XVII. Betreuung Zuhause

Nanny oder Gouvernante

Manche Eltern wollen, dass ihre Kinder das elterliche Haus für die Betreuung gar nicht verlassen müssen. Dass hat den Vorteil, dass sich die Kinder nicht am Arbeitsalltag der Eltern orientieren müssen und die Betreuungszeiten flexibler sind als in einer Kindertagesstätte. Außerdem ist dadurch gewährleistet, dass auch ein krankes Kind betreut wird. Die Familie hat dann die Möglichkeit, Gasteltern nach Hause zu holen, oder eine Nanny oder Gouvernante zu engagieren. Diese erledigen sie auch leichte Hausarbeit, wenn die Zeit es zu lässt. Auch diese Betreuungspersonen werden durch Agenturen vermittelt.

Au Pair

Neben den Großeltern, die ihre Enkel meist ohne finanzielle Gegenleistung betreuen, ist ein Au Pair wahrscheinlich die günstigste Lösung der Kinderbetreuung im eigenen Zuhause. Denn Au Pairs bekommen neben Kost und Logis nur ein Taschengeld von etwa 200 Euro. Allerdings braucht die Familie für das zusätzliche Familienmitglied ein extra Zimmer und ist selbst Gasteltern. Au Pairs können für maximal 5 Stunden am Tag an 6 Tagen die Woche eingesetzt werden.

Eine der größten niederländische Au Pair-Vermittlung Activity International, stoppte die Vermittlung ausländischer Au Pairs in die Niederlande zum 1. Januar 2005. Grund sind das mangelnde Interesse ausländischer Au Pairs an den Niederlanden, die zunehmenden Kosten für Visa und der komplizierte Prozess der Visabeantragung. Das dürfte diese kleine Nische der Kinderbetreuungsvariante noch kleiner werden lassen. Allerdings zeigt sich in Umfragen nach der Einführung des neuen Kinderbetreuungsgesetztes, dass vor allem Eltern mit höherem Einkommen verstärkt auf eine Au Pair-Betreuung ihrer Kinder zurückgreifen, da sie vom Staat für offizielle Kinderbetreuung nur wenig Zuschüsse erhalten und offizielle Kinderbetreuung für sie um einige hundert Euro im Monat teurer geworden ist.

Autorin: Stefanie Tyroller
Erstellt: Juni 2005