Cornelis Reinier (Kees) van Kooten & Willem Philippe (Wim) de Bie

* Den Haag, 10. August 1941 - Kabarettist; * Den Haag, 17. Mai 1939 - Kabarettist

Sie haben niederländische Kabarettgeschichte geschrieben. 20 Jahre lang standen Kees van Kooten und Wim de Bie gemeinsam auf den Brettern der Theater und haben Widerstand geleistet gegen „Doemdenkers“ und Sprücheklopfer, gegen Eitelkeiten und Nörgeleien. Van Kooten und de Bie waren auf der Bühne zwei steife Vereinfacher, die sich über die neuesten Nachrichten aufregten, über Politikergeschwätz und Kulturkoryphäen.

Van Kooten und de Bie waren Meister des leisen Humors, die grandios mit Sprache spielten und in ihren Persiflagen auch immer Selbstreflexion betrieben. Sie spielten mit ihren Ängsten und Obsessionen, mit ihrem Verlangen nach Anarchie, ihrer bürgerlichen Erziehung. Durch van Kooten und de Bie ist die niederländische TV-Satire offener und bissiger geworden.

Sie liebten das Spiel mit der Sprache. In ihren wöchentlichen Serien „De keek op de week“ oder „Ons kijkt ons“ jonglierten sie mit Idiomen und Akzenten. „De vieze man“ oder „Jet en Koosje Veenendaal“ waren meisterhafte Figuren.

Van Kooten und de Bie waren immer darum bemüht, Ordnung ins Chaos zu bringen. Sie erzählten ihrem Publikum eine runde Geschichte mit feinen Pointen. Einfache Kalauer überließen sie anderen.

1998 hörte Kees van Kooten auf. Er arbeitet allerdings einmalig mit Wim de Bie am 16. November 2003 in der VPRO-Sendung „Terugkeek van Van Kooten en De Bie“ wieder zusammen.

Autor: Andreas Gebbink
Erstellt: März 2009