XI. Peuterspeelzaal/ Kinderspielgruppe

Der niederländische Peuterspeelzaal ist in etwa mit dem traditionellen deutschen Kindergarten zu vergleichen. Das Angebot richtet sich an Kinder ab dem 2. bis zum 4. Lebensjahr. Meist ist der Peuterspeelzaal am Vormittag, manchmal auch noch am Nachmittag für zwei bis drei Stunden geöffnet. In ländlichen Gegenden gibt es das Angebot sogar nur 1 bis 2 mal die Woche für 3 Stunden. Die Kinder bekommen dort kein Mittagessen und sie schlafen dort auch nicht.

Altersgerechte Umgebung

Der Peuterspeelzaal will den Kindern die Möglichkeit geben, in einer altersgerechten Umgebung zu spielen und zu basteln sowie soziales Miteinander zu üben. Im Vordergrund steht das Wohl des Kindes, seine optimale, altersgerechte Förderung und seine schrittweise Begleitung ins Sozial- und Schulleben. Eltern können über den Peuterspeelzaal Kontakt zu anderen Familien knüpfen und sich mit den Erzieherinnen austauschen.

Angeboten werden Peuterspeelzaalen von Stiftungen, die auch ganztägige Kinderbetreuung und außerschulische Kinderbetreuung im Angebot haben, sowie von kleinen, lokalen und privaten Anbietern. Bezahlt wird ein Peuterspeelzaal in der Regel nach Stunden. Viele Gemeinden unterstützen den Peuterspeelzaal mit einem bestimmten Betrag pro Kind.

Keine arbeitskompatible Betreuung

Die begrenzte Stundenzahl der Betreuung erlaubt es Eltern höchstens, in dieser Zeit Einkäufe zu machen, zum Friseur zu gehen oder Hausarbeit zu erledigen. Der Peuterspeelzaal ist als Kinderbetreuung für arbeitende Eltern nicht geeignet.

Das neue Kinderbetreuungsgesetz schließt den Peuterspeelzaal daher auch ausdrücklich von einer Förderung durch den Staat aus. Die Gemeinden können aber weiterhin Peuterspeelzaalen finanzieren.

Autorin: Stefanie Tyroller
Erstellt: Juni 2005