Der Afghanistaneinsatz der Niederlande


IV. Niederländer in Uruzgan

Die niederländischen ISAF-Soldaten bekommen eine Medaille verliehen
Die niederländischen ISAF-Soldaten bekommen eine Medaille verliehen, Quelle: isafmedia/cc-by

Die offizielle dritte Phase der Ausweitung der ISAF in den Süden (ISAF III) begann am 1. August 2006 mit der Ablösung der OEF-Truppen in dieser Region. Eine Deployment Task Force (DTF), bestehend aus etwa 850 Soldaten, verrichtete vorweg ab April 2006 die logistische Vorbereitung sowie Pionierdienste, baute die niederländischen Quartiere in Deh Rawod (Camp Hadrian) und Tarin Kowt (Camp Holland) auf und bereitete somit den Einsatz der Task Force Uruzgan (TFU) vor. Kern der niederländischen TFU sollte – wie schon zuvor dargelegt – laut des Regierungsbriefs vom 22. Dezember 2005, ein Provincial Reconstruction Team (PRT) darstellen. Dieses Wiederaufbauteam bestand aus circa 40 Militärs und wurde jeweils durch einen politischen Berater des Außenministeriums und des Ministeriums für Entwicklungszusammenarbeit sowie einen Experten für die afghanischen Stammesbeziehungen unterstützt. Da das PRT unter schwierigen Sicherheitsumständen operierte, waren die Schutzmaßnahmen sehr personalintensiv; ein Großteil der etwa 1.200 entsendeten niederländischen Soldaten wurde im Rahmen eines verstärkten Infanteriebataillons, der sogenannten „battlegroup“, eingesetzt. Im Regierungsbrief vom 22. Dezember 2005 wurden zur personellen Größe des PRT keine konkreten Zahlen genannt, jedoch suggerierten die mehrfachen Aussagen, dass dieses den Kern des Einsatzes ausmachen werde, einen (personell) größeren Anteil innerhalb des PRT.[1] Deutlich wird, dass die militärische Komponente des Einsatzes zum Beginn der Operation überwog, die Regierung sich aber zunächst mit einer klaren Benennung dieser Situation zurückhielt – zunächst musste eine sichere Umgebung für den Wiederaufbau geschaffen werden.[2]

Die Niederländer übernahmen zusammen mit Kanada und Großbritannien den Oberbefehl über die südlichen ISAF-Truppen, das Hauptquartier des Regional Command South (dt. südliches Regionalkommando) wurde in Kandahar stationiert. Über den gesamten Zeitraum hinweg waren etwa 200 niederländische Offiziere Teil des Stabes, in der ersten Periode des niederländischen Oberbefehls wurde die Truppenstärke noch einmal um 200 Soldaten erhöht.[3] Von November 2006 bis Mai 2007 übernahm mit Generalmajor Ton van Loon der erste Niederländer den Oberbefehl über knapp 11.000 multinationale, im Süden stationierte Truppen. Zeitweilig operierten insgesamt etwa 1.750 niederländische Soldaten im Süden des Landes.[4] Wo im Regierungsbrief vom 22. Dezember 2005 noch verlautbart wurde, dass die Niederländer ungefähr 1.200 Soldaten zur Verfügung stellen würden, wird an dieser Stelle deutlich, dass diese Zahl in der Realität nicht annähernd ausreichte.

Das Einsatzgebiet

Uruzgan gehört 2006 zu den südafghanischen Provinzen, die im Rahmen der ISAF-Kommandostruktur dem südlichen Regionalkommando zugeordnet sind. Die Provinz liegt an den südlichen Ausläufern des Hindukusch-Gebirges und ist aufgrund seiner überwiegend bergigen Geographie schwer zugänglich. Uruzgan umfasst ein Gebiet von etwa 30.000 m² und beherbergt circa 29.000 Personen.[5] Sie gehört zu den ärmsten afghanischen Provinzen, was zum Teil auf die unwegsame Lage zurückzuführen ist, sich aber auch durch die komplexen und verfeindeten Stammesstrukturen erklären lässt. Jahrhundertealte Konflikte gründen in der vielfältigen politischen, ethnischen und religiösen Struktur der Provinz, in der einige wenige Stämme die Macht innehaben. Ein großes Problem stellen die Drogensyndikate dar – Uruzgan gehört zu den Opiumprovinzen des Landes, in denen der Anbau von Mohn die ökonomische Haupteinnahmequelle darstellt. Auch darauf lässt sich das beinahe vollständige Fehlen einer zentralen Verwaltung und öffentlicher Infrastruktur zurückführen. Zur Zeit der Implementierung des niederländischen PRTs zählte die Provinz lediglich zwei Ärzte und die Versorgung der Kranken lag größtenteils in den Händen traditioneller Heiler. Die Alphabetisierungsrate war relativ niedrig, lediglich 20 Prozent der Kinder gingen in die Schule, davon lediglich drei Prozent Mädchen.[6]

Die Provinz Uruzgan in Afghanistan
Die Provinz Uruzgan in Afghanistan, Quelle: Holthausen, Johanna: Der 'Fall' Uruzgan. Politische und militärische Aspekte des niederländischen Einsatzes in Afghanistan (2006-2010), Münster 2012.

Ereignisse in Uruzgan und ihre Wirkung in den Niederlanden

Vor Ort sah man sich mit einigen essentiellen Problemen konfrontiert. Das ISAF-Mandat sah die Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte vor, bei diesen gab es jedoch sowohl in Bezug auf Anzahl als auch auf die Qualität ernste Defizite. So liefen die ersten Operationen gegen die Opposing Militant Forces (OMF) ins Leere, da Gebiete durch die internationalen Truppen zwar „gesäubert“ werden konnten, es aber keine Regierungsgewalt gab, die ein Interesse an einer Verteidigung der geschaffenen Situation hatte. Vor allem die Polizei stellte ein großes Problem dar, da die Bevölkerung kein Vertrauen in sie hatte. Deutlich wurde dies in Gesprächen mit Militärs, die berichteten, dass die afghanische Bevölkerung zwar ihre Dankbarkeit über die Vertreibung der Taliban zum Ausdruck brachte, diese aber im Zweifel dennoch der Polizei vorziehen würden.[7] Die Polizei hatte in Südafghanistan einen sehr schlechten Ruf und konnte daher (zunächst) nicht glaubhaft in die Stabilisierungsaufgaben mit einbezogen werden. Aufgrund des sich hier relativ schnell zeigenden Personalmangels entschloss sich die niederländische Regierung im Oktober 2006 zur Entsendung von weiteren 130 niederländischen Soldaten in das Einsatzgebiet.

Obwohl schon in der Anfangsphase des niederländischen Einsatzes aus dem Süden Afghanistans immer wieder Schlagzeilen über Anschläge, Aufstände, verletzte und getötete Soldaten durch die Weltpresse gingen, erwarben sich die Niederländer schon bald den Ruf der „Lucky Dutch“.[8] In der internationalen Presse wurde darüber diskutiert, ob die niederländische Herangehensweise in Uruzgan vielleicht besser sei, als die der ebenfalls im Süden stationierten Briten und Kanadier. Ein Argument, welches in dieser Diskussion vor allem auftauchte und der Grund für die Titulierung als glückliche Niederländer war, war dass die gerade genannten Bündnispartner im vergleichbaren Zeitraum zusammen mehr als 70 getötete Soldaten zu beklagen hatten, wohingegen auf niederländischer Seite lediglich ein paar verwundete Soldaten verzeichnet wurden.

In der ersten Hälfte des Jahres 2007 nahm jedoch die Bedrohung durch die OMF zu. In den Niederlanden erregte diesbezüglich die Chora-Krise besondere Aufmerksamkeit. Die Stadt Chora wurde nicht durch eine permanente Präsenz von ISAF-Truppen bewacht und auf einer Patrouille Ende April stellten niederländische Soldaten fest, dass die afghanischen Sicherheitskräfte ihre Posten verlassen hatten und auch Teile der Bevölkerung im Begriff waren zu fliehen. Der Grund dafür war, dass OMF-Kämpfer der Stadt mit Angriffen drohten, die Sicherheitskräfte jedoch zu wenige Waffen zur Verteidigung hatten. In der Folge beschloss die Führung der Task Force Uruzgan (TFU), Chora zu beschützen, da offensichtlich wurde, dass die afghanischen Sicherheitskräfte nicht Herr der Lage waren. Als dann am 16. Juni 2007 etwa 1.100 Aufständische einen groß angelegten Angriff auf Chora ausführten, konnte die ISAF erst einige Tage später mithilfe von Luftunterstützung die Kontrolle zurückgewinnen.[9] Der Commandant der Strijdkrachten (dt. oberster Kommandeur der Streitkräfte, CDS) Dick Berlijn sprach erstmals im Zusammenhang mit dem Tod eines am 18. Juni in den Gefechten gefallenen niederländischen Soldaten öffentlich über den Ernst der Lage. Wie das NRC Handelsblad wenig später berichtete, wurde seit April „unablässig gegen eine Taliban-Übermacht gekämpft“[10], das Verteidigungsministerium hätte sich bis zur Eskalation der Lage in seiner Wortwahl in Untertreibung geübt, es sei lediglich von Feindberührung die Rede gewesen und es seien die Wiederaufbaubemühungen betont worden.

Die afghanische National-Armee
Die afghanische National-Armee (ANA), Quelle: Staff Sgt. Markus Maier (U.S. armed forces)/cc-by

In einer Pressekonferenz von Dick Berlijn am 22. Juni berichtete dieser von einer sehr kritischen Situation in Chora, die sich inzwischen wieder einigermaßen stabilisiert habe.[11] Zeitweise unterstützten ungefähr 500 niederländische Soldaten die etwa 100 afghanischen Polizisten und 90 afghanischen ANA-Soldaten bei der Verteidigung Choras.[12] Das NRC Handelsblad schlussfolgerte in seinem Artikel vom 22. Juni 2007, dass die Wiederaufbaubemühungen der Mission durch die schweren Kämpfe bedroht würden. Die Chora-Krise machte somit sehr deutlich, dass die ISAF-Mission in schwierigen Situationen personelle Schwachpunkte offenbarte. Gerade in der Anfangsphase der Mission mussten die internationalen Truppen oftmals selbst die Initiative für militärische Offensiven übernehmen. Ihr eigentlicher Auftrag, die Unterstützung der afghanischen Autoritäten, konnte aufgrund der geringen qualitativen und vor allem quantitativen Kapazitäten der afghanischen Sicherheitskräfte in dieser Hinsicht zunächst nicht umgesetzt werden. Dadurch wurde deutlich, dass die Bündnispartner, die in ihren Entsendeplänen ihre Personalkapazitäten auf die vermeintliche Truppenstärke der afghanischen Partner ausrichteten, diese zu gering bemessen hatten. Die personellen Engpässe führten dazu, dass der Wiederaufbau langsamer als in den Entsendeländern erhofft, stattfinden konnte. Das hatte zur Folge, dass in den niederländischen Medien zeitweise sogar über einen frühzeitigen Rückzug vor Ende des Mandates diskutiert wurde. So berief sich das NRC Handelsblad etwa auf die Umfrage 21 minuten, die im Oktober 2007 durchgeführt wurde und aus der hervorging, dass zwei Drittel der befragten Personen gegen eine Verlängerung waren oder sich für einen frühzeitigen Rückzug der Soldaten sprachen.[13] Diese Reaktion lässt sich auch auf die entstandene Simplifizierung[14] des Einsatzes zurückführen, der medial und auch politisch in der Öffentlichkeit gern als Wiederaufbaumission gekennzeichnet wurde, in der Realität jedoch auch eine starke Kampfkomponente aufwies. Dass die hier genannte Entwicklung nicht unbedingt dem Charakter der Mission gerecht wurde, zeigt sich neben den genannten Ereignissen auch daran, dass die niederländischen ISAF-Truppen im Feld zum Beispiel in Bezug auf Transportkapazitäten auf US-amerikanische Helikopter angewiesen waren. Laut den parlamentarischen Forderungen unterlagen sie jedoch gewissermaßen einem Verbot, mit den US-amerikanischen Truppen der Operation Enduring Freedom (OEF) zusammenzuarbeiten.

Als Reaktion auf die Verschlechterung der Sicherheitslage aufgrund der OMF führte die TFU gemeinsam mit den NATO-Bündnispartnern unter Befehl des Regional Command South mehrere multinationale Operationen zur Vertreibung der OMF durch. Aus niederländischer Perspektive sind hier in der ersten Phase des Einsatzes vor allem die Operationen Spin Ghar und Patan Ghar zu erwähnen. Spin Ghar hatte zum Ziel, die OMF aus der Region um Chora langfristig zu vertreiben und wurde Ende Oktober 2007 unter Führung des niederländischen Kommandanten der TFU mit Unterstützung durch australische und britische Einheiten sowie etwa 1.500 ANA-Soldaten durchgeführt. Durch die Errichtung verschiedener Checkpoints rund um die Stadt konnte die Gegend zunächst stabilisiert werden.[15] Patan Ghar war eine Operation gegen die aufkeimende Unruhe in der Provinz Deh Rawod (in der Nähe des niederländischen Camp Hadrian), in der ein Verbund aus niederländischen, afghanischen und US-amerikanischen Einheiten OMF-Kämpfer vertreiben konnte.[16] Als problematisch stellte sich jedoch heraus, dass die aufständischen Truppen zwar erfolgreich vertrieben werden konnten und somit in den sogenannten „Tintenflecken“, in denen die TFU operierte, ein gewisses Maß an Sicherheit aufrechterhalten werden konnte. Aber aufgrund der sehr schlechten staatlichen Infrastruktur, die sich vor allem in einer korrupten Polizei und fehlenden Verwaltung der Provinz Uruzgan manifestierte, stellte der Aufbau eines vertrauenswürdigen Verwaltungsapparates, der zur weiteren Stabilisierung hätte folgen müssen, die größte Herausforderung dar.[17]

In den ersten zehn Monaten des Einsatzes fielen keine Soldaten infolge von Gefechten, unkonventionellen Sprengkörpern oder Minen, es gab jedoch aufgrund von Selbstmord und Unfällen vier Tote zu beklagen. Die Situation änderte sich 2007, als von Mai bis November insgesamt acht niederländische Soldaten aufgrund von Feindeinwirkung starben.[18] Dies war ein Indiz für die sich verschlechternde Sicherheitslage in Uruzgan im Allgemeinen, wofür vorangehend schon die Gefechte in Chora und Deh Rawod als Belege angeführt wurden. In dieser operationell schwierigen Einsatzphase wurde am 29. Juni 2007 durch einen notificatiebrief der Minister des buitenlanddriehoek[19] an das Parlament bekannt gegeben, dass die Regierung die Möglichkeit einer Verlängerung des Einsatzes in Uruzgan nach dem 1. August 2008 untersuche.[20] Die mediale Berichterstattung war zu dem Zeitpunkt von negativen Meldungen geprägt und somit war die Ausgangslage für die Politik, den Einsatz zu diskutieren und der Bevölkerung plausibel zu erklären, nicht optimal. Mitte 2007 konzentrierten sich die niederländischen Militärs bei der Umsetzung des Auftrages hauptsächlich auf die Verteidigungskomponente, was der teilweise zuvor suggerierten Ausrichtung auf eine Wiederaufbaumission widersprach. Am 18. September 2007 erfolgte die offizielle Bitte der NATO an die Niederlande, den Einsatz um weitere zwei Jahre zu verlängern[21] – durch ihre Initiative vom 29. Juni 2007 hatte die Regierung selbst den Anstoß für die Anfrage der NATO gegeben, die im Artikel 100-Brief vom 22. Dezember 2005 zur Bereitstellung eines Nachfolgers in Uruzgan verpflichtet worden war. Nachdem die Regierung das Parlament im Sommer 2007 über die Prüfung einer Verlängerung informiert hatte, folgte am 30. November 2007 ein Artikel 100-Brief über den Beschluss, die Beteiligung an der ISAF-Mission in der Provinz Uruzgan um weitere zwei Jahre zu verlängern (zur Verlängerungsdebatte siehe Kapitel 1).[22]

Hamid Karzai, der Präsident von Afghanistan
Hamid Karzai, der Präsident von Afghanistan, Quelle: Paul Morse/Wikimediacommons

Nachdem feststand, dass die Niederlande zwei Jahre länger in Uruzgan bleiben würden, sorgten in der Niederlanden vor allem zwei Meldungen über gefallene Soldaten für Aufsehen: Im Januar 2008 wurden zwei niederländischen Soldaten tödlich verwundet, die „sehr wahrscheinlich […] durch eigenen Beschuss umgekommen sind“[23]. General Berlijn gab in einer ersten Stellungnahme an, dass sie sich in einem Feuergefecht mit OMF-Kämpfern befunden hätten und dass es sich um ein fatales Zusammenspiel aus „Dunkelheit, den Wetterumständen sowie der unübersichtlichen Situation“[24] gehandelt habe. Dieser Vorfall war besonders tragisch, da so etwas „der ewige Alptraum jeder militärischen Einheit“[25] ist, wie Generalmajor a.D. Kees Homan in einem Kommentar zu diesem Zwischenfall schreibt. Fällt ein Soldat in einem Gefecht unter solchen Umständen, sind die psychologischen Folgen für die entsprechende Einheit besonders schwerwiegend und auch die Resonanz der Gesellschaft im Heimatland ist besonders hoch. Im April desselben Jahres wurden zwei weitere Soldaten durch einen Sprengkörper getötet, der ihr Militärfahrzeug auf dem Rückweg von einer Patrouille traf. Einer der beiden war der Sohn des wenige Stunden zuvor angetretenen neuen obersten Streitkräftekommandanten, Peter van Uhm. In einer Stellungnahme des Verteidigungsministers Eimert van Middelkoop (ChristenUnie) ließ dieser verlauten, dass „der Kontrast zu den festlichen Abläufen nicht größer hätte sein können.“[26] Die Anteilnahme und auch das Medieninteresse am Tode Dennis van Uhms waren aufgrund der Bekanntheit seines Vaters besonders groß. Selbst der afghanische Präsident Hamid Karzai zeigte seine Anteilnahme durch ein persönliches Telefonat mit dem CDS.[27]


[1] Vgl. Ardenne-van der Hoeven /Bot/Kamp, 2005-2006, 27925, Nr. 193.
[2] Vgl. Cate, A. ten/Gils, R. van (Hrsg.): International Security Assistance Force (ISAF), Den Haag 2010, S. 17, Onlineversion; Das Nederlandse Instituut voor Militaire Historie bietet hier eine gute Übersicht über die Organisation sowie die militärische Ausstattung der Mission.
[3] Vgl. Ardenne-van der Hoeven/Bot/Kamp, 2005-2006, 27925, Nr. 194, S. 3.
[4] Vgl. Cate/Gils, International Security Assistance Force, 2010, S. 17.
[5] Vgl. Ardenne-van der Hoeven/Bot/Kamp, 2005-2006, 27925, Nr. 193.
[6] Vgl. Klep, Uruzgan, S. 35ff; Klep bietet darüber hinaus in seiner Monographie einen gründlichen Einblick in die militärischen Strukturen der ISAF-Mission und des niederländischen Anteils in Uruzgan. Ebenfalls adäquat setzt sich der Artikel 100-Brief der Regierung vom 22. Dezember mit den Gegebenheiten vor Ort auseinander; vgl. Ardenne-van der Hoeven/Bot/Kamp, 2005-2006, 27925, Nr. 193.
[7] Vgl. Holthausen, J.: Der ‚Fall‘ Uruzgan. Politische und militärische Aspekte des niederländischen Einsatzes in Afghanistan (2006-2010), Münster 2012, S. 102.
[8] Vgl. Bemmel, N. van: Lof voor lucky Dutch in Uruzgan, in: de Volkskrant vom 8. Januar 2007.
[9] Der genaue Ablauf der Chora-Krise ist nachzulesen bei Aker, P. van den: Between vigilance and reconstruction: Dutch military operations in Afghanistan, in: Weger, M./Osinga, F./ Kirkels, H. (Hrsg.): NL Arms 2009. Netherlands Annual Review of Military Studies, Breda 2009, S. 277-296.
[10] Vgl. o.V.: ‚Chora-crisis‘ zet hele missie in Uruzgan onder druk, in: NRC Handelsblad vom 22. Juni 2007.
[11] O.V.: Defensie hield omvang strijd Chora stil, in: NRC Handelsblad vom 22. Juni 2007.
[12] Weger, M. de: Partner in Development. On the development of Afghan Administration, in: Weger, M./Osinga, F./ Kirkels, H. (Hrsg.): NL Arms 2009. Netherlands Annual Review of Military Studies, Breda 2009, S. 333-356, hier S. 349.
[13] Müller, J.: Goed nieuws is schaars, en dat blijft zo, in: NRC Handelsblad vom 2. Januar 2008.
[14] Simplifizierung meint in diesem Zusammenhang, dass der komplexe Einsatz mit allen formulierten und zugehörigen Mandats-Komponenten öffentlich gern als eine Wiederaufbaumission dargestellt wurde. Dies stellt eine vereinfachte Darstellung der Realität vor Ort dar.
[15] Dimitriu, G./Graaf, B. de: De Nederlandse COIN-aanpak: drie jaar Uruzgan, 2006-2009, in: Militaire Spectator, Strategisch luchttransport, 178/11, Den Haag 2009, S. 613-635; In einer überarbeiteten Version veröffentlichten die Autoren diesen Artikel im Jahrbuch 2009 des Zentrums für Niederlande-Studien; vgl. Graaf/Dimitriu, Die niederländische Mission in Uruzgan, 2010, S. 31-49.
[16] Vgl. Cate/Gils: International Security Assistance Force, 2010, S. 17.
[17] Vgl. Holthausen: Der ‚Fall‘ Uruzgan, S. 106.
[18] Siehe dazu eine Übersicht der gefallenen Soldaten bei Cate/Gils: International Security Assistance Force, 2010, S. 17.
[19] Unter diesem Stichwort werden das Außenministerium, das Entwicklungshilfeministerium und das Verteidigungsministerium zusammengefasst.
[20] Koenders, A.G./Middelkoop, E. van/Verhagen, M.J.M.: Bestrijding internationaal terrorisme, vergaderjaar 2006-2007, 27925, Nr. 264.
[21] Koenders, A.G./Middelkoop, E. van/Verhagen, M.J.M.: Bestrijding internationaal terrorisme, vergaderjaar 2006-2007, 27925, Nr. 271.
[22] Koenders, A.G./Middelkoop, E. van/Verhagen, M.J.M.: Bestrijding internationaal terrorisme, vergaderjaar 2006-2007, 27925, Nr. 279.
[23] Eine vom CDS durchgeführte nachfolgende Rekonstruktion und Untersuchung der Ereignisse bestätigte dies: vgl. Middelkoop, E. van: Brief van de Minister van Defensie, 2007-2008, 27925, Nr. 296; In der militärischen Fachterminologie hat sich für eine solche Situation die englischen Begriffe friendly fire oder collateral damage durchgesetzt.
[24] General Berlijn wird in einem Bericht des NRC Handelblad zitiert: vgl. o.V.: Onderzoek na dood militairen door eigen vuur, in: NRC Handelsblad vom 13. Januar 2008.
[25] Vgl. Homan, K.: Doden door eigen vuur inherent voor oorlog, in: de Volkskrant vom 16. Januar 2008; Homan arbeitet seit dem Ende seiner militärischen Karriere in der Forschung und Lehre des Clingendael Security and Conflict Programme (CSCP) im Netherlands Institute of International Relations Clingendael, Den Haag.
[26] Vgl. o.V.: Doden Uruzgan: zoon van generaal sneuvelt, in: NRC Handelsblad vom 18. April 2008.
[27] O.V.: Karzai betuigt medeleven aan families militairen, in: NRC Handelsblad vom 19. April 2008.

Autorin: Johanna Holthausen
Erstellt: März 2013


Literatur

Alle bibliographischen Angaben aus dem Bereich Politik finden Sie unter Bibliographie

Aker, P. van den: Between vigilance and reconstruction: Dutch military operations in Afghanistan, in: Weger, M./Osinga, F./Kirkels, H. (Hrsg.): NL Arms 2009. Netherlands Annual Review of Military Studies, Breda 2009, S. 277–296.

Cate, A. ten/Gils, R. van (Hrsg.): International Security Assistance Force (ISAF), Den Haag 2010. Onlineversion

Dimitriu, G./Graaf, B. de: De Nederlandse COIN-aanpak: drie jaar Uruzgan, 2006-2009, in: Militaire Spectator, Strategisch luchttransport Nr. 178/11 (2009), Den Haag, S. 613–635.

Dimitriu, G. de/Graaf, B. de: Die niederländische Mission in Uruzgan, 2010, S. 31–49.

Holthausen, J.: Der ‚Fall‘ Uruzgan. Politische und militärische Aspekte des niederländischen Einsatzes in Afghanistan (2006-2010), Münster 2012.

Klep, Ch.: Uruzgan. Nederlandse militairen op missie, 2005-2010, Amsterdam 2011.

Weger, M. de: Partner in Development. On the development of Afghan Administration, in: Weger, M./Osinga, F./Kirkels, H. (Hrsg.): NL Arms 2009. Netherlands Annual Review of Military Studies, Breda 2009, S. 333–356.

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