XVII. Fazit

Den angeführten Studien ist zu entnehmen, dass sich die PVV-Wähler auf vielen Politikfeldern und beim Aspekt „Politischer Zynismus“ kaum vom Elektorat anderer Parteien unterscheiden. Sie schwimmen nicht gänzlich gegen den Strom. Bei Wilders’ Kernthemen nehmen sie lediglich schärfere Positionen ein. Dabei handelt es sich um Themen, die ihnen deutlich wichtiger sind als den Wählern anderer Parteien. Bei der Gewichtung sind an manchen Stellen signifikante Abweichungen zu notieren. Die PVV-Wähler sind demnach vor allem mit der Prioritätensetzung der etablierten politischen Kräfte offensichtlich nicht einverstanden.

Bemerkenswert ist überdies der Umstand, dass Wilders’ Anhang das Etikett „Populist“ mehrheitlich mit einer positiven Bewertung verknüpft. Vor diesem Hintergrund laufen Stellungnahmen, in denen die PVV abwertend mit diesem Begriff in Verbindung gebracht wird, zumindest bei den meisten Sympathisanten der Rechtspopulisten mutmaßlich ins Leere.

Alles in allem ist festzuhalten, dass die PVV-Wähler auf der Basis ihrer politischen Standpunkte bzw. ihrer Sicht auf die Politik keine ausgeprägte Sonderrolle einnehmen. Sie sind in vielen Punkten nicht weit abseits vom restlichen Elektorat zu verorten. Diese Erkenntnis korrespondiert mit der Tatsache, dass sich die Sympathisanten der Rechtspopulisten nicht als Anhänger einer politischen Partei betrachten, die politische Bewegung von Geert Wilders bisweilen äußerst kritisch sehen und in erster Linie den Kurs der etablierten Parteien Richtung PVV-Gedankengut korrigieren möchten.


Autor: André Krause
Erstellt: September 2014