XIII. Staatsbosbeheer

Die Organisation Staatsbosbeheer ist die größte Umweltorganisation in den Niederlanden und unterhält insgesamt 246.000 Hektar Land. Sie tut dies im Auftrag des Naturschutzministeriums und erhält dafür jährlich Subventionen. Aber die Organisation muss auch eigene Einnahmen erzielen, etwa durch den Betrieb von Schlössern, Burgen, Naturparks oder Denkmälern.

Staatsbosbeheer wurde 1899 gegründet mit der Maßgabe eine Forstverwaltung für die niederländischen Wälder aufzubauen und neue Wälder anzulegen. Einen der ersten Wälder legte Staatsbosbeheer auf der Veluwe an – im Kootwijkerzand. In der sandigen Dünenlandschaft wurden junge Kiefern gepflanzt. Es war die Geburtsstunde als Forstorganisation – und als Naturverwalter. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde an Staatsbosbeheer eine weitere Funktion übertragen: die Öffentlichkeitsarbeit. Die Naturschutzgebiete sollten einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden und das ist bis heute eine der Hauptaufgaben von Staatsbosbeheer. Die Niederländer wollen sich entspannen und die Naturschutzgebiete sind dafür ideal. Die Organisation baute eine Radwegenetz auf, erstellte Wanderrouten, Picknickplätze und Besucherzentren. Es gibt ein breites Kinderprogramm und Spielwälder.

Seit 1998 ist Staatsbosbeheer eine eigenständige Organisation, mit einer zur Verfügung stehenden Fläche von 246.000 Hektar, darunter viele Wälder, Dünen, Flussauen, Landgüter und Festungsanlagen. Eine der wichtigsten Aufgaben ist heute die Instandhaltung, die Wiederherstellung und die Entwicklung von natur-, landschafts- und kulturhistorischen Anlagen.

Die Zentralverwaltung befindet sich heute in Driebergen. Aber im gesamten Land gibt es regionale Verwaltungen.


Autor: Andreas Gebbink
Erstellt: Januar 2009