IV. Spitzenkandidaten der Parteien

Die 21 Parteien, die am 12. September an den Wahlen zur Zweiten Kammer teilnehmen werden, haben zusammen 972 Kandidaten aufgestellt, 303 Frauen und 669 Männer. 17 männlichen Spitzenkandidaten stehen 3 weibliche gegenüber. Auch bei den letzten Wahlen 2010 war die Anzahl der aufgestellten Kandidatinnen deutlich geringer als die der Kandidaten: Von den insgesamt 676 Kandidaten hofften damals 222 Frauen auf den Einzug in die Zweite Kammer. In der letzten Wahlperiode waren von 150 Sitzen in der Zweiten Kammer nur 62 mit Frauen besetzt.

Mark Rutte (VVD)

Mark Rutte ist zum dritten Mal Spitzenkandidat der liberalen VVD. Wie bei den letzten Wahlen 2010 gab es auch 2012 keinen Gegenkandidaten für die Spitzenkandidatur. In der vergangenen Wahlperiode gab es nur wenig Kritik an seiner Person und so hat er neben Emile Roemer von der SP die besten Chancen nach den diesjährigen Wahlen erneut die Leitung des Kabinetts zu übernehmen. Laut Umfragen ist Rutte bei den Wählern sogar noch populärer als Roemer.

Mark Rutte ist studierter Historiker und spielte früher sogar einmal mit dem Gedanken, Pianist zu werden. Seine Parteikarriere begann er als Vorsitzender der liberalen Jugendorganisation JOVD (1988–1991). Außerhalb der Politik war Rutte lange Jahre in der freien Wirtschaft, unter anderem bei der Firma Unilever, aktiv. Vor dem Amt des Ministerpräsidenten hatte Rutte zuletzt landespolitisch die Rolle des Staatssekretärs für Bildung (2004–2006) sowie Arbeit und Soziales (2002–2004) inne. Mitglied der Zweiten Kammer ist er seit dem Jahr 2003.

In der Kandidatenliste der VVD gibt es wenige Neuerungen. Der höchste Neueinsteiger ist Mark Verheijen auf dem 20. Platz und der auffallendste Neueinsteiger auf Platz 24 ist Pieter Duisenberg, Sohn des verstorbenen Wim Duisenberg, der von 1998 bis 2003 der erste Präsident der EZB war.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Mark Rutte 1967
2. Edith Schippers 1964
3. Stef Blok 1964
4. Anouchka van Miltenburg 1964
5. Fred Teeven 1958
6. Jeanine Hennis-Plasschaert 1973
7. Halbe Zijlstra 1961
8. Frans Weekers 1967
9. Mark Harbers 1969
10. Tamara Venrooy-van Ark 1974

Diederik Samsom (PvdA)

Als Spitzenkandidat der PvdA wird Diederik Samsom antreten. Für die Wahl hatte sich im März 2012 (NiederlandeNet berichtete) kein Gegenkandidat gemeldet. Samsom hat von Job Cohen, dem vorigen Spitzenkandidaten der PvdA, ebenfalls die Leitung der Parlamentsfraktion übernommen. Bisher ist er jedoch noch nicht richtig zu den Wählern durchgedrungen, da er erst seit einem halben Jahr aktiv ist. Die PvdA setzt darum im Wahlkampf neben dem Gebrauch von Social Media vor allem auf persönliche Kontakte.

Diederik Samsom, geboren 1971 in Groningen, sitzt seit 2003 für die PvdA in der Zweiten Kammer. Zuvor studiere er von 1989 bis 1997 Kernphysik an der Technischen Universität Delft und gründete den Energieversorgungsbetrieb Echte Energie, der sich auf grünen Strom spezialisierte und 2008 von Eneco übernommen wurde. Während seiner Studentenzeit engagierte er sich unter anderem bei Greenpeace und war beim LSVb aktiv. Bereits 2002 stand Samsom bei den Wahlen der Zweiten Kammer auf der Kandidatenliste der PvdA. Durch die großen Verluste der Partei gelang ihm der Einzug in die Zweite Kammer damals allerdings noch nicht.

Auf den ersten Plätzen der Kandidatenliste der PvdA stehen vor allem bekannte Namen. Neu sind auf Platz neun Désirée Bonis, die zuletzt als Botschafterin in Syrien tätig war, und John Kerstens auf Platz zehn.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Diederik Samsom 1971
2. Jetta Klijnsma 1957
3. Ronald Plasterk 1957
4. Tanja Jadnanansing 1967
5. Jeroen Dijsselbloem 1966
6. Mariëtte Hamer 1978
7. Martijn van Dam 1978
8. Frans Timmermans 1961
9. Désirée Bonis 1959
10. John Kerstens 1965

Geert Wilders (PVV)

Da Geert Wilders das einzige Mitglied seiner Partei PVV ist, wird er auch erneut als Spitzenkandidat antreten. In diesem Wahlkampf geht er statt mit Islamkritik mit Kritik an der Europäischen Union und am Euro auf Stimmenfang.

Parteipolitisch war Wilders zunächst lange Zeit in der liberalen VVD aktiv, bevor man ihn dort im Jahr 2004 aufgrund seines festen Standpunktes bezüglich einer EU-Mitgliedschaft der Türkei aus der Fraktion ausschloss. Nach zwei Jahren als fraktionsloser Abgeordneter gründete Wilders im Jahr 2006 vor den Parlamentswahlen seine eigene Partei mit dem Schwerpunktthema Islamisierung. In der Zweiten Kammer selbst sitzt Geert Wilders seit 1998. Zuvor war er unter anderem Mitglied des Gemeinderats der Stadt Utrecht (1997–1998), Mitarbeiter der Parlamentsfraktion der VVD (1990–1998) sowie Angestellter bei verschiedenen Institutionen der Kranken- und Sozialversicherung (1984–1988).

Die Kandidatenliste der PVV umfasst 49 Namen. Höchster Aufsteiger ist Barry Madlener, der von Platz 48 auf den achten Platz aufrückte. Darüber hinaus gibt es nur wenige Überraschungen. Richard de Mos, Eric Lucassen und Jhim van Bemmel tauchen auf der Kandidatenliste nicht mehr auf.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Geert Wilders 1963
2. Fleur Agema 1976
3. Martin Bosma 1964
4. Lilian Helder 1973
5. Louis Bontes 1956
6. Teun van Dijk 1963
7. Sietse Fritsma 1972
8. Barry Madlener 1969
9. Joram van Klaveren 1979
10. Harm Beertema 1952

Sybrand van Haersma Buma (CDA)

Mit einer deutlichen Mehrheit von 54,9 Prozent ist Sybrand van Haersma Buma zum Spitzenkandidaten des christdemokratischen CDA gewählt worden und konnte sich damit gegen fünf angetretene Konkurrenten durchsetzen. Die Herausforderung für den CDA bei den bevorstehenden Wahlen ist jedoch der Wahlkampf mit größtenteils unbekannten Gesichtern. Der „Premierbonus“, mit dem zuletzt Jan Peter Balkenende Erfolg hatte, fällt nach seinem Scheitern 2010 weg. Auch zur „Premierdebatte“ zwischen VVD, SP, PvdA und PVV ist der „zu kleine“ CDA nicht eingeladen. Sybrand Buma sagte darum im Vorfeld, dass der CDA „um jede Stimme kämpfen“ müsse.

Sybrand van Haersma Buma (1965), studierte nach seinem Abschluss in Jura an der Universität Groningen 1989 noch ein Jahr Internationales Recht in Cambrigde, Großbritannien. Vor seiner Tätigkeit als Politiker war er unter anderem als Strafjurist bei der Abteilung Rechtspflege des Raad van State tätig und arbeitete beim Innenministerium. Seit 2002 ist er Abgeordneter der CDA-Fraktion in der Zweiten Kammer und seit 2010 Fraktionsvorsitzender.

Auf der Kandidatenliste des CDA befinden sich viele neue Gesichter. Von den 57 Personen sind nur neun bereits in der letzten Wahlperiode Mitglied der Zweiten Kammer gewesen und unter den ersten 15 Plätzen befinden sich acht neue Namen. Mona Keijzer ist auf dem zweiten Platz hinter Van Haersma Buma der höchste Neueinsteiger.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Sybrand van Haersma Buma 1965
2. Mona Keijzer 1969
3. Sander de Rouwe 1980
4. Raymond Knops 1971
5. Michel Rog 1973
6. Eddy van Hijum 1972
7. Hanke Bruins Slot 1977
8. Jaco Geurts 1970
9. Agnes Mulder 1973
10. Peter Oskam 1960

Emile Roemer (SP)

Bereits bei den letzten Wahlen war Roemer Spitzenkandidat seiner Partei und auch in diesem Jahr hatte sich kein Gegenkandidat gemeldet. Trotz der guten Umfragewerte in diesem Wahlkampf nimmt Roemer die Rolle des Underdogs ein. Die Trouw schreibt seinen Erfolg und seine immense Popularität seiner „natürlichen Ausstrahlung als idealer Nachbar“ zu. Zudem sei er „freundlich, gutgelaunt, positiv und sozial“. Strategie der SP im Wahlkampf ist es, positive Botschaften zu vermitteln und statt über andere Parteien zu schimpfen, die eigenen Stärken zu betonen.

Emile Roemer, geboren 1962 in Boxmeer, übernahm 2010 das Amt des Fraktionsvorsitzenden, nachdem Agnes Kant als Reaktion auf schlechte Wahlergebnisse von diesem Posten zurückgetreten war. Zu diesem Zeitpunkt saß er bereits seit 2006 für die SP in der Zweiten Kammer, war allerdings noch relativ unbekannt. Davor war er hauptsächlich kommunalpolitisch und in seinem Beruf als Grundschullehrer in Beuningen und Boxmeer aktiv.

Fast alle Mitglieder, die für die SP während der letzten Wahlperiode in der Zweiten Kammer saßen, stehen auch bei diesen Wahlen wieder auf der Liste. Nur Ewout Irrgang hatte bereits frühzeitig angekündigt, die Zweite Kammer verlassen zu wollen. Unter den ersten zehn Plätzen befindet sich kein neuer Name. Erst auf Platz 15 wird Arnold Markies, Mitarbeiter der Fraktion in der Zweiten Kammer, als Neueinsteiger erwähnt.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Emile Roemer 1962
2. Renske Leijten 1979
3. Ronald van Raak 1969
4. Harry van Bommel 1962
5. Jan de Wit 1945
6. Sadet Karabulut 1975
7. Sharon Gesthuizen 1976
8. Jasper van Dijk 1971
9. Paul Ulenbelt 1952
10. Henk van Gerven 1955

Alexander Pechtold (D66)

Der Spitzenkandidat der Democraten 66 ist erneut Alexander Pechtold. In diesem Jahr sind noch mehr Ehrenamtliche im Wahlkampf für D66 aktiv als vor zwei Jahren, denn für Pechtold ist der persönliche Kontakt zu den Wählern, den er auch selbst sucht, noch immer sehr wichtig – trotz aller Online-Aktivitäten und der Nutzung von Social Media.

Alexander Pechthold (1965) studierte Kunstgeschichte und Archäologie in Leiden und arbeitete beim Auktionshaus Van Stockum’s Veilingen. Anschließend war er von 1997 bis 2003 Beigeordneter des Gemeinderats Leiden und von 2003 bis 2005 Bürgermeister der Stadt Wageningen. Seit 2006 ist er Abgeordneter der Zweiten Kammer und übernimmt 2012 zum dritten Mal nach 2006 und 2010 die Spitzenkandidatur seiner Partei.

Nach Alexander Pechtold ist Stientje van Veldhoven die neue Nummer zwei auf der Kandidatenliste. Zudem gibt es drei neue Gesichter unter den ersten zehn Plätzen: Vera Bergkamp, Paul van Meenen und Steven Weyenberg.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Alexander Pechtold 1965
2. Stientje van Veldhoven 1973
3. Wouter Koolmees 1977
4. Kees Verhoeven 1976
5. Vera Bergkamp 1971
6. Gerard Schouw 1965
7. Paul van Meenen 1956
8. Steven van Weyenberg 1973
9. Pia Dijkstra 1954
10. Magda Berndsen 1950

Jolande Sap (GL)

Der Nominierung von Jolande Sap als Spitzenkandidatin ging mit einigen internen Querelen bei GroenLinks einher. Die recht überraschende Gegenkandidatur von Tofik Dibi war erst nach viel Wirbel anerkannt worden und auch Sap zeigt sich über die Art der Kandidatur erbost. In drei von GroenLinks organisierten Kandidatendebatten konnte sie sich mit 84 Prozent der Stimmen jedoch deutlich gegen ihren Herausforderer durchsetzen.

Jolande Sap, geboren 1963 in Venlo, sitzt seit 2008 für GroenLinks in der Zweiten Kammer. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Tilburg von 1981 bis 1989, war sie Direktorin der Beratungsstelle LEEFtijd, die sich mit Fragen rund um den beruflichen Lebensweg beschäftigt. Bereits seit 1993 ist Sap für GroenLinks aktiv und wurde 2009 von der parlamentarischen Presse zum politischen Talent des Jahres gewählt. Seit 2010 ist sie Fraktionsvorsitzende von GroenLinks in der Zweiten Kammer.

Auf den ersten zehn Plätzen der Kandidatenliste befinden sich drei Neueinsteiger. Bram van Ojik – bereits seit 40 Jahren Mitglied von GroenLinks – ist auf dem dritten Platz der höchste Neueinsteiger. Er soll „als Fels in der Brandung die Fraktion zusammenhalten, tragen und mit lenken“, sodass dort wieder Ruhe einkehren kann. Die beiden anderen neuen Gesichter gehören zu Niels van den Berge und Corinne de Jonge van Ellemeet auf den Plätzen sechs und acht.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Jolande Sap 1963
2. Bram van Ojik 1954
3. Lisbeth van Tongeren 1958
4. Jesse Klaver 1986
5. Linda Voortman 1979
6. Rik Grashoff 1961
7. Arjan el Fassed 1973
8. Nielas van den Berge 1984
9. Corinne Ellemeet 1976
10. Tofik Dibi 1980

Arie Slob (CU)

Arie Slob verkörpert das neue Selbstvertrauen der ChristenUnie. Durch die Teilnahme am Lenteakkoord (NiederlandeNet berichtete) rechnet sich die Partei bei den anstehenden Wahlen gute Chancen aus. Und obwohl vom Lenteakkoord nicht mehr viel übriggeblieben ist, hat sich Slob damit innerhalb der Partei „unsterblich gemacht“. Zwar fehlt ihm staatsmännische Ausstrahlung, doch er hat Selbstvertrauen.

Als André Rouvoet 2011 die Politik verließ, übernahm Arie Slob von ihm das Amt des Vorsitzenden der ChristenUnie. Er sitzt bereits seit 2001 in der Zweiten Kammer und war zwischen 2007 und 2010 Fraktionsvorsitzender der Partei. Zuvor war er Gemeinderatsmitglied in Zwolle. Nun ist er zum ersten Mal Spitzenkandidat der ChristenUnie.

Die Kandidatenliste der ChristenUnie für die diesjährigen Wahlen setzt sich aus erfahrenen und neuen Kandidaten zusammen. Auf den Plätzen zwei und drei stehen Joël Voordewind und Carola Schouten, die in der vergangenen Wahlperiode bereits in der Zweiten Kammer saßen. Auf dem vierten Platz folgt Gert-Jan Segers als erstes neues Gesicht der Top 10.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Arie Slob 1961
2. Joël Voordewind 1965
3. Carola Schouten 1977
4. Gert-Jan Segers 1968
5. Carla Dik-Faber 1971
6. Eppo Bruins 1969
7. Herman Wegter 1978
8. Anja Haga 1976
9. Ixora Balootjes 1989
10. Ard Kleijer 1971

Kees van der Staaij (SGP)

Der Spitzenkandidat der SGP, Kees van der Staaij, war ebenfalls bereits bei den letzten Wahlen Spitzenkandidat seiner Partei. Er steht für einen Generationswechsel an der Spitze der Partei und nennt die Normen und Werte der Bibel als seine Motivation. Kees van der Staaij saß bereits 1998 für die SGP in der Zweiten Kammer – mit 29 Jahren als jüngster Abgeordneter. Er hat Jura studiert und arbeitete von 1992 bis 1996 beim Raad van State.

Auffällig ist, dass sich die Kandidatenliste seit der letzten Wahl 2010 auf den Plätzen eins bis zwölf nicht verändert hat. Auch 2012 sind dieselben Namen auf denselben Plätzen zu finden. Darüber hinaus stehen bei der SGP ausschließlich Männer zur Wahl, trotz eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrecht im Juli 2012 (NiederlandeNet berichtete). Die SGP argumentiert, dass eine Vergabe von Ämtern laut der Bibel nur an Männer erlaubt sei.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Kees van der Staaij 1968
2. Elbert Dijkgraaf 1970
3. Roelof Bisschop 1956
4. Servas Stoop 1962
5. Hans Tanis 1961
6. Diederik van Dijk 1971
7. Geert Schipaanboord 1985
8. Arnold Weggeman 1968
9. Wim van Duijn 1964
10. Peter Zevenbergen 1956

Marianne Thieme (PvdD)

Marianne Thieme, Fraktionsvorsitzende der PvdD in der Zweiten Kammer, war auch bei der letzten Wahl schon Spitzenkandidatin der von ihr gegründeten Partei. Seit 2006 sitzt sie gemeinsam mit Esther Ouwehand für die PvdD in der Zweiten Kammer.

Nach ihrem Jura-Studium an der Erasmus Universität Rotterdam arbeitete Marianne Thieme unter anderem beim Bont voor Dieren (dt. Bund für Tiere), wo sie sich für den Schutz von Pelztieren einsetzte. In ihrer Freizeit setzte sie sich ehrenamtlich für den Tierschutz ein, bevor sie 2002 die Partij voor de Dieren gründete.

Bisher ist die PvdD mit zwei Sitzen in der Zweiten Kammer vertreten. Auf der Kandidatenliste finden sich 25 Kandidaten. Diskussionen hatte es um die Platzierung von Esther Ouwehand auf der Liste gegeben. Die Parteivorsitzende Marianne Thieme hatte sie zunächst übergangen, bevor sich die Mitglieder mit 184 zu 140 Stimmen doch für Ouwehand als Kandidatin aussprachen.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Marianne Thieme 1972
2. Esther Ouwehand 1976
3. Frank Wassenberg 1966
4. Anja Hazekamp 1968
5. Johnas van Lammeren 1973
6. Bram van Liere 1980
7. Birgit Verstappen 1961
8. Gerjan Kelder 1967
9. Luuk van der Veer 1962
10. Diederik van Liere 1958

Hero Brinkman (DPK)

Hero Brinkman ist Spitzenkandidat der Partei Democratisch Politiek Keerpunt, die aus der Fusion der von ihm gegründeten Onanfhankelijke Burger Partij (OBP) und der von Rita Verdonk gegründeten Partei Trots op Nederland (Trots) entstanden ist.

Vor seiner politischen Karriere war Brinkman von 1985 bis 1999 Polizist in Amsterdam, von 1999 bis 2001 Ansprechpartner für Probleme und Sicherheitsbelange in bestimmten Stadtteilen und von 2001 bis 2006 Polizeiinspektor. Seit 2006 saß Brinkman für die PVV in der Zweiten Kammer – bis zu seinem Austritt in diesem Jahr. Seitdem saß er als Fraktionsvorsitzender für die von ihm gegründete OBP im Parlament und ist nun Spitzenkandidat der DPK bei den anstehenden Wahlen.

Die Kandidatenliste des DPK umfasst insgesamt 50 Namen. Hinter Hero Brinkmann auf Platz zwei befindet sich der Unternehmer Carlo Strijk, der 2006 eine Spitzenkandidatur bei D66 angestrebt hatte, sich jedoch Alexander Pechtold geschlagen geben musste.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Hero Brinkman 1964
2. Carlo Strijk 1966
3. Jeannette Winters 1969
4. Jacques Arntz 1948
5. Martin Hagen 1962
6. Patrice van Benten 1976
7. Chris Hottentot 1977
8. Joost van Puijenbroek 1982
9. Ans van der Velde 1956
10. Rudy Reker 1943

Henk Krol (50Plus)

Spitzenkandidat der Partei 50Plus ist der 62-jährige Henk Krol. Er wurde am 1. April 1950 in Tilburg geboren, studierte bis 1970 Psychologie an der Freien Universität in Amsterdam und war seit 1977 Mitglied der VVD, bevor er der Partei 50Plus beitrat. Henk Krol ist in den Niederlanden vor allem als Verfechter der Rechte von Homosexuellen bekannt. Er ist Gründer und Chefredakteur des Magazins „De Gay Krant“ und setzte sich für die Homo-Ehe ein. Nun will er sich auch für die Rechte von Menschen über 50 einsetzen: „Ältere Menschen verdienen mehr Respekt und ihre Interessen werden durch die bestehenden Parteien vernachlässigt.“

Insgesamt stehen 34 Namen auf der Kandidatenliste von 50Plus. Die jüngste Kandidatin ist Monique van de Griendt auf Platz sieben mit 44 Jahren, der älteste Kandidat ist mit 77 Jahren Chris Bakker auf dem 30. Platz.

Platz Name Geburtsjahr
1.
Henk Krol 1950
2. Norbert Klein 1956
3. Martine Baay-Timmerman 1958
4. Willem Herrebrugh 1946
5. Wim van Overveld 1949
6. Roy Ho Ten Soeng 1945
7. Monique van de Griendt 1968
8. Harry Siepel 1951
9. Harry Lamberts 1952
10. Mieke Hoek 1948


Autorin: Marie Wolf-Eichbaum
Erstellt: August 2012