehende Strecke genutzt bis Barendrecht. Die Route verläuft dann durch das Develgebiet und die Hoeksche Waard. Die HSL durchkreuzt drei Flüsse. Die alte Maas und die Dordtsche Kil wurden untertunnelt, für den  Hollandsch Diep wurde eine neue Brücke gebaut.


Noord-Brabant

In der Provinz Noord-Brabant wird die HSL der Autobahn A16 folgen. Die A16 wird hierfür zwischen Hollandsch Diep und den Verkehrsknoten Galder verlegt und auf sechs Spuren ausgebaut.

1998 hat das Verkehrsministerium den Trassenbeschluss für die HSL-Zuid gefasst. Darin wurden auch der Schadensersatz, Lärmschutzregelungen und der Naturausgleich geregelt. So soll in Wohnhäusern die Lärmbelastung nicht höher als 57 dB erreichen. Entlang der Neubaustrecken sollen die 70dB nicht überschritten werden. Insgesamt gingen über 360 Schadensersatzansprüche gegen die HSL-Zuid ein.


Autor: Andreas Gebbink
Erstellt:
Dezember 2009